Mi., 19.10.2016

Angemerkt Chantal, heul‘ leise

Namen sind Schall und Rauch? Von wegen. Namen, speziell Vornamen, sind kompliziert und bereiten – zumindest in Zeitungsredaktionen – oftmals Kopfschmerzen oder intensive Recherche, meist bei fussball.de oder den entsprechenden Vereinstrainern. Obwohl, die wissen auch nicht genau, ob Hizlitürk nun mit „tz“ oder nur mit „z“ geschrieben wird.

Ach, was war es doch noch schön, als die Mitspieler aus meiner Jugendzeit auf die Vornamen Peter, Klaus, Bernd oder Thomas hörten. Wenn man heutzutage, zum Beispiel beim Mädchenfußball der Altersklasse zehn bis 15, auf den Platz geht und mal ganz unvermittelt und laut „Marie“ ruft, drehen sich mindestens fünf Spielerinnen um und glauben, der Papa wäre auch endlich zum Spiel eingetroffen.

Nein, aktuell muss sich der gequälte Redakteur permanent mit einigen Vornamen herumschlagen, die vor allem in ihrer unterschiedlichen schriftlichen Ausformulierung Probleme bereiten. An Kevin, Justin oder Chantalle hat man sich ja mittlerweile gewöhnt, aber bei Jannick wird‘s schon schwieriger. Mal mit einem „Y“ am Anfang, dann wahlweise mit einem N oder NN in der Mitte. Letztlich bleibt dann für denjenigen, der alles richtig machen will, noch die eigentlich simple Frage: Einfach „k“ am Ende oder gar mit „ck“?

Der Individualität sind keine Grenzen gesetzt – auch wenn beim Rufen des Vornamens auf dem Platz davon nichts mehr zu hören sein dürfte. Beim gewöhnlichen Klaus wurde bei uns höchstens ein „I“ drangedichtet, weil sich zweisilbig besser schreien lässt.

Günter Saborowski

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