Wasserball: Bastian Schmellenkamp in Australien
Kein Unentschieden in Down Under

Borghorst/Brisbane -

Australien steht bei jungen Leuten hoch im Kurs. Nach dem Abi „work-and-travel“ wird gerne genommen – und das nicht nur, um Zeit bis zum Beginn der Ausbildung zu überbrücken. Der ehemalige Borghorster Wasserballer Bastian Schmellenkamp, der zuletzt beim Bundesligisten ASC Duisburg unter Vertrag war, lebt derzeit ebenfalls in „Down Under“ und spielt dort für die Queensland Breakers Brisbane in der National League Wasserball.

Freitag, 09.02.2018, 14:02 Uhr

Braungebrannt und mit der Badehose seines neuen Vereins in der Hand genießt der Borghorster Bastian Schmellenkamp Hitze Australien statt Kälte in Borghorst.
Braungebrannt und mit der Badehose seines neuen Vereins in der Hand genießt der Borghorster Bastian Schmellenkamp Hitze Australien statt Kälte in Borghorst. Foto: privat

Bastian wollte sich, nachdem er seinen Bachelor absolviert hatte, ein Jahr Pause vom Studium gönnen und ist mit seiner Schwester nach Australien gereist. Er ist ja mit 21 Jahren noch recht jung“, erzählt seine Mutter Dörte Michels , die Erste Vorsitzende des TB Burgsteinfurt , vom Trip ihres Sohnes ins „Aussieland“.

Ende September ging es gemeinsam mit Schwester Rona los. Untergekommen sind die beiden Schmellenkamps bei „entfernten Verwandten in Brisbane“, wie die Mutter berichtet. Dort angekommen, hat sich der Wasserballer des ASC Duisburg bei den örtlichen Clubs umgeschaut, ob er sich das Geld fürs Reisen nicht durch seinen Sport verdienen kann – statt durch Schafe scheren oder Pfirsiche pflücken.

Breakers oder Barracudas war nun die Frage, denn in Brisbane gibt es zwei Vereine, die in der höchsten Liga Waterpolo spielen. Beide Clubs wollten natürlich nicht die Katze im Sack einkaufen und luden den 21-jährigen Deutschen erstmal zu einem Testspiel Breakers gegen Barracudas ein. Sechs Tore warf Schmellenkamp in dieser Begegnung für die Queensland Breakers aus Brisbane – die ihn daraufhin mit Kusshand engagierten.

Nach einiger Zeit des Reisens und Überlegens hat sich Schmellenkamp dann entschlossen, in Brisbane zu bleiben und dort die Saison für die Breakers bis Ende Mai zu Ende zu spielen.

20 Spiele in zwölf Wochen, und das in einem riesigen Land mit entsprechenden Entfernungen – das kann ganz schön anstrengend sein, und für seinen Lebensunterhalt arbeiten, muss der Borghorster ja auch noch.

Jetzt, im Februar, wo in Australien Sommer herrscht, beginnt die Saison der National League. Das erste Spiel hat Schmellenkamp mit den Breakers bereits absolviert – und verloren. Im Derby gegen die Barracudas stand es nach Ende der regulären Spielzeit 7:7. Im Gegensatz zur Deutschen Wasserball-Liga gibt es in Australien keine Unentschiedenwertung. Im Fünfmeterwerfen verloren die Breakers das Stadtderby schließlich.

„Ende Mai kommt Bastian wieder nach Hause. Der Flug ist schon gebucht“, sagt Mutter Dörte, die im vorigen Jahr erstmalig Weihnachten ohne ihre drei Kinder feiern musste, da auch der älteste Sohn im Ausland unterwegs war.

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