Inlinehockey: Landesliga West
Münster Mottek lässt den Nachwuchs anrollen

Münster -

Zum Eishockey fehlt nur das Eis, ansonsten sind beim Inline-Hockey ganze Kerle oder kernige Mädels gefragt. In jeder Altersklasse. Am Wochenende starteten die Münster Mottek in die Saison – und erstmals gibt es die Vorschlaghammer in klein und groß.

Dienstag, 13.03.2018, 14:03 Uhr

Die jungen Mottek haben ihre Liga-Premiere am Wochenende mit zwei Niederlagen, aber dennoch sehr erfolgreich hinter sich gebracht. Fest steht schon jetzt: Die Zukunft gehört Münsters Vorschlaghämmern.
Die jungen Mottek haben ihre Liga-Premiere am Wochenende mit zwei Niederlagen, aber dennoch sehr erfolgreich hinter sich gebracht. Fest steht schon jetzt: Die Zukunft gehört Münsters Vorschlaghämmern. Foto: Jürgen Peperhowe

Darum also heißen die Münster Mottek Münster Mottek: Als Justus am Sonntagnachmittag in der Für­stin-von-Gallitzin­-Halle zuschlug, bebte das ganze Gebäude – ein Vorschlaghammer hätte nicht effektiver einschlagen können. Der 14-Jährige hämmerte die Kugel ins Tor der Essener Rockets – und schrieb damit ein kleines Stück Mottek-Geschichte: Es war der erste Treffer der Nachwuchs-Inlinehockey-Spieler aus Münster im Ligabetrieb. Der Jubel auf den Rängen fiel entsprechend markerschütternd aus – als hätte es die 24 Gegentreffer im selben Spiel nie gegeben, und auch die 0:20-Niederlage im Premierenspiel tags zuvor in Detmold schlug nicht auf die Stimmung. Mit zwei Klatschen starteten die Jung-Motteks ihr Ligaleben – die Kampfeslust ist ungebrochen. Was vor zwei Jahren als vorsichtige Nachfrage einer interessierten Mutter begann, hat sich in der Rollsportsparte der TG Münster zu einem Selbstläufer beziehungsweise -roller entwickelt. Einen weiteren Schub bescherte den Motteks die Schließung der Eishalle, für viele war der Wechsel von Kufen auf Rollen die logische Konsequenz.

Inzwischen zählen die Teams rund 80 aktive Mitglieder, 17 davon in der Jugendabteilung. Nun schlagen sich sogar schon die ersten Mini-Motteks im Alter zwischen drei und sechs Jahren sehr wacker auf Rollen – auch wenn der Schläger da mitunter noch als Stütze zum Einsatz kommt.

Benjamin Kreckel ist Trainer des Nachwuchses und gleichermaßen begeistert vom Elan seiner Schützlinge als auch von deren Eltern, die sich aktiv in den Verein einbringen: Wer nicht am Zeitnehmertisch sitzt oder als Hallensprecher agiert, der sitzt in Fantrikots auf der Tribüne und begleitet lautstark die Abrissarbeiten der kleinen Motteks. Noch acht Spieltage liegen vor den Jungs – und es wird vorangehen, davon ist Kreckel überzeugt. Lehrgeld ist vor allem in den ersten Spielen fällig, nach und nach soll das Team auf Augenhöhe mit der Konkurrenz gebracht werden. „Wir stehen ganz am Anfang und beginnen jetzt mit dem Aufbau der Nachwuchsarbeit. Im Oktober letzten Jahres sind wir gestartet mit der Operation „Ligateilnahme. Andere Vereine sind uns da viele Jahre voraus, die Kinder spielen teilweise seit fünf bis zehn Jahren schon Inlinehockey“, sagt Kreckel.

Auf langjährige Inlinehockey-Erfahrung können die jungen Speiler zudem im eigenen Verein bauen. Rund 60 Erwachsene sind ebenfalls auf Rollen unterwegs, die erste Mannschaft auch erfolgreich im Kampf um Punkte. Zum Saisonauftakt bezwang das Team um Trainer Lars Böhmer die Essen Rockets in einem spektakulärem Kampfsieg mit 9:5. Die Treffer zu Münsters gelungenem Saisonstart in der Landesliga West erzielten Kapitän Alexander Kauer (4), Tim Rehfeld (2), Thomas Frach (2) und Sven Thiele. Das wichtigste Tor des Wochenendes ging jedoch unbestritten eben auf das Konto von Nachwuchs-Mottek Justus Vogel.

► Die Youngster freuen sich über weiteren Nachwuchs. Los geht’s ab drei Jahre bei den Mini-Motteks, die sich Samstag um 10 Uhr treffen. Für Sechs- bis Neunjährige findet das Bambini-Training freitags um 17 Uhr statt. Ab zehn Jahre trainieren alle Altersklassen bis 18 Jahre gemeinsam dienstags um 18.15 Uhr und freitags um 18 Uhr. Ausrüstung stellt der Verein zur Verfügung. Voraussetzung ist das sichere Inline-Skaten (außer bei den Mini-Motteks).

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