Do., 04.05.2017

Fußball: 3. Liga Preußen künftig ohne Nulle und Ristic – aber mit Kmetsch?

Die Zusammenarbeit endet: Torwarttrainer Carsten Nulle (links) betreute in den letzten beiden Spielzeiten Max Schulze Niehues, der in dieser Saison den Durchbruch zur Nummer eins schaffte.

Die Zusammenarbeit endet: Torwarttrainer Carsten Nulle (links) betreute in den letzten beiden Spielzeiten Max Schulze Niehues, der in dieser Saison den Durchbruch zur Nummer eins schaffte. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Preußen Münster trennt sich zur neuen Saison von seinem Co-Trainer Sreto Ristic und dem für die Torhüter zuständigen Coach Carsten Nulle. Neuer Assistent von Benno Möhlmann soll der Ex-Profi Sven Kmetsch, der noch beim FC Schalke 04 unter Vertrag steht, werden.

Von Alexander Heflik

Das, was Preußen Münsters neuer Sportchef Malte Metzelder als „etwas anders machen“ bezeichnet, ist praktisch das Ende des totalen Umbaus des Trainerstabs innerhalb von nicht einmal einer Saison. Die einzige Konstante, die die Spielzeit 2016/17 überlebt, ist Chefcoach Benno Möhlmann. Ansonsten macht der Mai nun endgültig alles neu beim Drittligisten.

Rückblick: Anfang Oktober muss Cheftrainer Horst Steffen gehen, der SCP steht auf einem Abstiegsrang. Fast zeitgleich endet auch die Zeit von Athletiktrainer Marc Rösgen, der familiär mit Steffen verbunden ist und von den Stuttgarter Kickers mitgebracht worden war. Bereits im Sommer hatte nach sechs Jahren als Spieler sowie dann als Assistenztrainer die „Ära“ von Babacar N‘Diaye geendet. Er wurde durch Steffens Wunsch-Assistenten Sreto Ristic (41) ersetzt. Der wie auch Carsten Nulle (41), der als Torwarttrainer seit 2015 für den SC Preußen tätig war, bekommen keine neuen Vertragsangebote. Mit dem letzten Spieltag am 20. Mai gegen Jahn Regensburg endet auch ihre Tätigkeit in Münster. Und wenn der SCP am 19. Juni, einem Montag, das Training wieder aufnimmt, werden Nulle und Ristic nicht mehr beim SCP in Erscheinung treten.

„Beide Stellen werden neu besetzt“, sagt derweil Malte Metzelder. Und fügt an: „In dem Moment, als Benno Möhlmann sein Amt antrat, waren sie gute Lösungen. Sreto und Carsten kannten die Mannschaft gut.“ Nun aber scheint eine neue Zeitrechnung anzubrechen. Zudem ist die Rolle des Co-Trainers stets eine spezielle für den Chefcoach. Möhlmann dürfte Wert darauf legen, eine Person des besonderen Vertrauens an seiner Seite zu wissen. Das dürfte Sven Kmetsch sein, wie Ristic oder Nulle ein Ex-Profi. Der 261-fache Erstliga-Spieler (Dynamo Dresden, FC Schalke 04, Hamburger SV) und zweifache A-Nationalspieler (gegen Armenien 1997 und Oman 1998) ist aktuell Assistenztrainer beim abstiegsgefährdeten West-Regionalligisten Schalke 04 II. Mit Möhlmann arbeitete er beim FC Ingolstadt (2010/11), beim FSV Frankfurt (2012 bis 15) sowie 1860 München (2015/16) in der 2. Bundesliga zusammen, nachdem er 2005 seine aktive Laufbahn beendet hatte.

Möhlmann und Kmetsch, dazu ein noch zu identifizierender Torwart-Coach, das wird das Trio sein für den Trainingsstart am 19. Juni. Metzelder ist mit dem Stand der Dinge aktuell nicht unzufrieden. Noch stehen drei Spieltage an, der SCP hat 13 Akteure unter Vertrag. „Man sollte nicht vergessen, dass ich seit einem Monat im Geschehen stecke. So gesehen bin ich durchaus zufrieden mit der Planung.“

► Beim Auswärtsspiel am Sonntag in Chemnitz werden Benjamin Schwarz, Danilo Wiebe (beide verletzt), Mehmet Kara (verschleppte Halsentzündung) sowie Tobias Warschewski (Abstellung zur U-19-Jugend beim Gastspiel gegen den VfL Bochum) fehlen.

Das sind die künftigen Gegner

Drei Spieltage vor dem Saisonende der 3. Liga darf über die Besetzung der nächsten Saison debattiert werden. Aktuell würden MSV Duisburg und Holstein Kiel die 3. Liga nach oben verlassen, der Karlsruher SC und Arminia Bielefeld auf den beiden letzten Zweitligarängen absteigen. Die Relegationspartie um den letzten freien Zweitliga-Platz würden der TSV 1860 München und der 1. FC Magdeburg bestreiten. In der 2. Bundesliga sind neben Bielefeld und den Löwen auch Fortuna Düsseldorf, die Würzburger Kickers und Erzgebirge Aue akut gefährdet.

► So würde aktuell die 3. Liga aussehen:

Karlsruher SC

Arminia Bielefeld

1860 München/Magdeburg

VfR Aalen

Jahn Regensburg

VfL Osnabrück

FSV Zwickau

SG Sonnenhof Großaspach

Chemnitzer FC

Preußen Münster

Hallescher FC

Hansa Rostock

SF Lotte

SV Wehen Wiesbaden

Fortuna Köln

RW Erfurt

SC Paderborn

drei Relegationssieger

► Drittliga-Absteiger: Aktuell befinden sich Werder Bremen II, der FSV Frankfurt und der FSV Mainz 05 II auf den Abstiegsrängen.

► Regionalliga-Aufsteiger 2017/18: Drei Sieger aus Hin- und Rückspiel werden in die 3. Liga aufsteigen. In der Staffel Südwest stehen die Teilnehmer mit Waldhof Mannheim und SV Elversberg fest, aber noch nicht die Endplatzierung. In den Staffeln West, Nord, Nordost und Bayern sind die Meister gekürt.

Die Partien lauten: Viktoria Köln (West) – Carl Zeiss Jena (Nordost), Mannheim/Elversberg (beide Südwest) – SV Meppen (Nord), SpVgg Unterhaching (Bayern) – Mannheim/Elversberg.

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