Mo., 05.06.2017

Fußball: Entscheidungsspiel zwischen TuS St. Arnold und Preußen Borghorst II Zwei dicke Patzer – und schon ist‘s vorbei

Die Szene, die zum Elfmeter führte: Julian Bauland wird von Marco Greibel (r.) festgehalten. Die zwangsläufige Folge: Elfmeter.Einsatz zeigten die Preußen (hier Elfmeterschütze Henning Reckermann, M.), waren anfangs aber sehr nervös.

Die Szene, die zum Elfmeter führte: Julian Bauland wird von Marco Greibel (r.) festgehalten. Die zwangsläufige Folge: Elfmeter.Einsatz zeigten die Preußen (hier Elfmeterschütze Henning Reckermann, M.), waren anfangs aber sehr nervös. Foto: Günter Saborowski

Steinfurt - 

Der TuS St. Arnold hat das Entscheidungsspiel der beiden Tabellenzweiten der B-Ligen um den Aufstieg ins Oberhaus der Kreisliga mit 3:2 (1:1) gegen die Reserve des SC Preußen Borghorst gewonnen und spielt in der nächsten Saison in der A-Liga. Soweit die Fakten, die nach 90 Minuten vor rund 800 Zuschauern im Burgsteinfurter Stadion feststanden.

Von Günter Saborowski

Die Geschichte hinter den Fakten ist traurig und tragisch zugleich, denn die Preußen waren keineswegs schlechter als der TuS und hätten den Aufstieg ebenso verdient. Allerdings führten zwei individuelle Fehler in der Preußen-Abwehr zu den beiden Gegentoren von Omar Saadou in der 4. und 78. Minute. Tragisch, weil beide Male derselbe Spieler den Bock geschossen hat – traurig, weil die Borghorster die Partie über weite Strecken dominierten und zweimal einen Rückstand aufgeholt hatten.

„Ich habe nicht gesehen, dass wir schlechter waren“, war Trainer Charly Laukötter auch nicht unzufrieden mit seiner Mannschaft. „Sicher, die ersten 20 Minuten waren wir sehr nervös, aber dann waren wir die bessere Mannschaft“, so Laukötter weiter.

Und genau in diesen ersten 20 Minuten passierte der erste Bock durch eine Kopfballrückgabe im Mittelfeld, die von Niklas Nentwig auf den schnellen Saadou weitergespielt wurde. Der ließ Matthias Brinkert im Preußen-Tor aus spitzem Winkel keine Chance und erzielte das 0:1.

Daniel Groll und Julian Bauland hätten fünf Minuten später bereits ausgleichen können, doch auch ihnen machte die allgemeine Preußen-Nervosität einen Strich durch die Rechnung – ebenso wie bei Groll in der 27. Minute. Erst mit Daniel Schulze Brocks Kopfballtreffer nach Ecke von Bauland (37.) legte sich die Unruhe bei den Preußen.

Eingangs der zweiten Halbzeit führte ein Konter über den schnellen Nentwig zum 2:1 für den TuS, doch es dauerte wiederum nur fünf Minuten, da glichen die Preußen wieder aus. Bauland wurde im Strafraum von Greibel mit einem Arm festgehalten, Schiedsrichter Lennart Brüggemann pfiff, zeigte aber keine Karte – und Henning Reckermann glich über den Umweg Pfosten zum 2:2 aus.

Als Laukötter in der 65. Minute Alexander Groll brachte und nun vorne mit Doppelspitze spielen ließ, wurde Borghorst offensiver, Zählbares kam jedoch nicht dabei heraus.

Im Gegenteil: Bock Nummer zwei in der Abwehr, ein zu kurz geratener Rückpass zu Torwart Matthias Brinkert, bescherte den St. Arnoldern durch Omar Saadou das 3:2 und damit den Siegtreffer. Borghorst warf zum Schluss zwar noch einmal alles nach vorne, um eine Verlängerung zu erzwingen, aber das klappte auch nicht mehr.

„Alles kein Drama“, meinte Borghorsts Trainer zum Schluss noch. „Wir haben ja selbst nicht damit gerechnet. Jetzt fahren wir mit 28 Mann nach Malle und alles ist gut“, grinste Laukötter.

Preußen II: Brinkert - Schlattmann, Huesmann (3. Ratert), Schulze Brock, Berning - Bühning, Frieler (75. Dirkes), Reckermann, Weiermann (65. A. Groll), D. Groll - Bauland.

Tore: 1:0 Saadou (4.), 1:1 Schulze Brock (37.), 2:1 Nentwig (52.), 2:2 Reckermann (58., FE), 3:2 Saadou (78.).

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Ich habe nicht gesehen, dass wir schlechter waren.

Charly Laukötter

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