Fußball: 3. Liga
Akonos Führungstor reicht nicht - Halle gewinnt verdient gegen Preußen Münster

Münster -

Cyrill Akono schoss sein erstes Tor in der 3. Liga, doch die 1:0-Führung für Preußen Münster genügte nicht zu einem Erfolgserlebnis. Das Team von Trainer Marco Antwerpen unterlag dem Halleschen FC mit 1:2 (1:1) vor 5786 Zuschauern im vorletzten Heimspiel der Saison.

Sonntag, 22.04.2018, 17:04 Uhr

Fußball: 3. Liga: Akonos Führungstor reicht nicht - Halle gewinnt verdient gegen Preußen Münster
Im verbalen Duell: SCP-Stürmer Adriano Grimaldi (r.) mit einem Gegenspieler, Schiedsrichter Benjamin Bläser (M.) greift ein... Foto: Jürgen Peperhowe

Das war sie, die erste Heimniederlage für Preußen Münster unter der Regie von Trainer Marco Antwerpen. Der Fußball-Drittligist unterlag mit 1:2 (1:1) vor nur 5786 Zuschauern dem Halleschen FC. Es spiegelte die Kräfteverhältnisse an diesem Sonntag wider. Münster ging glücklich durch Cyrill Akono (35.) in Führung. Halles prompte Antwort war der Ausgleich durch den Ex-Preußen Erik Zenga. Nach 77 Minuten traf Mathias Fetsch zum 2:1 für die Gäste.

Die erste halbe Stunde spielte wirklich nur eine Mannschaft: Halle. Zum Glück hatte der SCP zum einen Torwart Max Schulze Niehues zwischen den Pfosten, der gegen Tobias Müller (5.) und Manu (11.) und Toni Lindenhahn (17.) klärte. Zum anderen war es noch Lion Schweers (11.), der einen Schuss von Klaus Gjasula vor der Linie für den geschlagenen Schulze Niehues fast schon heldenhaft klärte. Dass Halle zwei weitere Hochkaräter unter anderem durch Lindenhahn (17.) leichtfertig liegenließ, sei ebenfalls erwähnt.

Viel Arbeit für SCP-Abwehr

Münster fand nicht ins Spiel, besser gesagt war überrascht vom intensiven Gegenpressing der Gäste. Sandrino Braun in der Mittelfeldzentrale war hoffnungslos überfordert, weil Martin Kobylanski zu wenig für die Verteidigung tat. In der Dreier-Abwehrkette musste zudem ein Brand nach dem anderen gelöscht werden, Simon Scherders Rettungsgrätsche gegen Manu war sensationell gut.

35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC

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  • Vor Beginn der Partie wurde mit einem Kiepenkerl am Mittelkreis wegen des Amoklaufs am Kiepenkerldenkmal eine Gedenkminute eingelegt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der SCP wollte seine gute Serie mit einem Sieg...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...im Heimspiel gegen den Halleschen FC ausbauen.

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  • Die Preußen gingen engagiert zur sache - wie hier SCP-Stürmer Adriano Grimaldi (M.).

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  • In dieser Szene muss SCP-Keeper Maximilian Schulze Niehues vor dem Hallenser Mathias Fetsch klären.

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  • SCP-Coach Marco Antwerpen ruft an der Seitenlinie seinem Team Anweisungen zu.

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  • Im Zweikampf: Tobias Rühle gegen den Ex-Preußen Erik Zenga (l.)

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  • Münsters Nachwuchsstürmer Cyrill Akono konnte in der 35. Spielminute über den Führungstreffer der Preußen jubeln.

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  • Die Teamkollegen freuten sich mit Cyrill Akono über dessen Treffer.

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  • Das Tor von Cyrill Akono sollte jedoch nicht zum Sieg reichen...

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  • ...der Gast aus Halle hielt dagegen - und erzielte zwei Tore, die zum 2:1-Auswärtssieg reichten.

