Fußball: 3. Liga
Preußen schnappen Lotte Rodrigues Pires weg

Münster -

Neuzugang Nummer vier ist unter Dach und Fach. Von den SF Lotte wechselt Kevin Rodrigues Pires zum SC Preußen. Der zentrale Mittelfeldspieler erhält einen Vertrag über zwei Jahre. Er bringt die Erfahrung aus 40 Drittliga-Spielen (fünf Tore) mit.

Mittwoch, 23.05.2018, 16:40 Uhr

Kevin Rodrigues Pires (v.) soll die Preußen im zentralen Mittelfeld auf ein neues Level heben.
Kevin Rodrigues Pires (v.) soll die Preußen im zentralen Mittelfeld auf ein neues Level heben. Foto: dpa

Der Blick in die direkte Nachbarschaft hat mal wieder geholfen. Auf der Suche nach einem Mann für das zentrale Mittelfeld ist der SC Preußen bei den Sportfreunden Lotte fündig geworden. Kevin Rodrigues Pires wechselt ablösefrei für zwei Jahre vom Autobahnkreuz an die Hammer Straße und soll an der Seite von oder in Konkurrenz zu Sandrino Braun, Michele Rizzi und irgendwann auch wieder Danilo Wiebe (pausiert derzeit mit einem Kreuzbandriss) treten.

Der 26-Jährige kann sowohl Sechser als auch Achter oder notfalls sogar Zehner spielen. Sein Name schreibt sich übrigens genau in dieser Reihenfolge und auch ohne Bindestrich, wie er selbst versichert. Selbst auf dem Trikot bei seinem Ex-Club und auch überall im Netz wurde das bisher vertauscht.

Kurzes Intermezzo im Süden

2014 wechselte er vom Regionalligisten RW Essen zu den damals ebenfalls noch in dieser Klasse aktiven Sportfreunden. Im zweiten Halbjahr 2015 absolvierte der 1,70 Meter große Deutsch-Portugiese beim TSV Steinbach (Staffel Südwest) ein kurzes Intermezzo, ehe er umgehend zurückkehrte. Ausgebildet wurde der Profi bei Fortuna Köln, Bayer Leverkusen, dem 1. FC Köln, Alemannia Aachen und dem FC Schalke 04. In der zweiten Mannschaft der Königsblauen unternahm Rodrigues Pires, der drei Mal in Jugend-Nationalmannschaften seines Heimatlandes auflief, auch seine ersten Schritte im Seniorenfußball.

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SCP-Sport-Geschäftsführer Malte Metzelder (r.) mit Neuzugang Kevin Rodrigues Pires Foto: SC Preußen Münster

In der abgelaufenen Saison verpasste er nahezu die gesamte Hinrunde wegen eines Innenbandrisses, danach kam er in 19 Partien (zwei Tore) auf einen Schnitt von 3,56 im „Kicker“. Dabei sah er bemerkenswerte neun Gelbe Karten.

Nun lief sein Vertrag aus, weshalb Münster zugreifen konnte. Schon 2015 hatte der Linksfuß auf den Sprung in eine höhere Klasse gehofft, die Verhandlungen waren aber gescheitert – also ging er als Notlösung nach Steinbach. Die sind die Preußen nun sicher nicht.

"Kategorie Straßenfußballer"

„Kevin gehört in die Kategorie Straßenfußballer“, sagt Sport-Geschäftsführer Malte Metzelder. „Er ist jemand, der auch auf engstem Raum fußballerische Lösungen findet und weiß, wie er seinen Körper einsetzen muss. Ich bin mir sicher, dass er unserem Spiel guttun wird.“ Und Rodrigues Pires selbst? „Preußen ist ein geiler Verein mit viel Tradition“, sagt er. „Wer will nicht vor so vielen Zuschauern auflaufen?“

Der Neuzugang kann auf insgesamt 44 Drittliga- und 163 Regionalliga-Spiele zurückblicken.

Die Preußen-Saison 2017/18 in Bildern

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