Fr., 10.01.2014

Sieg im Testspiel gegen Heracles Almelo Aufschlussreiche Experimente: SCP im 4-4-2-System zum Erfolg

Benahavis - 

Die Woche, in die der SC Preußen Münster so viel Hoffnung setzt, dieses einwöchige Trainingslager im spanischen Estepona, hat das Bergfest bereits erlebt. Gefeiert wird in solchen Fällen nicht, es ist vielmehr eine schweißtreibende Angelegenheit, in die nur durch die Testspiele Abwechslung gebracht wird.

Von Alexander Heflik

Ansonsten sind die Tage gleich: Schlafen, Frühstück, Training, Mittagessen, Mittagsruhe, Training, Abendessen, Gespräche mit dem Coach, um 22.30 Uhr hat jeder im Zimmer zu sein, Bettruhe. Wie langweilig.

Nun gewann der Fußball-Drittligist aus Münster nach dem 1:0 über Ado Den Haag auch am Donnerstag Begegnung Nummer zwei gegen einen niederländischen Erstligisten. Das 3:1 (0:0) über Heracles Almelo im pitoresken Stadion von Benahavis durfte durchaus als Bestätigung für intensiven Trainingsfron interpretiert werden. „ Almelo hat sehr stark begonnen, wir brauchten schon 15 bis 20 Minuten Anlauf“, blickt SCP-Coach Ralf Loose zurück, jeder einsatzbereite Preußenspieler durfte eine Halbzeit ran.

Münster gegen Almelo, da war richtig Zug im Spiel. Vor allem in der ersten Viertelstunde war der SCP wohl überrascht von der Aggressivität der Niederländer. Mit fortlaufender Spielzeit hatte der SCP aber die besseren Chancen durch Gaetano Manno (17.), der mit einem Heber scheiterte, oder Rogier Krohne (27.) und einen Kopfball von Simon Scherder (44.). „Die haben praktisch ohne Stürmer gespielt“, meinte Benjamin Siegert später, weshalb der SCP im Mittelfeld unter Druck geriet, im Strafraum aber nichts anbrannte.

Nach der Pause experimentierte Coach Loose mit einem 4-4-2-System, also zwei Stürmern auf gleicher Höhe. Und Torjäger Matthew Taylor profitierte davon beim Debüt von Soufian Ben­yamina, der leihweise das Trikot mit der Nummer 5 von Patrick Kirsch trug. „Das war gut von uns, und vorne hat das auch gepasst“, meinte der Amerikaner, der nach Vorarbeit von Stefan Kühne nach 57 Minuten zum 1:0 traf. „Er ist halt ein eiskalter Stürmer“, freute sich Ralf Loose.

Wenig später schlenzte Dominik Schmidt (59.) einen Freistoß von der Strafraumgrenze ins Tor. „Geplant war das nicht. Aber Amaury Bischoff war nicht auf dem Platz, da habe ich das einfach mal gemacht“, klärte Schmidt nach dem 2:0 auf. Almelo verkürzte auf vergleichbare Art und Weise durch Jeroen Veldmate (79.) auf 1:2, ehe postwendend Taylor seinen Instinkt für Tore auskramte und nach einem von Benyamina gewonnenem Kopfballduell die „halbe Chance“ zum 3:1 vollendete.

Münster, 1. Halbzeit: Masuch – Riedel, Scherder, Pischorn, Hergesell – Truckenbrod, Bischoff – Siegert, Kara, Manno – Krohne. – 2. Halbzeit: Schulze Niehues – Schöneberg, Schmidt, Halet, Neupert – Röhe, Kühne, Grashoff, Holt – Taylor, Ben­yamina. – Tore: 1:0 Taylor (57., Vorarbeit Kühne), 2:0 Schmidt (59.), 2:1 Veldmate (79.), 3:1 Taylor (80., Vorarbeit Benyamina).

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