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  • Es folgen weitere Impressionen vom Spiel....

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  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag der 3. Liga: Preußen Münster - Hallescher FC Foto: Jürgen Peperhowe

Als Halle nach einer halben Stunde erstmals Luft holte, kamen die Preußen besser ins Spiel. Ein Freistoß von Adriano Grimaldi (32.) war eine erste gute Chance. Dann gewann Grimaldi in einem Dreikampf den Ball, dabei soll Braun mit der Hand mitgeholfen haben, Halles Gjasula lief hinter der Musik deshalb her - den Pass von Grimaldi verwertete Cyrill Akono zur schmeichelhaften Führung. Letztgenannter hatte mit starken Trainingsleistungen in der Woche den Platz in der Startelf ergattert.

Doch der Rückstand schockte Halle wenig. Die Gäste dominierten weiter die Partie, setzten den SCP in allen Bereich des Platzes unter Druck. Mit Erfolg. Nach Ballgewinn von Niklas Landgraf ging es flott nach vorne, am Ende der Kette war der bärenstarke Ex-Preuße Erik Zenga zur Stelle und traf zum 1:1. Das war verdient, Zenga verzichtete an alter Wirkungsstätte auf den Jubel.

Einzelkritik: Preußen Münster - Hallescher FC

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  • Max Schulze Niehues - Note: 2,5:

    Sehr aufmerksam, stark im Eins-gegen-eins und auch bei hohen Bällen. Verhinderte mehrfach weitere Gegentore, profitierte aber auch vom fehlenden Zielwasser der Hallenser. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lion Schweers - Note: 3:

    Hammer-Rettungstat gegen Klaus Gjasula in der Anfangsphase. Gut in den Zweikämpfen, beim Ausgleich aber auch mit im Boot. Leistete sich ein paar Ballverluste, machte aber einiges wieder wett mit cleveren Tacklings. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ole Kittner - Note: 3,5:

    Unauffällig zwischen seinen beiden jüngeren Kollegen. Manchmal etwas zu leichtsinnig, wenn er den Spielaufbau mit anpackte. Verbessert nach der heiklen ersten Viertelstunde. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Simon Scherder - Note: 3:

    Mehrere hervorragende Grätschen, die nicht nur fürs Auge waren. Hatte allerdings auch ständig mit Gefahrenherd Braydon Manu zu kämpfen, der einige Male davon sprintete. 

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  • Philipp Hoffmann - Note: 3,5:

    Ungewohnte Position im rechten Mittelfeld (oder als verkappter Rechtsverteidiger). Die defensive Stabilität eines Fabian Menig kann er natürlich nicht eins-zu-eins aufweisen. Seine Flanken waren ausbaufähig - aber wieder eine glänzende Laufleistung. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Martin Kobylanski - Note: 4,5:

    Seine Standards waren schon mal gefährlicher. Einzelne gute Zuspiele, aber kam nicht richtig in die Zweikämpfe. Nach 55 Minuten rückte er eine Position vor und tauchte noch mehr ab. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sandrino Braun - Note: 4:

    Nicht sein bester Tag. Der sonst so konstante Mittelfeldmann warf sich zwar in viele Zweikämpfe, verlor aber auch mehrfach unnötig den Ball. Seine Fehlpassquote war in der Rückserie deutlich geringer. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz - Note: 4:

    Auf der linken Außenbahn diesmal sehr zurückhaltend. Der Routinier verzichtete weitgehend auf ein Eingreifen in die Offensive. Hinten musste auch er Manu öfter ziehen lassen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Rühle - Note: 4,5:

    Wenig gelang dem Angreifer, sieht man mal von den obligatorischen Freistößen, die er herausholt, ab. Wenn er am Ball war, traf der 27-Jährige zu oft die falsche Entscheidung oder bremste das Tempospiel ab. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Adriano Grimaldi - Note: 3,5:

