Mo., 16.11.2015

Schießen | Luftgewehr-Westfalenliga: VSS Epe verliert beide Heimaufgaben Lena Baumann holt den Ehrenpunkt

Lena Baumann gewann ihren Vergleich gegen Philipp Rogner (SV Deiringsen) mit 392:389 und hatte gegen Elsens Sean Smit (390:392) nur knapp das Nachsehen.

Lena Baumann gewann ihren Vergleich gegen Philipp Rogner (SV Deiringsen) mit 392:389 und hatte gegen Elsens Sean Smit (390:392) nur knapp das Nachsehen. Foto: Stefan Hoof

Gronau-Epe - 

Das war zu befürchten. Trotz ihres Heimvorteils verließen die Vereinigten Sportschützen Epe den Schießstand am Dakelsberg mit leeren Händen. Sowohl gegen SV Deiringsen (1:4) als auch Hubertus Elsen II (0:5) unterlagen die Gastgeber deutlich. VSS Epe droht nach fünfjähriger Zugehörigkeit der Abstieg aus der Westfalenliga.

Von Stefan Hoof

Hatten die Eperaner zum Saisonauftakt Ende Oktober noch zweimal unglücklich mit 2:3 das Nachsehen, zeichneten sich die Niederlagen am Sonntag frühzeitig ab. Allein Lena Baumann , verantwortlich für den Ehrenpunkt gegen Deiringsen , erzielte durchweg hohe Ringzahlen (392; 390) und konnte ihren Gegnern Paroli bieten.

Fotostrecke: VSS Epe verliert beide Heimspiele

Ansonsten erreichte VSS Epe gegen starke Kontrahenten nicht das in dieser dritthöchsten Liga geforderte Niveau. Epes Trainer Dirk Terbahl urteilte mit Blick auf die gegnerischen Aufstellungen: „Das hat Qualität, was hier auf dem Stand steht.“

Hubertus Elsen bewies beim 5:0 gegen die Gastgeber mannschaftliche Stärke und erzielte durchweg Ergebnisse zwischen 394 und 388 Ringen. Epes zweit- und drittbeste Schützin, Katja Sago und Leonie Kühlkamp, brachten es auf 382 Ringe. Für Sina Wellinghorst (377) und Andrea van Schelve (376) sahen die Zahlen schlechter aus.

Ähnlich waren die Ergebnisse der Eper Schützen morgens im ersten Vergleich gegen Deiringsen ausgefallen. Baumann erzielte in vier Durchgängen nacheinander jeweils 98 Ringe und besiegte Philipp Rogner mit 392:389. Katja Sagos 383 Ringe reichten aber schon nicht mehr zum Mannschaftspunkt. Jedoch deutete die 21-Jährige mit zwei 98er-Runden ihr Potenzial an. Eine 92 im zweiten Durchgang verbaute ihr den Weg und ließ ihre in der Bundesliga erprobte Gegnerin Iris Groenenboom in Ruhe diesen Wettkampf beenden.

Die junge Leonie Kühlkamp machte es immerhin spannend und unterlag Oliver Freund nur 380:383. Dass sie sich Stunden später gegen Elsen sogar auf 382 Ringe steigerte, gefiel Trainer Jochen Perrefort: „Sie ist auf einem guten Weg Richtung 390.“ Andrea van Schelve (378) und die als Ersatz eingesprungene Johanna Buntkowski (376) konnten gegen den früheren Nationalkaderschützen Philipp Deimann bzw. gegen Iris Sekulla nichts ausrichten.

„Ich habe es befürchtet, dass es für uns heute nicht zum Sieg reicht“, bekannte Terbahl angesichts der personellen Situation. Erschwerend kam für sein Team hinzu, dass die Gastgeber abermals auf Malin Wigger verzichten mussten. Die 17-Jährige nahm an einem Lehrgang der Jugendnationalmannschaft in München teil. Anders als bei den knappen Niederlagen am ersten Doppelspieltag, als Wigger aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stand, hätte es am Sonntag vermutlich auch mit der Eper Topschützin nicht zum Sieg gereicht.

„Bedingt durch Beruf und Ausbildung ist unsere Mannschaft zurzeit im Wandel. Das jemand nach einigen Jahren mal andere Prioritäten setzt, ist doch normal“, so der Coach. Schon letztes Jahr zog es Tatjana Spieß nach München, in dieser Saison verzichtet Natalie Elpers auf Einsätze.

Aber trotz der prekären Situation sieht Dirk Terbahl noch Chancen, den Abstieg in die Verbandsliga zu verhindern.

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