Triathlon: Sparda-Münster-City-Triathlon
Dreikämpfer stürmen den Hafen

Münster -

Am 22. Juli drubbelt es sich wieder im und um das Hafenbecken am Kreativ-Kai. 1200 Triathleten werden zur elften Auflage des Sparda-Münster-City-Triathlons erwartet. Nach der Premiere 2017 hält auch 2018 die Bundesliga Einzug.

Freitag, 13.07.2018, 17:32 Uhr

Der Skulptur-Steg ist Geschichte – aber im Wasser werden sich wieder 1200 Triathleten tummeln.
Der Skulptur-Steg ist Geschichte – aber im Wasser werden sich wieder 1200 Triathleten tummeln. Foto: Werner

2017 traf die Skulpturen-Kunst den Sport mitten ins (Ausdauer-)Herz: Bei der Jubiläumsauflage zum zehnten Sparda-Münster-City-Triathlon wurde der Hafen-Steg der türkischen Künstlerin Ayşe Erkmen mit in das Großereignis inte­griert. Spektakulär diese Überwasser-Rampe, die es als eine Art Hindernis zu überwinden galt. Echte Kraxelarbeit für die Dreikämpfer im Hafenbecken. 2018 bleiben derlei Extraschichten trotz einer auf dem Wasser fest verankerten Insel aus. Die 20 Meter lange und zwölf Meter breite Wasserbühne für das Shakespeare-Stück „Der Sturm“ stellt sich vielmehr als Blickfang denn Barriere heraus. Die Schwimmer lassen sie auf ihrem Weg zum Ausstieg links liegen. Gestartet wird hinter dem imposanten Podium – zwischen dem Wolfgang-Borchert-Theater und der Hafenkäserei. So der Plan.

„Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Martin Epkenhans, Vorstandsmitglied des Ausrichters Tri Finish Münster. Ein Hauch von Vorfreude spiegelt sich auf seinem Gesicht wider. Der harte Kern aus dem Organisationsstab hat sich zuletzt wöchentlich zusammengesetzt, um die letzten Details zum Mega-Event am 22. Juli zu klären. Irgendwann reicht es denn auch, dann muss die gesamte Horde einfach losgelassen werden. Aber: „Das ist jedes Jahr eine neue Herausforderung“, weiß der Professor für Mathematik und Informatik, der mit Zahlen jonglieren kann. 600 Anmeldungen liegen für die Volks-, 400 für die olympische Distanz vor. Dazu werden 57 Staffeln an den Start gehen. Mehr geht kaum.

Doch! Münster ist seit seinem zehnten Geburtstag längst nicht mehr nur eine Spielwiese für die Breite – auch 2018 gibt sich die Bundesliga die Ehre. Zum zweiten Mal. 80 Männer und 56 Frauen kämpfen um wichtige Punkte für das Ranking im Oberhaus. Im Vorjahr wurde der Veranstalter von der Deutschen Triathlon-Union (DTU) mit Lob überschüttet. Vizepräsident und Supervisor Rainer Jung ließ sich wie folgt zitieren: „Ein geiles Rennen mit Weltcup-Format.“ Feuertaufe bestanden – der Ritterschlag folgt. Wenig verwunderlich, dass der Dachverband bereits nach der Premiere die Nähe zu den Organisatoren suchte, um Nägel mit Köpfen zu machen. Nicht umsonst bewirbt die DTU das Rennen auf ihrer Internetseite als eines mit „einzigartiger Atmosphäre“. Gänsehaut pur eben. Verbunden ist das in des mit einem erhöhten logistischen Aufwand – und Bedingungen seitens des Verbandes. Sponsoren gilt es ins rechte Licht zu rücken, außerdem muss eine eigene Wechselzone eingerichtet werden. Die wird nach intensiver Rücksprache mit der Stadt auf dem Albersloher Weg stadteinwärts ihren Zweck erfüllen. Nicht zuletzt ist auch das Moderatoren-Team professionell besetzt. Hartwig Thöne, TV-Redakteur bei Sport 1, wird zusammen mit Daniel Unger, Triathlon-Weltmeister von 2007, sowohl das fachfremde als auch fachkundige Publikum zu unterhalten wissen. Nicht ganz billig, das alles. Zwischen 120 000 und 150 000 Euro müssen schon berappt werden, um das Spektakel zu stemmen. Noch zu wenig, um bewegte Bilder zu bringen. Beim zweiten Bundesliga-Rennen in Düsseldorf wurde ein Livestream frei­geschaltet – der richtig Geld kostet. „Sechsstellig wird es in dem Bereich ganz schnell“, weiß Daniel Mehring, Sportlicher Leiter bei Tri Finish. Muss ja nicht. Das, was Münster aktuell bietet, ist groß genug.

Und wird locken – mehr als 3500 Zuschauer versammelten sich 2017 rund um den Kreativ-Kai. Sie stürmten quasi das Gelände. Wiederholung wünschenswert. Ein Hauch William Shakespeare liegt ohnehin über dem Areal.

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