    Schwerer Stand, weil seine Kollegen kaum brauchbare Angriffe initiierten. Allerdings verlor der Kapitän auch viele Bälle gegen die drei starken HFC-Verteidiger. Brillant war hingegen sein Zuspiel auf Cyrill Akono vor dem 1:0. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Cyrill Akono - Note: 3:

    Mutig und lauffreudig kämpfte sich der U-19-Spieler in die Partie. Ein besonderer Glücksmoment war sicher sein Tor zum 1:0 - das erste für ihn bei den Profis. Danach wurde es jedoch zusehends ruhiger um ihn. Nach 55 Minuten war Schluss. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nico Rinderknecht - Note: 4:

    Kam rein, um mehr Zweikampfbiss reinzubringen auf der Sechserposition. Das gelang nur bedingt trotz guter Laufwerte. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jeron Al-Hazaimeh - keine Note:

    Löste Benjamin Schwarz nach gut einer Stunde hinten links ab. Viel kam von ihm nicht nach vorne. Vor dem 1:2 verhinderte er die Flanke von Marvin Ajani nicht. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lennart Stoll - keine Note:

    Für Martin Kobylanski im Zentrum eingewechselt. Ein Schuss aus zweiter Reihe, ansonsten keine Szenen. 

    Foto: Jürgen Peperhowe

Gäste aus Halle stets gefährlich

Nach der Pause? Das Spiel ging so weiter, der SCP schwamm, bekam die Gäste nicht in den Griff. Manu (46.) und dann Gjasula (56.) hatten allerbeste Chancen auf die Führung. Der SCP konnte sich bei Torwart Schulze Niehues und seinen Innenverteidigern bedanken, dass es noch 1:1 stand. Die Preußen bekamen einfach keinen Dampf in ihre Aktionen.

Re-Live

Münster erste Chance war eine verunglückte Flanke von Philipp Hoffmann, da waren schon 68 Minuten gespielt. Halle drückte weiter aufs Tempo. Und kam verdient zur Führung. Auf der rechten Seite setzte sich Ajani durch, der erste Abschluss des eingewechselten Martin Röser wehrte Schulze Niehues noch ab. Aber Fetsch (77.) war dann doch zur Stelle und verwertete den Nachschuss zum 2:1. Halle führte verdient, keine Frage. Münster eingewechselter Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh machte dabei keine gute Figur.

Der SCP meldete sich ein wenig zurück, als Braun einen Freistoß auf den Kopf von Simon Scherder (79.) zirkelte. Halles Schlussmann Tom Müller lenkte den Ball dabei an die Latte. Die Gäste im Glück. Dann kam Lennart Stoll (82.) zum Schuss. Aber das war zu wenig, eine nur kleine Schlussoffensive. Die Niederlage konnte nicht mehr abgewendet werden. Am nächsten Sonntag geht es nun am drittletzten Spieltag zum designierten Absteiger Chemnitzer FC.

Mannschaftsaufstellungen & Statistiken

Münster: Schulze-Niehues - Schweers, Kittner, Scherder - Hoffmann, Braun, Kobylanski (74. Stoll), Schwarz (61. Al-Hazaimeh) - Rühle, Grimaldi, Akono (54. Rinderknecht). - Trainer: Antwerpen.

Ersatzbank: Körber, Tritz, Heinrich.

Halle: Müller - Schilk, Fennell, Müller - Ajani, Gjasula, Zenga, Landgraf (84. Bohl) - Manu (68. Röser), Fetsch, Lindenhahn (90. Kleineheismann). - Trainer: Schmitt.

Ersatzbank: Netolitzky (Tor), Ludwig, Stenzel.

Tore: 1:0 Akono (35., Pass Grimaldi), 1:1 Zenga (41., Pass Landgraf), 1:2 Fetsch (77.)

Zuschauer: 5786

Schiedsrichter: Bläser (Arnoldsweiher)

Gelbe Karten: Grimaldi / Tom Müller, Gjasula, Zenga, Lindenhahn.

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