Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Der Fußballkreis Steinfurt hat genug gelitten

Kreis Steinfurt -

Es tut sich was im Kreisoberhaus: Zur neuen Saison scheiden gleich sechs Teams aus, sechs neue kommen. Erfreulich war in der abgelaufenen Spielzeit, dass die Zahl der Ampelkarten und der Gelben Karten stark rückläufig war. Fairstes Team ist eine Mannschaft, die lange Zeit im Abstiegskampf steckte.

Freitag, 15.06.2018, 10:14 Uhr

Erster in der Fairplay-Wertung: Ein Titel ohne großen Wert, über den sich Preußen Borghorsts Trainer Dirk Altkrüger trotzdem freut.
Erster in der Fairplay-Wertung: Ein Titel ohne großen Wert, über den sich Preußen Borghorsts Trainer Dirk Altkrüger trotzdem freut. Foto: Thomas Strack

Das gab es noch nie in der A-Liga: Zum zweiten Mal hintereinander mussten am Saisonende fünf Teams das Kreisoberhaus verlassen. „Ich meine, der Fußballkreis Steinfurt hat damit genug gelitten“, positioniert sich Staffelleiter Gerhard Rühlow.

Zuzüglich Meister und Bezirksliga-Aufsteiger Germania Horstmar verlassen somit sechs Mannschaften die Liga, die dementsprechend von sechs neuen ersetzt werden. Amisia Rheine, Germania Hauenhorst und SuS Neuenkirchen II sind als Rückkehrer aus der Bezirksliga keine wirklich frischen Gesichter, was auch auf den direkten Wiederaufsteiger Eintracht Rodde zutrifft. Die SpVgg Langenhorst/Welbergen, die sich nach 14 Jahren zurückgemeldet hat, sowie der Skiclub Nordwest Rheine als kompletter Neuling hingegen schon. „Ich denke, die Liga wird sportlich aufgewertet“, mutmaßt Rühlow.

Was Rühlow auch gefällt, ist, dass weniger Karten gezeigt wurden. Zwar blieb in der A-Liga die Zahl der Roten Karten im Vergleich zu 2017/18 gleich (24), doch die Ampelkarten (19 statt 38) und die Gelben Karten (998 statt 1187) verringerten sich entscheidend.

Ohne Platzverweis kamen die beiden Nordwalder Formationen, Germania Horstmar, Westfalia Leer, die Reserve von Emsdetten 05 und Preußen Borghorst durch. Der SCP stellt mit 43 Strafpunkten die fairste Mannschaft der Klasse.

„Das freut mich wirklich. Obwohl wir lange Zeit im Abstiegskampf steckten, haben wir damit gezeigt, dass man auch mit fußballerischen Mitteln unten rauskommen kann. Mir war es auch bei meinen vorherigen Vereinen immer wichtig, sich an das Fair-Play zu halten. Gerade gegenüber den Schiris, die es nun wirklich nicht immer leicht haben“, so Preußen-Trainer Dirk Altkrüger.

Eine Belohnung gibt es dafür – anders als übrigens auf überkreislicher Ebene – mittlerweile nicht mehr. „Darüber sollten wir mal nachdenken. Fußball ist doch nicht nur Punkte und Tore“, regt Rühlow an, die fairste Mannschaft aller Ligen auszuzeichnen.

In der abgelaufenen Spielzeit führten sechs Vereine das Klassement an. Unter anderem Matellia Metelen (1. Spieltag), der spätere Absteiger TuS St. Arnold (2. Spieltag) und Borussia Emsdetten II (3. Spieltag). Germania Horstmar tauschte in der Folgezeit mehrfach mit GW Rheine, wobei der FC Eintracht Rheine II zwischenzeitlich dieses Wechselspiel unterbrach.

Heimstärkste Mannschaft war Westfalia Leer (30 Punkte), auswärts punktete Germania Horstmar am besten (34). Schlusslicht SuS Neuenkirchen IV blieb in der Fremde in 15 Anläufen sogar gänzlich ohne Sieg (drei Punkte, 6:61 Tore).

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