Fr., 19.05.2017

Fußball: 3. Liga Preußen können Regensburg zum Saisonfinale in die Suppe spucken

Mit seinem dritten Punktspiel für Preußen verabschiedet sich Leih-Keeper Patrick Drewes.

Mit seinem dritten Punktspiel für Preußen verabschiedet sich Leih-Keeper Patrick Drewes. Foto: imago

Münster - 

Es ist angerichtet für das große Finale der 3. Liga. Preußen Münster hat zwar keine großen tabellarischen Ziele mehr, spielt aber dennoch eine Hauptrolle im Aufstiegsrennen. An der Hammer Straße will Gast Jahn Regensburg Relegationsplatz drei verteidigen. Anschließend geht es für den SCP auf die Insel.

Von Thomas Rellmann

Das Stadion an der Hammer Straße ist ohnehin einer der Zuschauermagneten der 3. Liga. Der Blick der Konkurrenz geht automatisch dahin, wo die klangvollen Namen zu Hause sind. Am Samstag ab 13.30 Uhr ist das erst recht so. Doch diesmal liegt es nicht an Preußen Münster. Im spannenden Saisonfinale kann Gast Jahn Regensburg sich mit einem Sieg in Westfalen den Relegationsplatz unter den Nagel reißen.

„Wir wissen, dass wir beobachtet werden“, sagt Coach Benno Möhlmann. „Für mich als Trainer ist das ganz gut, wenn der Gegner auch noch Ziele hat.“ Um die Motivation sollte sich der 62-Jährige eigentlich keine Sorgen machen. „Für uns ist es mehr als ein normales Spiel. Wir wollen ja die gute Rückrunde mit der super Heimbilanz vernünftig abschließen.“

Und dann wird der Routinier von der Seitenlinie fast etwas sentimental: „Ich freue mich, dass wir nach dem Winter zu einer Gemeinschaft gefunden haben, dass wir gerade zu Hause ein paar tolle Auftritte hingelegt haben und möchte der Mannschaft dafür danken.“ Keine alttäglichen Worte im Profizirkus. Und umso mehr ein Indiz, dass da etwas zusammengewachsen ist in Münster in den vergangenen Monaten. Kein böses Wort über das magere 0:1 in Paderborn zuletzt.

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Die Mannschaft von Jahn Regensburg bereitete sich in Sendenhorst auf die Partie bei Preußen Münster vor. Foto: Martin Weßeling

„Wir hatten zu viele Ausfälle“, sagt Möhlmann nur. „Aber dass einigen jungen Spielern oder Dauerbrennern die Frische fehlt, ist doch nach der langen Saison auch ganz klar.“ Einmal noch, so sein Wunsch, solle sich sein Team zusammenreißen. „Ich glaube, der gemeinsame Wille dazu ist da.“

Anschließend verabschiedet sich der Großteil der Spieler nach Mallorca. Abschlussfahrt, das übliche Programm. Und der Trainer lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er es seinen Schützlingen gönnt. „Ich gebe ihnen nur mit, dass sie in diesen vier Tagen den Weg nach Hause zwischen sechs und sieben Uhr im Tempo zurücklegen sollen“, fügt er augenzwinkernd an.

Doch noch trennen die Preußen ein paar Stunden von der balearischen Sonne. Der 1. FC Magdeburg erwartet schließlich noch Schützenhilfe, hat aber noch keine Belohnung ausgesetzt. „Es gab zumindest zu mir keine Kontaktaufnahme“, sagt der SCP-Trainer, der bis auf Torwart Max Schulze Niehues (Nasen-OP) und Benjamin Schwarz, der sich am Dienstag einem Eingriff am Knie unterzieht und im Falle einer Karriere-Fortsetzung somit den Trainingsstart am 19. Juni (14 Uhr) verpassen würde, alle Stammkräfte zur Verfügung hat. Abschiedsgeschenke in Form von Startelf-Mandaten soll es für die sieben scheidenden Herren nicht geben. Sebastian Mai kehrt in einem 4-1-4-1 nach abgesessener Sperre vielleicht auf die Sechs zurück.

SCP: Drewes – Tritz, Kittner, Schweers, Al-Hazaimeh Rühle, Wiebe, Rizzi, Tekerci – Aydin, Grimaldi.

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