Fr., 08.09.2017

Rollstuhlbasketball Dietmar Fedde: „Bundesliga bleibt unser Ziel“

Abschied: Im April 2016 bestritt Dietmar Fedde sein letztes Spiel in der BBC-Ersten.

Abschied: Im April 2016 bestritt Dietmar Fedde sein letztes Spiel in der BBC-Ersten. Foto: René Penno

Warendorf - 

Schon kurz nach der Vereinsgründung vor 25 Jahren klopfte der BBC Warendorf am Oberhaus, der Bundesliga, an. Doch bis heute gelang es nicht, in die 1. Liga aufzusteigen.

WN-Mitarbeiter Werner Szybalski erfragte bei Dietmar Fedde die Gründe dafür.

Was fehlt dem BBC Warendorf, um erstklassig zu werden?

Fedde: Wir sind erstklassig – in vielen Bereichen, leider aber in den Rollstuhlbasketball-Ligen nicht.

Aber da sollte es doch immer hingehen?

Fedde: Ja, wir wären gern in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Kurz nach unserer Gründung sah es auch ganz gut aus, aber leider fehlte immer etwas, um das Ziel zu erreichen.

Was fehlte denn?

Fedde: Einerseits liegt Warendorf geografisch nicht sonderlich günstig, um Spieler aus entfernteren Regionen zum BBC zu locken, und andererseits fehlte unserem Verein die finanzielle Basis,

Immerhin stand der BBC Warendorf schon zwei Jahre nach der Gründung in der Aufstiegsrunde.

Fedde: Das stimmt. Damals war es aber noch leichter, ganz nach oben zu kommen. Seitdem hat es eine rasante Entwicklung gegeben. Inzwischen werden auch die Strukturen im Rollstuhlbasketball immer professioneller. Dies bedeutet, dass Rollstuhlbasketball – insbesondere in der Spitze – immer teurer wird.

Auch der BBC Warendorf hat Sponsoren, aber der große Geldgeber wurde noch nicht gefunden. Warum nicht?

Fedde: Da bedingt sich vieles gegenseitig. Wir sind unseren Sponsoren sehr dankbar, denn sonst könnten wir keinen Zweitligasport bieten, auch unsere Breitensportarbeit wäre nicht möglich. Aber Fakt ist auch, dass wir in der Halle nicht viele Zuschauer haben. Dies macht es schwer, die Erwartungshaltung der Sponsoren zu erfüllen.

Der BBC benötigt also Mäzene statt Sponsoren?

Fedde: Ja und nein. Wir können die Erwartungshaltung unserer Sponsoren befriedigen. Allerdings stoßen wir an unsere Grenzen. Das Umfeld Warendorf gibt nicht mehr her. Mehr wäre nur möglich, wenn wir finanziell potente Unterstützer fänden, die mit Herzblut bei der Sache wären. Rollstuhlbasketball ist einfach faszinierend.

Die 1. Liga bleibt also ein Traum?

Fedde: Im Moment ein Traum, aber trotzdem ein Ziel für den BBC Warendorf. Genauso wichtig ist mir die Nachwuchsförderung und der Breitensport. Immerhin gehen wir wie in der Vorsaison mit drei Mannschaften in den Spielbetrieb.

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