Mi., 14.06.2017

Fußball: 3. Liga Horst Steffen heuert in Chemnitz an

Horst Steffen musste in Münster viele Rückschläge hinnehmen.  

Horst Steffen musste in Münster viele Rückschläge hinnehmen.   Foto: Jürgen Peperhowe

Chemnitz/Münster - 

Horst Steffen ist in Münster in großem Stil gescheitert – der Trainer musste im Oktober gehen. Sein Team blieb und entwickelte sich, als der Trainer weg war. Jetzt kehrt Steffen zurück in Liga drei: Als Trainer des Chemnitzer FC

Für Sportvorstand Steffen Ziffert war es schon nach dem ersten Treffen klar: Horst Steffen ist der richtige Mann. Ziffert überzeugte den 48-Jährigen und lotste ihn als neuen Trainer zum Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC. „Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, Horst Steffen für den CFC zu gewinnen. Er bringt die nötige Erfahrung mit und seine Spielphilosophie hat mich überzeugt“, sagte Ziffert am Mittwoch bei der Vorstellung des Nachfolgers von Sven Köhler.

Steffen unterschrieb bei den Sachsen einen Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2019. „Als ich ins Stadion gegangen bin, habe ich mich sofort wohl gefühlt. Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagte Steffen, der zuletzt bei Preußen Münster an der Linie stand. Dort war er am 4. Oktober 2016 aber wegen Erfolglosigkeit entlassen worden. Davor coachte er zwei Jahre die Stuttgarter Kickers.

In Münster ist Steffen im großen Stil gescheitert, die aktuelle Preußen-Elf trägt aber immer noch seinen Stempel – und spielte zuletzt deutlich stabiler als noch zu Zeiten ihres Erbauers. Michele Rizzi und Tobias Rühle beispielsweise waren Wunsch-Transfers von Horst Steffen – und sind mittlerweile in und mit Münster gereift. Jeroen Al Hazaimeh – unter Steffen von Lotte zu den Preußen transferiert – hat eine bärenstarke Rückserie hingelegt, Torjäger Andriano Grimaldi erwies sich ebenfalls als Spätblüher und traf unter Benno Möhlmann deutlich besser als unter Vorgänger Steffen. Der 48-Jährige sah dies nur noch aus der Entfernung, im Stadion an der Hammer Straße war er seit seiner Demission im Oktober nicht mehr – jetzt ist er zurück in Liga drei.

„Ich schätze an ihm seine Erfahrung als Spieler und Trainer. Er ist zwar mit 48 Jahren im mittleren Alter, vermittelt in seinem Kopf aber jugendliche Ideen“, sagte Ziffert.

Er und der 207-malige Bundesliga-Profi Steffen stehen bei den finanziell angeschlagenen Sachsen vor einer schwierigen Aufgabe. Denn weil erst am vergangenen Freitag der positive Lizenzbescheid einging, hingen die Spieler in der Luft - eine wettbewerbstaugliche Mannschaft ist derzeit noch Fehlanzeige. Mit Tim Danneberg, Philip Türpitz, Berkay Dabanli, Dennis Mast, Fabian Stenzel, Stefano Cincotta, Pierre Kleinheider, Björn Jopek und wohl auch Anton Fink verlassen neun mehr oder weniger bewährte Stammkräfte den Club. Auch Kapitän Kevin Conrad steht wohl vor dem Absprung. Verpflichtet wurde bisher nur der Babelsberger Innenverteidiger Laurin von Piechowski. Zudem kommt der nach Meuselwitz ausgeliehene Alexander Dartsch zurück.

Die Kaderzusammenstellung hat nun oberste Priorität. Denn bereits am kommenden Montag ist Trainingsauftakt. „Wir wollen eine hungrige Mannschaft aufbauen, wo bei die Spieler, die geblieben sind, das Gerüst bilden. Ich werde mich mit Horst Steffen ständig über die Kaderzusammensetzung abstimmen“, sagte Ziffert. Für ihn steht das Grundgerüst der Mannschaft mit erfahrenen Spielern wie Daniel Frahn, Julius Reinhardt, Marc Endres, Kevin Kunz oder Dennis Grote.

Über seine sportlichen Ziele wollte sich der neue Trainer noch nicht äußern. „Es wäre vermessen, jetzt darüber zu sprechen. Wir müssen erstmal den Kader zusammenstellen, der dann im Rahmen der Vorbereitung zusammen wachsen muss“, sagte Steffen. Seine Spielphilosophie verriet er aber: „Ich möchte am liebsten offensiv nach vorne spielen und den Zuschauern etwas bieten. Aber es ist mir auch klar, dass nur der Erfolg zählt.“

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