So., 20.03.2016

Fußball: SV Burgsteinfurt Tschorn: „Ich mache gerne weiter“

Burgsteinfurt - 

Der SV Burgsteinfurt stellte auf seiner Jahreshauptversammlung die Weichen. Dabei wurde Rolf Tschorn im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Auch die übrigen Mitglieder der Führungscrew bleiben im Amt.

Von Detlef Held

„Der SVB ist einfach ein geiler Verein. Deswegen mache ich gerne weiter.“ Sichtlich bewegt freute sich der alte und neue Vorsitzende des SV Burgsteinfurt am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im „SVB-Treff“ über das einstimmige Votum der etwa 60 Mitglieder weiterzumachen. Das galt auch für seinen Stellvertreter Bernhard Lefert sowie für Manfred Hoge als Leiter der Finanzen des knapp 1000 Mitglieder großen Vereins. „Ein Beweis, dass wir zusammen mit allen anderen Vorstandsmitgliedern doch gute Arbeit leisten“, fasste Rolf Tschorn die einstimmigen Wahlergebnisse zusammen.

Weniger erfreulich sei dagegen, dass man trotz aller Anstrengungen immer noch keinen stellvertretenden Geschäftsführer finden konnte. Hier appellierte Tschorn an die Versammlung, sich Gedanken zu machen, welche Frau oder welcher Mann vielleicht doch bereit sein könnte, dieses wichtige Amt auszufüllen, auch um den Geschäftsführer Georg Schwering zu entlasten.

Doch das war der einzige weniger erfreuliche Tagungsordnungspunkt. Ansonsten konnte die Versammlung erfahren, dass der SVB sowohl sportlich als auch finanziell gut aufgestellt ist. Der Kassenbericht wies ein Plus auf, die Darlehenstilgung (Sportgelände) verlaufe so weit unproblematisch. Da war die Entlastung des Vorstandes nur Formsache.

In seinem Geschäftsbericht freute sich der Erste Vorsitzende auch über die Fortschritte bei der Fertigstellung der Tribüne. Am 30. April wird im Rahmen eines Freundschaftsspiels gegen die Zweite Mannschaft von Borussia Dortmund die Einweihung gefeiert. Tschorn machte in seinem Bericht auch deutlich, dass Flüchtlingen die Türen offen stehen.

Die Schnuppertage waren ein genau so großer Erfolg, wie beispielsweise die Spendensammlung von Sportbekleidung für die „Neuen“. Einige von ihnen trainieren inzwischen mit der dritten Seniorenmannschaft. Es gibt Überlegungen, für die kommende Saison eine weitere Mannschaft anzumelden. Beim Training gibt es über 30 Aktive, das ist für ein Team zu viel.

„Erfreulich ist“, so stellte Bernhard Lefert für die Seniorenfußballer fest, „dass die Erste mit dem Abstieg aus der Landesliga wohl nichts zu tun haben wird. Auch die Zweite hat nach dem Aufstieg in der A-Liga Fuß gefasst und ist im Mittelfeld gut platziert. Die Dritte steht vor dem Aufstieg, der dieses Jahr klappen soll.“

Auch im Jugendbereich – der ist mit 424 Fußballern in 20 Teams die stärkste Abteilung – ist man im Großen und Ganzen zufrieden. Lediglich die B1-Junioren machen nach dem Aufstieg in die Bezirksliga etwas Sorgen. Sie werden die Klasse nur schwer halten. Hoffnung gibt es, dass die A-Jugend in der kommenden Saison in die Bezirksliga aufsteigt. Bei den jüngeren Jahrgängen spielt man in den jeweiligen Klassen fast immer ganz oben mit. „Ein tolle Leistung und ein Verdienst der über 60 Trainer und Betreuer, ohne die nichts laufen würde“, lobte Rolf Tschorn das große Engagement unter Führung von Jugendobmann Wolfgang Kleine Bardenhorst.

Die erste Damenmannschaft mit 27 aktiven Spielerinnen steht vor einer schwierigen Saison. In der Hinrunde holte man nur sechs Punkte. In der Rückrunde ist ein Aufwärtstrend erkennbar, auch weil der Einbau der jüngeren Spielerinnen sich langsam auszahlt. Die C- und D-Juniorinnen schlagen sich wacker.

Fußball nur so aus Spaß ist das Motto bei den Altherrenfußballern. Leider fallen auch hier immer wieder Spiele aus, weil viele Vereine kurzfristig aus Spielermangel absagen. Wenn gespielt wurde, gab es fast nur Siege. Und sollte das mal nicht klappen, wird das in der „dritten Halbzeit“ irgendwie schon gerichtet.

Probleme macht außerhalb des Fußballs die Badmintonabteilung. Hier will man neue Wege gehen und durch eine Kooperation mit der Fachhochschule Steinfurt Spieler gewinnen. Ansonsten ist ein Ligabetrieb künftig kaum möglich. Weniger Sorgen machen die Breitensportabteilungen sowohl bei den Männern, besonders aber bei den Frauen. Dort ist die Resonanz riesig.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3881672?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57546%2F