Fußball: Kampf um den Aufstieg
Das Wochenende der VfL-Jugend

Senden -

Für den Nachwuchs des VfL Senden geht es am Wochenende um die Wurst. Die A- und die B-Jugend kämpfen um den Bezirksliga-Aufstieg – letztere in Mecklenbeck gegen Borussia Münster, die A-Junioren gegen Gastgeber TuS Hiltrup.

Mittwoch, 13.06.2018, 20:00 Uhr

Ihre Torchancen wollen die Sendener A-Junioren am Sonntag besser nutzen als im Hinspiel gegen Hiltrup. Sie müssen auch zumindest einmal treffen, sonst wird es nichts mit dem Aufstieg.
Ihre Torchancen wollen die Sendener A-Junioren am Sonntag besser nutzen als im Hinspiel gegen Hiltrup. Sie müssen auch zumindest einmal treffen, sonst wird es nichts mit dem Aufstieg. Foto: VfL Senden

Für die Nachwuchsfußballer des VfL Senden und ihren Anhänger ist das kommende Wochenende ein ganz besonderes. Dann spielen die A-Junioren (am Sonntag beim TuS Hiltrup) und die B-Junioren (am Samstag in Mecklenbeck gegen Borussia Münster) um den Aufstieg in die Bezirksliga.

Im Gegensatz zur B-Jugend tritt der älteste Sendener Nachwuchs nicht in einem eigens angesetzten Entscheidungsspiel an. Bei der Partie in Hiltrup, das um 11 Uhr angepfiffen wird, handelt es sich um das letzte Spiel der Leistungsliga-Saison. Aber wie der Zufall halt so spielt: VfL und TuS stehen punktgleich auf den Plätzen eins und zwei, wobei die Sendener das klar bessere Torverhältnis haben.

Dann sollte den Gästen ein Remis eigentlich reichen, um den Aufstieg klarzumachen, sollte man denken. Ist aber nicht so. Dann gäbe es bei einem Unentschieden also ein Entscheidungsspiel? Auch das nicht: Bei einem Remis am Sonntag zählt allein der direkte Vergleich. Und der würde dann zugunsten der Hiltruper ausfallen, denn sie haben das Hinspiel in Senden mit 2:0 gewonnen.

Das ist schon ein komischer Modus, den muss man nicht ganz verstehen . . .

Christian Arends, Trainer der A-Junioren

„Das wäre extrem ärgerlich“, sagt VfL-Trainer Christian Arends, der nicht unbedingt der beste Freund dieser Aufstiegsregelung ist: „Das ist schon ein komischer Modus, den muss man nicht ganz verstehen . . .“

Dazu kommt die Erinnerung an den Hinrundensieg der Hiltruper an der Bulderner Straße: „Der TuS hat damals nur auf Konter gesetzt, hat sich teilweise mit zehn Mann hinten reingestellt. Das war schon extrem“, so Arends. Womit er nicht sagen will, dass es sich bei der Konkurrenz aus dem münsterischen Süden um eine Gurkentruppe handle: „Die Hiltruper haben mit Boubacar Diallo, Niklas Mersmann und vor allem Schahab Hajizadah schnelle Spieler in ihren Reihen.“ Der Hiltruper Mersmann ist übrigens ein Cousin von VfL-Spieler Florian Mersmann.

Verstecken vor der fixen TuS-Truppe müsse sich seine eigene Mannschaft auf keinen Fall, so der VfL-Coach: „Starkes Offensivspiel, hohes Tempo, das Kombinationsspiel“ seien die Stärken seiner A-Junioren. „Wir kreieren auch viele Torchancen. Das Problem ist der Abschluss. Wir haben sehr viele Tore liegenlassen.“ Wobei Arends dabei wohl nicht zuletzt an das Hinspiel gegen Hiltrup denkt.

Wir wollen Borussia das Spiel aufzwingen und nicht umgekehrt.

Phillipp Roberg, Trainer der B-Junioren

Personell sieht es bei den Sendenern vor dem Showdown alles andere als gut aus – vor allem in der Defensive. Mit Dominik Gauder (Kreuzbandriss) und Fabian Ermann (Urlaub) stehen die beiden etatmäßigen Außenverteidiger nicht zur Verfügung. Die Innenverteidiger sind fraglich – der eine (Marvin Tjaden) ist angeschlagen, der andere (Jan Kuhlmann) ist erkältet.

Wie die Arends-Truppe haben auch die B-Junioren des VfL gegen den Kontrahenten des kommenden Wochenendes in dieser Saison schon eine Niederlage hinnehmen müssen. In der ersten Kreispokal-Runde musste die Elf von Phillipp Roberg ein 2:3 gegen die DJK Borussia Münster einstecken. Am Samstag sehen sich die beiden Teams wieder – als Meister der Leistungsliga 1 (VfL) und als Primus der Parallelstaffel. Anstoß isst um 15 Uhr auf neutralem Boden – an der Anlage der DJK Wacker Mecklenbeck an der Egelshove.

„Das wird ein enges Spiel“, ist Sendens Trainer Roberg überzeugt. Er kann sich an das Pokal-Aus noch gut erinnern. „Borussia ist eine starke Mannschaft. Sie ist körperlich sehr robust, hat einige große Spieler in ihren Reihen und ist sehr gefährlich in Standardsituationen.“ Dagegen wollen die Sendener ihre eigenen Stärken setzen, nicht zuletzt „unsere mannschaftliche Geschlossenheit“ (Roberg). Und: Wir sind eine sehr offensivstarke Mannschaft. Wir wollen Borussia das Spiel aufzwingen und nicht umgekehrt.“

Sorgenfalten bereitet Roberg die Personallage. Dean Hattenbach (Innenbandverletzung) wird am Samstag wohl nicht auflaufen können. Fraglich sind zudem Jakob Razlaf (Zehprellung) und Finn-Jakob van de Pol (Bänderverletzung). „Wir müssen uns personell strecken“, sagt der Coach. „Es wird wohl der eine oder andere C-Jugendliche zum Einsatz kommen.“

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Der VfL Senden setzt für beide Spiele einen Fanbus ein. Am Samstag fährt der Bus um 14.20 Uhr zur Partie der B-Jugend nach Mecklenbeck und nach Spielschluss zurück. Am Sonntag fährt er um 10.20 Uhr nach Hiltrup und zurück. Abfahrt ist jeweils vom Parkplatz des Sendener Sportparks. Der Transfer kostet 2,50 Euro pro Kopf.

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