Fr., 17.11.2017

Handball: Verbandsliga 2 „Der beste ASV seit Langem“

Gewohntes Bild: Das Team um Kapitän Alex Nolte (l.) bedankt sich für die Sieges-Ovationen.

Gewohntes Bild: Das Team um Kapitän Alex Nolte (l.) bedankt sich für die Sieges-Ovationen. Foto: Foto: flo

Senden - 

Die erste Mannschaft des ASV Senden ist von nichts und niemandem zu stoppen, wie es scheint. Auch Jochen Jungblut ist voll des Lobes. Dafür treibt den Abteilungsleiter etwas anderes um.

Die erste Mannschaft hat einen überragenden Lauf – zuletzt sechs Siege in Serie –, auch bei der zweiten stimmen inzwischen die Ergebnisse. Und die Nachwuchs-Teams spielen eh wie gehabt in den höchsten Ligen. Jochen Jungblut, Abteilungsleiter Handball beim ASV Senden, hat also kaum Grund zur Klage. Gäbe es da nicht die Sorge um den Gesamtverein (WN, 11. November). Unserem Redaktionsmitglied Florian Levenig stand Jungblut Rede und Antwort.

Was ist denn bitte mit dem Verbandsliga-Team los?

Jungblut: Unglaublich, oder?! Die Partie in Siegen zählt zum Besten, was ich seit Langem von einer ASV-Mannschaft gesehen habe.

Wie kommt’s?

Jungblut: Ein Grund ist sicher, dass Alex Nolte, der in der Vergangenheit immer mal wieder verletzt oder angeschlagen war, richtig fit ist. Ähnliches gilt für Hendrik Kuhlmann. Aber auch die Jüngeren wie Jan-Niklas van de Pol, Max Starke oder Jens Micke machen uns Freude.

Der Angriff scheint durchschlagskräftiger als in der Vorsaison.

Jungblut: Nicht nur das, wir sind auch flexibler vorne. Und damit unberechenbarer. Gerade daran hat Slawomir (Cabon, ASV-Coach – d. Red.) im Sommer intensiv gearbeitet. Er ist im Vorjahr, als Diethard von Boenigk uns verlassen hat, in sehr große Fußstapfen getreten, hat aber längst seinen eigenen Weg gefunden – und kommt richtig gut an im Team.

Klingt so, als müsse der Coach den Vertrag für die neue Spielzeit nur noch unterzeichnen.

Jungblut: Schön wär’s (lacht). Nein, im Ernst: Der Verein würde sehr gern mit ihm verlängern. Gleiches gilt im Übrigen für den Trainer der zweiten Mannschaft, Alexander Seitz.

Der die Reserve mittelfristig in die Bezirksliga zurückführen soll.

Jungblut: Richtig. In dieser Saison scheinen Sparta und Adler Münster zu stark. Aber der direkte Wiederaufstieg war ja nie das Ziel. Alexander hatte zu Saisonbeginn 14, 15 größtenteils neue Leute. Aus denen musste er erst eine Einheit bilden. Das braucht seine Zeit, ist doch klar.

Wie bewerten Sie das bisherige Abschneiden der A- und B-Junioren?

Jungblut: Wichtiger als der Tabellenplatz ist, dass sich die A-Jugend in der Oberliga und die B-Jugend in der Verbandsliga mit den stärksten Teams aus der Region messen. Das klappt mal besser, mal schlechter – wie zuletzt bei der unnötigen Niederlage der U 19 gegen Hamm. Trotzdem ist auch die eine wichtige Säule im ASV-Konzept. Max Schlögl hat bereits in der Ersten gespielt, Benedikt Otte ist ebenfalls ein Kandidat für Slawomirs Truppe.

Der Gesamtverein sucht derweil händeringend nach einem Vorsitzenden. Wie ernst ist die Lage?

Jungblut: Sehr ernst. Die Zeit wird knapp. Dass das Gericht einen Verwalter bestellt, kann niemand ernsthaft wollen. Zumal die Mitgliederbeiträge dann explodieren würden. Von einer Abwicklung des Vereins ganz zu schweigen. Ich kann aber versprechen, dass es in Senden weiter hochklassigen Handballsport geben wird – so oder so.

Senden empfängt Tabellenelften Halingen

„Selbstverständlich ist gar nichts in dieser Liga“, antwortet ASV-Trainer Slawomir Cabon auf die Frage nach der Sendener Favoritenrolle in der Partie gegen den Tabellenelften TV Westfalia Halingen (Sonntag, 18 Uhr). „Aber wir haben ein Heimspiel und müssen versuchen, unsere Leistung in Siegen zu bestätigen. Sonst war der Sieg nichts wert.“ Cabon warnt vor den Halingern („Die Jungs haben Bommern geschlagen“) und vor allem vor dem torgefährlichen Rückraumspieler Dennis Bichmann: „Auf den müssen wir besonders achten.“ Bei den Gastgebern selbst fehlt am Sonntag nur der weiter verletzte Hendrik Hüging, der in dies Jochen Jungblut Foto: flo em Jahr wohl nicht mehr zum Einsatz kommt. chrb

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