Anzeige

So., 08.09.2013

Läufer trotzen dem Dauerregen 2166 Finisher beim Volksbank-Münster-Marathon

Start frei zur 12. Auflage: Zuerst gingen die rund 2300 Einzelstarter am Schlossplatz auf die Strecke, danach die ersten Staffelläufer.

Start frei zur 12. Auflage: Zuerst gingen die rund 2300 Einzelstarter am Schlossplatz auf die Strecke, danach die ersten Staffelläufer. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

War das noch reines Vergnügen – oder schon Quälerei? Bei Temperaturen deutlich unter 15 Grad zum Start, einem Sommerregen, der nun wirklich keinen Quadratzentimeter unberücksichtigt ließ, und stark böigem Wind, der bis Nienberge von vorn blies und erst auf der zweiten Streckenhälfte Entlastung brachte, war die 12. Auflage des Volksbank-Münster-Marathons gestern vor allem etwas für „Liebhaber“ des Ausdauersports.

Von Jürgen Beckgerd

 Davon gab es freilich eine Menge: Rund 7000 machten sich – als Einzelkämpfer oder zu viert in Staffeln auf den Weg, Münster erst läuferisch großräumig einzukreisen und sich dann auf dem Prinzipalmarkt von einer Begeisterungswoge getragen feiern zu lassen. Spätestens in Münsters „guter Stube“ war es beim tosenden Empfang durch Hunderte Zuschauer dann der pure Spaß.

Dem Wetter zum Trotz säumten die Zuschauer den 42,195 Kilometer langen Streckenrand. Im Kreuzviertel, auch in Roxel und Nienberge , boten improvisierte Gartenpavillons einigermaßen Schutz vor den Fluten. Der Stimmung tat der Regen auch in Gievenbeck kaum Abbruch. An den Powerpoints rückte man halt etwas dichter zusammen.

„Um elf Uhr scheint die Sonne. Ob hier oder in Burundi – egal“, trug Bürgermeister Markus Lewe das miese Wetter mit Humor und begrüßte beim Start am Schlossplatz Teilnehmer wie Zuschauer vom trockenen Platz der Moderatoren-Bühne.

Michael Brinkmann , Vorsitzender des Münster-Marathon e.V., kam angesichts des Wetters „mit Bangen zum Start am Schlossplatz. Ich wusste aber, dass das Gewitter sich schnell verziehen und der Dauerregen gegen elf Uhr aufhören würde.“ Und weil die Vorhersagen korrekt waren, zog auch Brinkmann gestern Abend ein ausgesprochen positives Fazit: „Es war gut.“

Das fand David Schönherr ganz besonders. Kunststück: Der 24-Jährige war schnellster Münsteraner im Feld und lief in 2:34:53 auf Gesamtplatz 16, dicht gefolgt von seinen Vereinskameraden der LSF Münster, John Kuhlmann (2:35:25) und Philipp Brouwer (2:38:08). Die drei machten gemeinsame Sache. „Tolle Atmosphäre an der Strecke. Münster ist da ganz speziell“, sagte Schönherr (24). Seit zwei Jahren ist er bei den Laufsportfreunden in der Trainingsgruppe; gestern hat der Student (Sport und Englisch) sich in der lokalen Szene ganz nach vorn gespielt.

„Ich wollte bis Kilometer 32 für John und David Tempo machen, aber heute war es extrem hart“, schilderte Marathon-Routinier Philipp Brouwer (31).

Einige Zahlen aus der Abteilung Statistik unterstrichen diese Einschätzung. Zwar gingen von den ursprünglich angemeldeten 2850 Einzelstartern rund 600 erst gar nicht an den Start. Aber: Bei 2166 Läufern im Ziel waren nur rund 50 Ausfälle zu verzeichnen. „So wenig wie noch nie“, sagte Brinkmann. 1242 Staffeln (4968 Läufer) waren gestern dabei. Und: Laut Rennarzt Dr. Ralph Schomaker gab es für die Mediziner diesmal nur 33 Einsätze – im vergangenen Jahr waren es bei ungemütlicher Schwüle rund 120, durchschnittlich seien es, so der Arzt vom Zentrum für Sportmedizin, „so um die 70“.  

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1899465?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F973844%2F1074159%2F1946238%2F2012849%2F