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So., 13.08.2017

Reiten: Turnier der Sieger Baackmann schafft mit Carmen im Großen Preis das Heim-Double

Sieg im Großen Preis: Der Münsteraner Jens Baackmann und Carmen gewannen vor dem Schloss.

Sieg im Großen Preis: Der Münsteraner Jens Baackmann und Carmen gewannen vor dem Schloss. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das war natürlich ein perfekter Nachmittag für Jens Baackmann. Der Münsteraner gewann kaum einen Kilometer von seiner Haustür entfernt mit Carmen den Großen Preis beim Turnier der Sieger und jubelte ausgelassen.

Von Henner Henning

Vom „erfolgreichsten Wochenende“ seiner Karriere hatte Jens Baackmann nach dem Turnier der Sieger 2016 gesprochen. Nun, zwölf Monate später, darf der Münsteraner mit Fug und Recht diese Aussage wiederholen. Nach dem zweiten Platz in der Qualifikation am Samstag gewann er 24 Stunden danach mit Carmen den Großen Preis – und drehte damit das Ergebnis des Vorjahres um, als er zunächst siegte und sonntags Zweiter wurde.

Es ist schon fast eine unheimliche Serie, die Baackmann in seiner Heimat – der 33-Jährige wohnt am Aasee – zuletzt in den Parcours gezaubert hat. Nach den Top-Platzierungen vor dem Schloss triumphierte er im Januar beim K+K-Cup in der Halle Münsterland und machte nun sein Heim-Double perfekt. „Das ist ein unglaublicher Tag und mein schönster wie größter Erfolg. Ich brauche wohl noch etwas, um das alles zu realisieren“, sagte Baackmann.

Fotostrecke: Turnier der Sieger 2017 - Tag 3 und 4

Die Siegerrunde der elf besten Reiter hatte zuvor Ludger Beerbaum, wie Christian Ahlmann aus Valkenswaard angereist, verpasst. Nach seinem Auftritt und einem Strafpunkt für Zeitüberschreitung ahnte der Routinier schon, dass es für ihn nicht reichen würde. „Der Parcours ist zu leicht“, meckerte der Altmeister noch beim Ausritt im Sattel seines Wallachs Chacon. Und er behielt Recht, dazu rutschten auch die fehlerfreien Willem Greve (Niederlande), Philip Rüping, Holger Wulschner und Jörne Sprehe aus dem elitären Elferkreis, der die 125 000 Euro Preisgeld unter sich aufteilte. Und den größten Batzen wollte sich natürlich auch Ahlmann mit Colorit sichern, voll auf Angriff ritt der 42-Jährige. Seine Zeit von 42,07 Sekunden war auch mit Abstand die schnellste, doch die Distanz zum letzten Hindernis passte nicht ganz. Der Abwurf bedeutete am Ende Rang sechs für Ahlmann, der am Samstag auf der Global Champions Tour als Zweiter kräftig gepunktet hatte.

Drei Reiter später war es Gerrit Nieberg (RV St. Hubertus Wolbeck), der mit Contagio den Zuschauern im ausverkauften Rund die erste Nullrunde zeigte. Mit seinem Hengst legte er sein Augenmerk auf Sicherheit und ritt auf Platzierung. Die Taktik ging auf, mit Rang fünf war Nieberg zufrieden.

Dass es schneller ging, als die 50,51 Sekunden andeuteten, war keine Verwunderung. Erst knackte der Österreicher Christian Rhomberg – er übernahm nach der vierten Station die Führung in der DKB-Riders Tour – mit Saphyr des Lacs die Bestzeit (46,22 Sekunden), dann war Marc Houtzager (Niederlande) mit Baccarat vier Zehntel schneller. Es spitzte sich zu, nun übertrumpften sich die Reiter in schöner Regelmäßigkeit. Der in Münster auftrumpfende Olympia-Zweite Peder Fredricson (Schweden) verdeutlichte mit All In seine Ambitionen (44,02 Sekunden), die der für den RV Albachten startende Baackmann umgehend zunichte machte. Und als dann Kendra Claricia Brinkop mit A la carte, das siegreiche Duo vom Samstag, am dritten Hindernis patzte, wurde aus Baackmann endgültig ein Strahlemann. „Carmen macht es mir in Stechen immer einfach. Das ist riesig, das gibt eine kleine Siegesfeier“, meinte Baackmann, dessen Handy in den Minuten nach dem Erfolg kaum stillstand. Die Glückwünsche zuhauf aber hatte er sich mehr als verdient.

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