Di., 14.03.2017

Fußball in der Oberliga Westfalen Abenteuer in Australien

Nach seiner Rückkehr aus Australien brauchte Philip Fontein (l.) nicht lange, um sich wieder an das Tempo in der Fußball-Oberliga zu gewöhnen.

Nach seiner Rückkehr aus Australien brauchte Philip Fontein (l.) nicht lange, um sich wieder an das Tempo in der Fußball-Oberliga zu gewöhnen. Foto: Sven Rapreger

Ochtrup - 

Philip Fontein ist zurück: Nach vier Monaten in Australien startet der 23-Jährige Ochtruper beim Oberligisten FC Eintracht Rheine wieder durch. Über seine Zeit in „Down Under“ hat der Mittelfeldspieler eine Menge zu erzählen.

Von Marc Brenzel

Sydney ist in den Hitlisten der lebenswertesten Städte der Welt ein Dauergast in den Top Ten. Philip Fontein kann das nur bestätigen, denn drei Monate lang fühlte der Ochtruper den Puls der Fünf-Millionen-Metropole am Pazifik. „Das war eine super Erfahrung, besser geht es nicht“, schwärmt der 23-Jährige, der mittlerweile schon in der fünften Saison für den Oberligisten FC Eintracht Rheine die Fußballschuhe schnürt.

Im Rahmen seines Lehramtsstudiums (Englisch, Sport) muss Fontein einen dreimonatigen Aufenthalt in einem englischsprachigen Land vorweisen. Der kürzeste Weg – sprich Großbritannien – kam für den Töpferstädter nicht in frage. „Wenn schon, denn schon“ lautete die Devise, und so entschieden sich Fontein und seine Freundin Michelle für das andere Ende der Welt: Aus­tralien, das sechstgrößte Land auf dem Globus. Eine Wahl, die die beiden Studenten der Uni Dortmund nicht bereuen sollten.

„Klar, der Anfang war ganz schön stressig“, erinnert sich Fontein. „Nachdem wir Ende Oktober angekommen waren, ging es in den ersten beiden Wochen primär darum, eine Bleibe und einen Job zu finden. Gar nicht so einfach, wenn man wie wir in Australien absolutes Neuland betritt“, erklärt Fontein, der beim SC Arminia groß wurde und über die Zwischenstationen Twente Enschede und Preußen Münster mittlerweile beim FC Eintracht Rheine heimisch geworden ist.

Ein Promotionjob für ein Fitness-Studio machte den Anfang. Verteilen war angesagt: Nur ging es diesmal nicht darum, in der Obi Arena die Bälle an die Mitspieler zu bringen, sondern am Bondi Beach Flyer an die Strandbesucher. „Von der Location her hätte es kaum besser sein können“, zeigte sich Fontein beeindruckt vom Ambiente eines der wohl bekanntesten Surfspots der Welt.

Seiner sportliche Leidenschaft, dem Fußball, konnte der Schalke-Fan nur bedingt frönen. „Das hatte ich mir ein bisschen einfacher vorgestellt, aber letztlich fehlte mir auch die Zeit“, begründet Fontein, warum es bei ein paar Freizeitkicks im Park blieb. „Rein fußballerisch war das natürlich nicht viel, aber Hauptsache, ich hatte mal wieder die Murmel am Fuß“, schmunzelt der Ochtruper.

Zehn- bis zwölfstündige Arbeitstage waren keine Ausnahme, nachdem Fontein beruflich „umgesattelt“ hatte. In dem Apartmentkomplex, in dem die beiden deutschen Studenten wohnten, unterstützen sie die Hausverwaltung bei allen Arbeiten, die anfielen. „An der Rezeption, im Garten, beim Anstreichen . . .“, listet Fontein auf. Sogar in einer Eventküche musste der Münsterländer sein Können unter Beweis stellen. „Wir haben bei der Zubereitung der Desserts geholfen oder auch Kartoffeln geschält“, beschreibt Fontein. Der Werdegang vom Tellerwäscher zum Millionär hätte so seinen Anfang nehmen können. „Ne, hat irgendwie nicht geklappt“, witzelt der Sechstsemester, der später ohnehin den Schuldienst favorisiert.

Nach drei Monaten in der Olympiastadt von 2000 erweiterten die beiden Deutschen ihre Eindrücke von „Down Under“. Mit einem Camper ging es über Brisbane und die Gold Coast die Ostküste hoch bis nach Cairns an der Nordspitze des Kontinents. „Das war unglaublich – super Land, super Menschen“, berichtet Fontein begeistert, der nicht das letzte Mal in Australien gewesen sein will.

Kurz nach seiner Rückkehr in heimische Gefilde stand der „Zehner“ der Eintrachtler auch schon wieder auf dem Rasenrechteck: 37 Minuten gegen Lippstadt, die vollen 90 gegen Rhynern. „Es hat sich also ausgezahlt, dass ich in Sydney fünf Mal in der Woche im Fitnesstudio gewesen bin und auch drei, vier Mal die Woche laufen war“, so Fontein.

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