Badminton: Playoff-Nachlese
Keine Bange vor Union-Angstgegner TSV Trittau

Lüdinghausen -

So frustrierend das Viertelfinal-Aus für die Spieler des SC Union Lüdinghausen im Rennen um die Deutsche Meisterschaft im ersten Moment gewesen sein mag: Bei Christoph Schnaase hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. Wieso, erklärt der Trainer im Interview.

Montag, 16.04.2018, 19:04 Uhr

Bei Union-Coach Christoph Schnaase – hier im Dialog mit Nationalspielerin Yvonne Li – hält sich die Enttäuschung über das Viertelfinal-Aus in Grenzen.
Bei Union-Coach Christoph Schnaase – hier im Dialog mit Nationalspielerin Yvonne Li – hält sich die Enttäuschung über das Viertelfinal-Aus in Grenzen. Foto: Christian Besse

Am Ende war es – wie 2016/17 – der fünfte Platz für das Badminton-Bundesliga-Team des SC Union Lüdinghausen. Und wieder jubelte nach dem Viertelfinale der TSV Trittau. Christoph Schnaase trägt das DM-Aus dennoch mit Fassung. Unser Redaktionsmitglied Florian Levenig hat mit dem Coach der Steverstädter gesprochen.

Wie groß ist die Enttäuschung nach dem 2:4?

Schnaase: Ganz ehrlich: Bei mir hält sie sich in Grenzen. Die Zuschauer haben ein tolles, phasenweise dramatisches Match gesehen. Das war allerbeste Werbung für unseren Sport. Auch wenn wir das Final Four knapp verpasst haben.

Bleibt bei Nick Fransman, dem vier Matchbälle gegen Jonathan Persson nicht reichten, was zurück?

Schnaase: Glaub‘ ich nicht. Aus so einer Extremsituation – die vielen Zuschauer, die aufgeheizte Stimmung, das enge Match – wird ein junger Spieler wie er viel lernen. Nick konnte sich vor lauter Anspannung in der entscheidenden Phase praktisch nicht mehr bewegen. Wenn er künftig die Balance zwischen An- und Entspannung, auf der die ganze Sportart Badminton fußt, findet, wird ihn das nur noch stärker machen.

Vier Mal in Folge hat Union jetzt gegen Trittau verloren. Ist der TSV Ihr Angstgegner?

Schnaase: Auch das sehe ich anders. Wenn man drei Mal gegen dieselbe Mannschaft verliert, ist man beim vierten Mal umso motivierter. So war es am Samstag tatsächlich. Die Vorfreude unserer Spieler konnte man förmlich greifen, der Teamspirit war enorm. Den Ausschlag für Trittau hat aus meiner Sicht gegeben, dass insbesondere die Persson-Brüder den Tick abgeklärter waren. Was bei deren Erfahrung ganz normal ist. Daher ist mir vor den nächsten Duellen nicht bange. Unser Team ist im Schnitt deutlich jünger und hat viel Potenzial. Irgendwann bekommt auch Trittau das zu spüren.

Kam das 4:1 in Mülheim von Meister Refrath, den Union zuletzt zwei Mal deutlich bezwungen hat, für Sie überraschend?

Schnaase: Das nackte Ergebnis schon. Wenn man aber sieht, dass ein Mülheimer wegen der Commonwealth-Spiele gefehlt und sich ein zweiter am Sonntag verletzt hat, relativiert das den klaren Sieg der Refra­ther. Dass es – wie bei uns – keinen klaren Favoriten geben würde, war mir indes schon vorher klar. Da reicht ja ein Blick auf die Abschlusstabelle: Die fünf Mannschaften hinter Bischmisheim liegen leistungsmäßig ganz dicht beieinander.

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