Voltigieren: RV Drensteinfurt verabschiedet Dorothee Wiewelhove
Abschied mit einem Lächeln

Drensteinfurt -

Als der Moment gekommen war, vor dem so viele Angst haben, huschte dieses Lächeln über das Gesicht von Dorothee Wiewelhove. Ein letztes Mal hatte sie die Longe gehalten und Paso Doble ins Rund der Reithalle im Drensteinfurter Mersch geschickt. Ein paar Junge Turnerinnen waren gekommen, die unter den Augen ihrer Eltern und Großeltern aufs Pferd stiegen und ihre einstudierten Figuren zeigten. Dann war Schluss.

Donnerstag, 12.07.2018, 15:20 Uhr

Dorothee Wiewelhove (rechts) und ihre Trainingsgruppe nach der letzten gemeinsamen Einheit.
Dorothee Wiewelhove (rechts) und ihre Trainingsgruppe nach der letzten gemeinsamen Einheit. Foto: Ulrich Schaper

40 Jahre lang war Dorothee Wiewelhove das Gesicht der Voltigier-Abteilung des Reitvereins Drensteinfurt. Dabei war sie für den Verein immer mehr als eine Trainerin. Sie war Ansprechpartnerin, Vertrauensperson und kritische Stimme. „Sie hat sich immer für die Belange der Abteilung eingesetzt“, erinnert sich Andreas Kurzhals, Vorsitzender des Reitvereins und denkt an Vorstandssitzungen zurück, in denen „uns als Vertretern der Reitsportsparte die Ohren geflackert haben.“ Er lacht dabei – heute wie damals wusste er, dass es ihr um die Sache geht. Sie ist mit dem Voltigier-Sport groß geworden und hat ihn im Reitverein Drensteinfurt groß gemacht.

54 Sportlerinnen zählt die Sparte derzeit, acht Trainerinnen kümmern sich um die sportliche Entwicklung des Nachwuchses und der Aushängeschilder. Wiewelhove hat ihren Abschied lange und mustergültig vorbereitet. Kordula Wernsmann (53), die als Zwölfjährige selbst bei Wiewelhove Trainerstunden hatte, wird die Abteilungsleitung übernehmen und baut auf ein ganzes Team qualifizierter Übungsleiterinnen und Helfer. „Wir wollen auf dem Niveau weitermachen – auch, wenn Doro große Fußstapfen hinterlässt.“

Voltigieren: Abschied nach 40 Jahren – Drensteinfurterin Dorothee Wiewelhove geht in den Ruhestand

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Stellvertretend für den Kreisreiterverband Westfalen war Bianca Bernzen, zuständige Fachleiterin für den Voltigiersport, gekommen. Sie würdigte Wiewelhove in ihrer Laudatio als Vorbild für alle Ausbilder im Kreis – und darüber hinaus. Sie habe die heute 65-Jährige in vielen Situationen kennen und schätzen gelernt; als Longenführerin, als Trainerin und als Richterin. Dabei sei die Drensteinfurterin immer freundlich, immer gelassen gewesen. Auch in der Organisation von Turnieren habe sie Eindruck hinterlassen. „Wir vom Verband wussten: Wenn in Drensteinfurt ein Turnier stattfindet, dann läuft das“, sagte Bernzen.

Sie überreichte der scheidenden Trainerin zum Abschied die Bronzene Trainermedaille des Pferdesportverbands Westfalen. „Wir sind stolz und unendlich dankbar so jemanden in unserem Verein zu haben“, würdigte Andreas Kurzhals die Lebensleistung Wiewelhoves.

„Ich bin ja nicht aus der Welt“, versprach die sichtlich gerührte, irgendwie aber auch erleichtert wirkende Wiewelhove. Mehr Zeit mit ihrem Enkelkind wolle sie verbringen. Weniger feste Termine. Und einfach mal verreisen können. Bescheidene aber irgendwie nachvollziehbare Wünsche. Und, wenn sie doch zurück in die Halle kehrt? Dann natürlich mit einem Lächeln.

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