Yoga: Yogaliebe Greven
Herabschauender Hund und Kobra

Greven -

Das ist nicht der typische Sport. Yoga vermittelt eine ganz besondere Art der Entspannung.

Mittwoch, 14.02.2018, 19:02 Uhr

Bei den allermeisten Yoga-Stunden steht Entspannung im Vordergrund. Kathy (li.) und Kathrin Hermes leiten die Kursteilnehmer in den Räumen von „Yogaliebe“ entsprechend an.
Bei den allermeisten Yoga-Stunden steht Entspannung im Vordergrund. Kathy (li.) und Kathrin Hermes leiten die Kursteilnehmer in den Räumen von „Yogaliebe“ entsprechend an. Foto: Vera Brüssow

Dünne rote Matten liegen auf dem Boden. Darauf eine weiße Decke und ein Stück Kork, das die Größe eines Ziegelsteins hat. Es duftet angenehm, leise Klänge ertönen. „Vinyasa“ und „Yin Yoga“ wird hier gelehrt – im Yoga- und Pilatesstudio „Yogaliebe“. Hier ist Wohlfühlen und Abschalten vom Alltag angesagt, vor oder nach dem Kurs mit einem leckeren Tee, und erst Recht während des Kurses selbst.

Kathrin Hermes , die ihr Studio im Juni 2017 eröffnete, ist Yogalehrerin und leitet viele Kurse selbst. Unterstützung erhält sie zusätzlich von ihren Kolleginnen Anja und Katharina. Kathrin, von den Kursteilnehmerinnen liebevoll Kathy genannt, erfuhr in ihrem alten Job im Einzelhandel selbst den Stress des Alltags und fand im Yoga Entspannung und Ruhe. Deshalb entschied sich die 33-jährige dazu, eine Yogalehrerinnen-Ausbildung zu absolvieren und sich mit einem Studio selbstständig zu machen. „Yoga ist eigentlich kein Sport. Es ist eine Philosophie, um sich gesund zu halten“, erklärt Kathy.

Yoga ist sehr alt, die Ursprünge liegen in Indien. Der Grundgedanke des Yoga ist, den Körper und die Seele durch Meditation, Konzentration, Atmung und Bewegung miteinander zu vereinen. Auch in Kathys Kursen kommt es auf die Atmung an: „Es ist wichtig, sich auch auf das bewusste Atmen zu konzentrieren.“

Viele Übungen können allein durch die richtige Atmung beeinflusst werden und somit dem Körper Gutes tun. Auch wenn es verschiedene Yoga-Arten gibt, bildet die eigene Entspannung immer die Grundlage.

„Vinyasa-Yoga“ ist die dynamische Art des Yoga: „Es ist sehr kraftvoll. Hier wird die Tiefenmuskulatur trainiert. Das kann teilweise sehr anstrengend sein“, fasst Kathy zusammen. Die Besonderheit des „Vinyasa“ ist, dass Atmung und Bewegung bewusst miteinander verknüpft werden. Bei dieser Art liegt der Fokus auf der genauen Ausführung und dem Wechsel zwischen Dehnung und Kräftigung. „Yin Yoga hingegen ist das komplette Gegenteil. Hier gibt es keine Dynamik, die Übungen werden lange gehalten“, so die Yogalehrerin.

Die Dehnung stehe dabei im Vordergrund. Einige Positionen werden dabei sogar bis zu fünf Minuten gehalten.

Yoga ist für alle Altersklassen und auch für Frauen und Männer geeignet. „Yoga war in Indien nur den Männern erlaubt. Erst in den 1930-er Jahren durften auch Frauen diese Philosophie ausüben“, berichtet Kathy. Auch wenn in ihren Kursen ein Frauenüberhang herrscht, sind Männer herzlich willkommen.

Die meisten Yoga-Stunden beginnen mit dem „Sonnengruß“. Das ist nicht nur eine Übung, es ist eine Abfolge von unterschiedlichen Übungen. Dazu zählen die „Berghaltung“, das „Brett“, der „Herabschauende Hund“ sowie die „Kobra“. Dabei ist immer auf die Atmung zu achten, um die Übungen fließend ausführen zu können und dem Körper nicht zu schaden.

Die instrumentale Musik, die im Studio läuft, hilft dabei, sich auf die Atmung zu konzentrieren. Nach einigen Übungen wird klar, wofür das Korkstückchen verwendet wird. Es dient zur Unterstützung und Stabilität, um Positionen besser halten zu können.

Auch die weißen Decken haben ihren Zweck. Mit ihnen decken sich die Kursteilnehmerinnen zum Ende der Stunde zu, damit der Körper beim Entspannen nicht auskühlt. So werden der Körper, der Geist und die Seele am Ende jeder Stunde ins Gleichgewicht gebracht, so dass eine Einheit entsteht.

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