Basketball: 1. Regionalliga West
Mit Tempo zum 94:69-Heimsieg

Ibbenbüren -

Mehr als 700 Fans kamen noch einmal in die Halle Ost, um zu sehen, wie die Regionalliga-Basketballer des TV Ibbenbüren ihr letztes Liga-Heimspiel der Saison souverän gewannen. Gegen den SV Hagen-Haspe zeigte der TVI beim 94:69-Erfolg noch einmal ein facettenreiches Spiel.

Sonntag, 11.03.2018, 00:03 Uhr

Mehr als 700 Fans kamen noch einmal in die Halle Ost, um zu sehen, wie die Regionalliga-Basketballer des TV Ibbenbüren ihr letztes Liga-Heimspiel der Saison souverän gewannen. Gegen den SV Hagen-Haspe zeigte der TVI beim 94:69-Erfolg noch einmal ein facettenreiches Spiel. Sie holten die Saisonpunkte 27 und 28, machten damit ihre Ambitionen auf den 5. Tabellenplatz zum Saisonende deutlich. „Das war ein schöner Abschluss für die Fans“, fand TVI-Coach Marc Pohlmann. Und eine ordentliche Einstimmung auf die Finalspiele im WBV-Pokal.

Weil parallel die Elephants Grevenbroich im Heimspiel der BG Hagen unterlagen (90:91) und die WWU Baskets Münster die Telekom Baskets Bonn 2 mit 66:51 besiegten, steht Münster nach drei Vizemeisterschaften in Folge als Aufsteiger in die 2. Bundesliga ProB fest. Ibbenbüren trifft damit im Pokalfinale auf den Meister der Regionalliga, die Meisterfeier der WWU Baskets ist nun allerdings schon eine Woche früher als erwartet.

Doch zurück zum TVI-Spiel. Das hatte viele Höhen und wenig Tiefen. Das 2. Viertel war eine Phase, die Marc Pohlmann „nicht ganz so prickelnd“ fand. Im ersten hatte Ibbenbüren das Heft des Handelns klar in der Hand, führte nach zehn Minuten mit 25:13. Anschließend ließ der Fokus des TVI etwas nach, das 2. Viertel verlor er mit 22:23, was einen 47:36-Halbzeitstand zur Folge hatte. Zu viele kassierte Punkte, zu viele zugelassene Offensivrebounds und zu viele eigens produzierte Ballverluste seien in dieser Phase das Problem gewesen, Pohlmann.

Das wurde in der 2. Halbzeit dann aber „viel besser“, der Trainer erkannte über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo seiner Mannschaft. Dass der TVI das hielt, war für Pohlmann der Schlüssel zum Sieg. „Wir haben das Spiel in jeder Hinsicht über weite Strecken kontrolliert“, so Pohlmann. Die Viertel drei (26:15) und vier (21:18) gingen dann wieder an Ibbenbüren, der 94:69-Sieg war am Ende sehr souverän und nie gefährdet. „Sehr solide Vorstellung im letzten Heimspiel. Wir sind ready für den Saisonendspurt“, sagte Manager Tobias Hülsmeier.

Jeremy Lewis vom SV Hagen-Haspe ist der Topscorer der gesamten Regionalliga, er macht im Schnitt 25,6 Punkte pro Spiel. Der TVI hat es geschafft, dass er es am Samstagabend nur auf zwölf brachte, zehn davon in der ersten Halbzeit. Allen voran Omar Zemhoute raubte Lewis in der Halle Ost den letzten Nerv. „Omar hat defensiv einen überragenden Job gemacht“, lobte Pohlmann einmal mehr dessen Mentalität.

Auffällig war auch Simon Dolkemeyer. Erstmals war der Ibbenbürener mit 20 Punkten TVI-Topscorer in einem Ligaspiel in dieser Saison. „Ich weiß, was Simon kann. Daran messe ich ihn auch, deswegen haut es mich nicht von den Sitzen, was er heute gezeigt hat. Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht und wird von Woche zu Woche besser“, bewertete Pohlmann den Akteuer, der im letzten Viertel eine besondere Aktion hatte: Er holte sich einen Ball an der Mittellinie zurück, dribbelte einen Gegner aus und schmiss völlig unbeeindruckt in bester Rishi-Kakad-Manier seinen Dreier. Das war lässig.

Die letzten vier Minuten in der Halle Ost in dieser Saison waren auch noch einmal eine Belohnung für die ganz jungen Spieler: Jakob Freimtuh, Malte Wilken und Jens Höltken sammelten gleichzeitig auf dem Feld weitere Regionalliga-Minuten und bekamen Applaus. Pohlmann rotierte ohnehin viel durch, die TVI-Akteure können und sollen sich empfehlen für das Pokalfinale gegen Münster.

TV Ibbenbüren: Dolkemeyer (20), Johnson (19), del Hoyo (10), Zemhoute (10), Patte (9), Post (8), Lennartz (8), Nienaber (5), Avermann (3), Freimuth (2), Höltken, Wilken.

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