Fußball: Westfalenliga
1:1 gegen Delbrück: Preußen II verstolpert den Neustart

Münster -

Das hatte sich der SC Preußen Münster II ganz sicher anders vorgestellt. Nur einen Punkt gab es für den Westfalenligisten, der sich vom Delbrücker SC 1:1 trennte – und damit im Aufstiegsrennen zwei weitere Punkte auf die Spitze einbüßte.

Sonntag, 25.02.2018, 18:02 Uhr

Mit einem Punkt mussten sich Dominik Voß (M.) und Tobias Warschewski (r.) zufrieden geben. Gegen den Delbrücker SC um den Torschützen Sebastian Walter langte es für den SCP II nur zu einem 1:1.
Mit einem Punkt mussten sich Dominik Voß (M.) und Tobias Warschewski (r.) zufrieden geben. Gegen den Delbrücker SC um den Torschützen Sebastian Walter langte es für den SCP II nur zu einem 1:1. Foto: Peter Leßmann

In der Not beorderte Trainer Sören Weinfurtner seinen starken Abwehrspieler Jannik Borgmann gegen Partie-Ende in den Sturm. Und der auch spielerische fähige Hüne verhinderte mit seinem Tor zum 1:1 (0:1) gegen den Delbrücker SC die erste Heimniederlage des SC Preußen Münster II in der Westfalenliga.

78 Tage nach dem letzten Punktekick retteten sich die Münsteraner in der 87. Minute halbwegs akzeptabel ins Ziel – das verloren sie ob eigener Unzulänglichkeiten und selten erlebter Unzufriedenheiten auf dem Platz lange aus den Augen. Nein, das war kein Start nach Maß, und Weinfurtner ist nach dieser Präsentation sicher, intern mal deutlich eingreifen zu müssen. „Wenn es keine Einheit auf dem Platz gibt, wird man eben Fünfter“, grantelte er mit den oft Hadernden und hatte null Verständnis dafür, dass „manche hier wenig selbstkritisch sind. Sie sollten einfach mal kommentarlos die Hilfestellungen annehmen, die wir geben.“

Der Zweite trat ohne die grippekrank außer Gefecht gesetzten Stephan Tantow und Luca Steinfeldt an, die von Marko Dedovic und Tobias Warschewski vertreten wurden. Der stürmende Profi, Samstag noch ins Drittligaspiel eingewechselt, hatte nach 13 Minuten, bedient von Fabian Kerelaj, das 1:0 auf dem Fuß, schoss aber Keeper Kevin Hund an. Dann wechselte Warschewski die Schuhe und bekam einen Tritt auf die neuen – zur Pause musste er angeschlagen raus.

Preußens bemerkenswerte Dominanz gegen einen rein defensiv orientierten DSC blieb ohne Durchschlag und Qualität im letzten Drittel. Der ersatzgeschwächte Gast, dem die Stammspieler Patryk Plucinski, Lukas Cramer und Kapitän Marvin Frenz fehlen, legte nach einem Aufbaufehler des SCP durch Mittelfeldspieler Sebastian Walter per Konter sogar vor (24.). Zwei frische Leute und eine andere Grundordnung mit der Viererkette hintendran sollten Preußens Strukturen ändern. Aber im Problemlösen gegen den dauerhaft widerspenstigen Gegner, der mit langen Schlägen seine quirligen Stürmer suchte, fanden die Adlerträger kaum einmal wirkungsvoll zum Zusammenspiel. Immerhin gelang ein letzter Schub, als sich die Eingewechselten akklimatisiert hatten. Sören Wald, der nach vorne ging und für positives Theater sorgte, legte für Borgmann auf, der in bester Stürmer-Manier aus der Drehung heraus traf. „Wir haben oft nur in den unbrauchbaren Räumen gespielt, aber in der zweiten Halbzeit mehr Punch entwickelt“, fand Weinfurtner noch den Dreh zu einem bestenfalls halbwegs versöhnlichen Fazit.

SCP II: Dedovic – Mause, Burchardt, Borgmann – Voß (68. Wald), Budak, Kerelaj, Sammerl (46. Zwick) – Born, Warschewski (46. Schmitz), Kara

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