Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Gladbach lockt – Preußen-Talent Steinkötter lehnt Vertragsangebot ab

Münster -

Liebend gern hätte der SC Preußen sein Top-Talent aus der eigenen U 19 gehalten. Doch Justin Steinkötter hat Münsters Angebot nun abgelehnt. Nun steht der 18-jährige Torjäger vor einem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach, vielleicht sogar schon im Winter.

Montag, 04.12.2017, 14:12 Uhr

Sind Justin Steinkötter (l.) und der Gladbacher Louis Beyer ab der Rückrunde Teamkollegen? Zumindest möchte der Preußen-Stürmer den Club im Winter verlassen.
Sind Justin Steinkötter (l.) und der Gladbacher Louis Beyer ab der Rückrunde Teamkollegen? Zumindest möchte der Preußen-Stürmer den Club im Winter verlassen. Foto: fotoideen.com

Ein Verbleib von Justin Steinkötter beim SC Preußen über die Saison hinaus ist vom Tisch. Alle Mühen des Clubs sind damit gescheitert. Sogar ein Weggang schon im Winter steht zur Debatte. Der 18-Jährige, der in der A-Jugend-Bundesliga in 13 Partien 14 Tore erzielte und schon zwei Mal bei den Profis Drittliga-Luft schnupperte, denkt offenbar an einen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach .

Sein Berater Klaus-Dieter Lemke möchte den Deal zwar noch nicht bestätigen. Die vom Verein angestrebte Vertragsverlängerung jedoch schließt er aus. „Justin hat sich entschieden, alles andere müssen die Clubs regeln.“ Da der Angreifer nur bis zum Ende der Spielzeit gebunden ist, geht es folglich um einen baldigen Transfer. Sechs Erstligisten, so Lemke, fragten in den vergangenen Wochen an, sogar der FC Bayern München. Dass die Wahl auf die Fohlen fiel, liegt wohl auch an der Perspektive für die kommenden zwei Jahre, denn die U 23 spielt in der Regionalliga, was für genügend Spielpraxis auf hohem Niveau spricht.

Justin Steinkötter: Nachwuchstalent aus der SCP-Jugendabteilung

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  • Der 18-Jährige war auch schon in der 3. Liga am Ball.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bei den Profis sammelte er Praxis in Unterhaching und gegen Fortuna Köln.

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  • 14 Mal traf Steinkötter in der A-Jugend-Bundesliga.

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  • Stark ist der Stürmer vor allem in der Ballmitnahme und im Abschluss.

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  • Körperlich muss das Talent aus Ennigerloh aber noch zulegen.

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  • Eine Wachablösung im Preuße-Sturm (hier mit Adriano Grimaldi) wird es nun nicht mehr geben.

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Der Spieler-Agent sieht diesen Fakt beim SCP nicht gegeben. Die Zugehörigkeit der ersten Mannschaft sei noch unklar, die Reserve spiele allenfalls in der Oberliga. „Auch wenn Wertschätzung sich in diesem Geschäft auch monetär zeigt, haben finanzielle Dinge nur am Rande eine Rolle gespielt“, so Lemke. „Ich habe auch nicht den Eindruck, dass bei Preußen in der jetzigen Phase auf die Jugend gesetzt wird. Und Westfalenliga – das wären drei Schritte zurück.“ Weil Steinkötter noch in diesem Jahr seinen Schulabschluss machen möchte, kommt ein Wechsel des Bundeslandes nicht in Frage.

All diese Einschränkungen deuten auf die Borussia vom Niederrhein hin. Deren ältester Nachwuchs hat als Vorletzter der West-Bundesliga tatsächlich dringenden Bedarf angemeldet und will in der Saisonpause aufrüsten, um das zwei Zähler entfernte rettende Ufer zu erreichen. Die bisherige Serie war eine glatte Enttäuschung.

Metzelder hält sich bedeckt

Ein Verlust des Torjägers ist für Münster sicher auch keine erfreuliche Entwicklung. Allerdings ließe sich – anders als im Sommer 2018 – nun sogar noch eine Ablöse einstreichen. Die in dieser Saison ohnehin funktionierende A-Jugend hat im Kampf um den Klassenerhalt bereits ein komfortables Polster. Ob und wann Übereinkunft mit den Gladbachern erzielt wird, ist noch offen. Nur so viel: Am Sonntag treffen Borussen und Preußen im ersten Rückrundenspiel aufeinander. Und damit passenderweise, noch bevor der Gastgeber seinen Kader aufwerten kann.

Beim SCP gibt sich Sportdirektor Malte Metzelder aktuell noch äußerst bedeckt. „Natürlich trifft uns das hart, wenn der Spieler uns verlässt“, sagt er. „Wir wollten mit ihm langfristig zusammenarbeiten.“ Alles weitere ist noch ungeklärt. Und vermutlich Verhandlungssache.

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