Handball: Frauen-Landesliga
Kay Hiller hat beim BSV Roxel das Ruder übernommen – Abgänge bei Sparta

Münster -

Der BSV Roxel hat mit Kay Hiller einen neuen Trainer für die Landesliga-Handballerinnen gefunden. Und der staunte nicht schlecht, als er beim Training drei Spielerinnen vom Stadtrivalen Sparta Münster begrüßte.

Freitag, 13.07.2018, 11:26 Uhr

Leidenschaftlich engagiert: Kay Hiller hat mit den BSV-Handballerinnen in Roxel bereits die Saisonvorbereitung aufgenommen und sagt selbst, „überaus herzlich“ empfangen worden zu sein.
Leidenschaftlich engagiert: Kay Hiller hat mit den BSV-Handballerinnen in Roxel bereits die Saisonvorbereitung aufgenommen und sagt selbst, „überaus herzlich“ empfangen worden zu sein. Foto: Jürgen Primus

Der neue Coach staunte nicht schlecht. Kay Hiller, jetzt und künftig für die sportlichen Belange der Handballerinnen des BSV Roxel verantwortlich, begrüßte im Training vollkommen unerwartet gleich drei Spielerinnen, die bisher für den lokalen Landes­liga-Konkurrenten Sparta aufliefen. Annika Seher, ­Anika Höppe und Greta Brodowski wechseln Hand in Hand die Seiten.

Dem 41 Jahre alten Hiller aus Dülmen, der nach sieben Jahren beim dortigen TV die Kreisliga-Frauen verließ und in Roxel den Platz von Ex-Coach Uwe Landau (SC Everswinkel II) einnimmt, kann das personelle Plus nach den Zugängen von Franziska Runne (TV Borken, Oberliga) und Melina Borgmann (HSG Ascheberg/Drensteinfurt, Bezirksliga) nur recht sein. „Zumal ja der Kern der bisherigen Mannschaft geblieben ist“, wie Hiller zufrieden durchzählte. Sparta-Trainerin Anet Sander („Diese Wechsel sind dem Verlauf der letzten Serie geschuldet“) steuert die neuen Planungen ihres Teams ohne weitere sechs Spielerinnen. Bekannt ist, dass Esther Schwarz zum Verbandsligisten Westfalia Kinderhaus wechselt. Von einem regelrechten Aderlass mag Sander nicht sprechen. „Ausgangs der letzten Serie hatten wir 25 Spielerinnen im Kader“, macht sie eine breite Basis aus und ist sicher, „dass sich uns noch Neue anschließen. Ich werde die Zeit der Vorbereitung abwarten.“

Hiller jedenfalls wirft sich mit der ihm eigenen Begeisterung am neuen Platz rein und vollzieht gerne den Klassensprung. „Spielerisch geht es in der Landesliga ganz anders zur Sache, und natürlich sind die technischen Grundvoraussetzungen hier eher gegeben“, sagt er, der in Dülmen weiterhin im Abteilungsvorstand tätig ist und die sportliche Entwicklung seiner beiden Töchter verfolgt.

Da der BSV – wie auch die in der Relegation geretteten Spartanerinnen – ein schwächeres Jahr überstehen mussten, will er ein Auge auf die Abwehrarbeit legen. „Roxeler Mannschaften haben immer schon attraktiv nach vorne gespielt, aber wir müssen auch defensiv sicher stehen.“ Mit Dülmen agierte er im Kreis Industrie und musste erfahren, wie robust es dort zur Sache ging. „Ich möchte uns aggressiv verteidigen und dann schnell umschalten sehen.“ Spielerinnen wie Kirsten Roer, die wieder voll zur Verfügung steht, und Runne können laut Trainer als abwehr­starke Charaktere vorangehen. „Ich bin in Roxel herzlich empfangen worden und dankbar, dass alle schnell kapiert haben, wie ich arbeiten möchte.“

Dass Hiller ein wahrer Enthusiast des Sports ist („Ich kann bei den Spielen nicht einfach da sitzen“), haben auch die Volleyball-Fans des USC Münster und der Club selbst erleben dürfen. Von 2004 bis 2014 und zuletzt als Hallensprecher war Hiller am Berg Fidel dabei, wenn es um Bundesliga-Punkte ging.

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