Di., 12.09.2017

Fußball: 3. Liga Preußen-Pechvogel Schwarz arbeitet in München am Comeback

Ein typischer Benjamin Schwarz: Preußens Routinier (r.) schont sich in der Regel nie.

Ein typischer Benjamin Schwarz: Preußens Routinier (r.) schont sich in der Regel nie. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Ob es am Ende wirklich noch mal für ein Comeback reicht, weiß Benjamin Schwarz selbst nicht. Doch der Routinier des SC Preußen hofft weiter auf die Rückkehr. In München, seiner Heimat, arbeitet er hart für den Traum, auch wenn er die laufende Saison nach der x-ten Knie-OP abgehakt hat.

Von Thomas Rellmann

Zumindest ein Gutes hat die Zwangspause für Benjamin Schwarz. Der Langzeitverletzte des SC Preußen hatte in den vergangenen Wochen in seiner Münchner Heimat die Möglichkeit, sich Spiele seiner beiden Ex-Clubs TSV 1860 und SpVgg Unterhaching anzusehen. „Klar, ich war bei den Löwen an der Grünwalder Straße und auch im Sportpark“, erzählt der Mittelfeldspieler, der sich vor zwei Monaten in Lüdenscheid bei Dr. Volker Stoll, dem Vater seines SCP-Mitspielers Lennart, einer komplizierten Knie-OP unterzog und in dieser Saison wohl nicht mehr auflaufen kann. Die Reha mit fünf wöchentlichen Einheiten bestreitet er nun in der bayrischen Landeshauptstadt in der Praxis „Fit im Tal“.

Ob Profifußball mit seiner Vorgeschichte und etlichen Eingriffen am lädierten Gelenk noch mal möglich ist, steht weiter in den Sternen. Doch der bisherige Heilungsverlauf lässt ihm zumindest die Hoffnung darauf. „Es fühlt sich ganz ordentlich an, nach zwei Wochen konnte ich die Krücken schon weglegen. Aber die Belastung war ja noch nicht wirklich hoch. Für eine Prognose ist es noch viel zu früh“, sagt der 31-Jährige. Seine Kniescheibe verlief zuletzt direkt über dem Knochen und rief immer wieder schmerzhafte Entzündungen hervor. Durch die Operation soll sich in diesem Punkt Besserung einstellen. Sechs bis acht Monate Auszeit sind dennoch fest veranschlagt. „Vielleicht geht es etwas schneller, vielleicht reicht es aber auch gar nicht mehr für ein Comeback“, so Schwarz. Im November können die Ärzte und Therapeuten dann schon eher abschätzen, in welche Richtung es geht.

„Das Vorhaben, noch ein oder zwei Jahre zu spielen, steht“, sagt der Linksfuß. Die Preußen würden sich gerade aktuell, wie Trainer Benno Möhlmann jüngst betonte, einen Spielertypen wie ihn wünschen. Sein Vertrag läuft noch bis 2018. Die Zusage ist da, im Falle einer positiven Entwicklung mit ihm weiterzumachen. Doch auch die andere Richtung ist nach wie vor nicht ausgeschlossen. Schwarz hat durchaus Pläne für die Zeit nach der Karriere und treibt diese in der jetzigen Phase voran. Spruchreif sei aber noch nichts.

Als der Allrounder im August zum Heimspiel gegen Magdeburg in Münster vorbeischaute, wirkten seine Bewegungen vergleichsweise flüssig. „Ein bisschen hinke ich ja schon immer“, lacht er. „Aber es stimmt, im Alltag funktioniert es ganz gut.“

Natürlich beobachtet er das Treiben der Kollegen sonst auch aus der Ferne genau. „Anfangs haben wir die Punkte geholt, aber etwas Glück braucht man auch. Es fehlten zuletzt die Zielstrebigkeit und die klaren Chancen“, sagt Schwarz. „Grund zur Panik besteht aber noch nicht.“ Nur mithelfen bei der Trendwende kann er – anders als noch im Vorjahr – diesmal nicht.

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