Fußball: 3. Liga
VfL Osnabrück feiert 6:1-Kantersieg über Chemnitzer FC

Osnabrück -

Das war ein echter Befreiungsschlag. Mit 6:1 putzte der VfL Osnabrück am Freitagabend im Kellerduell den Chemnitzer FC und verschaffte sich durch den ersten Erfolg in diesem Jahr viel Luft im Abstiegskampf.

Freitag, 09.02.2018, 21:02 Uhr

Marc Heider hatte kurz zuvor drei Chemnitzer Gegenspieler stehen lassen und vollendete in dieser Szene zum 2:0.
Marc Heider hatte kurz zuvor drei Chemnitzer Gegenspieler stehen lassen und vollendete in dieser Szene zum 2:0. Foto: Tobias Mönninghoff

Der VfL Osnabrück hat sich nach dem enttäuschenden 0:1 der Vorwoche in Halle eindrucksvoll zurückgemeldet. Auch in der Höhe hochverdient setzten sich die Lila-Weißen am Freitagabend im Kellerduell nach verhaltener erster Halbzeit mit 6:1 (1:0) gegen den Chemnitzer FC durch. Das war nicht nur ein einfacher Sieg – der erste in 2018 – es war ein Explosion. Erwies sich die Offensive gegen Halle noch als laues Lüftchen, zeigte sich der VfL diesmal eiskalt vor des Gegners Tor.

Zufrieden durfte Trainer Daniel Thioune auch damit sein, dass es mit Alvarez, Heider , Reimerink, Klaas , Danneberg und Krasniqi sechs verschiedene Torschützen gab. Mit diesem Kantersieg vergrößerte der VfL den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Chemnitz einnimmt, auf sechs Punkte. Sollten die Lila-Weißen im Nachholspiel am Mittwoch gegen den Karlsruher SC einen weiteren Sieg folgen lassen, könnten sie gar den Anschluss an das Mittelfeld wiederherstellen.

Sebastian Klaas war eifrig unterwegs und erzielte unter Mithilfe von Dennis Grote (dahinter) das 5:0x

Sebastian Klaas war eifrig unterwegs und erzielte unter Mithilfe von Dennis Grote (dahinter) das 5:0x Foto: Tobias Mönninghoff

Daniel Thioune hatte zwar Änderungen angekündigt, entschied sich mit Mittelfeldspieler Sebastian Klaas für Innenverteidiger Marcel Appiah aber nur für einen Wechsel. Appiah nahm auf der Bank Platz, Bashkim Renneke rückte wieder auf die Position des Rechtsverteidigers. Auf dem an der Bremer Brücke neu verlegten Rasen taten sich die Hausherren zunächst schwer. Die Anfangsphase ging an die Gäste, die bissiger und zielstrebiger wirkten.

Der VfL benötigte fast 20 Minuten, um sich auf dem neuen Geläuf zurechtzufinden, tat das dann aber eindrucksvoll. Der aus Wettringen stammende Dennis Grote foulte Klaas im Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marcos Alvarez in der 22. Minute sicher zum 1:0, indem er CFC-Keeper Kevin Kunz verlud. So hatten sich Daniel Thioune und seine Spieler das vorgestellt.

Fortan war der VfL drin in der Partie und übernahm immer mehr die Spielkontrolle. Mit dem nun nötigen Selbstvertrauen ausgestattet verlagerten die Hausherren das Geschehen in die gegnerische Hälfte. Zu zwingenden Torchancen kamen sie zunächst aber nicht.

Groß war der Jubel beim VfL Osnabrück über den 6:1-Kantersieg gegen Chemnitz wie hier bei Marc Heider (von links), Jules Reimerink Bashkim Renneke.

Groß war der Jubel beim VfL Osnabrück über den 6:1-Kantersieg gegen Chemnitz wie hier bei Marc Heider (von links), Jules Reimerink Bashkim Renneke. Foto: Tobias Mönninghoff

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Chemnitz suchte die Wende und operierte in der eigenen Defensiver offener. Das nutzte der VfL nahezu konsequent. Zunächst verfehlte Tim Danneberg das Ziel per Kopf. Dann ging es Schlag auf Schlag. Nach einer knappen Stunde ließ Marc Heider gleich drei Gegner stehen und vollendete zum 2:0 (58.). Nur vier Minuten später durfte der VfL erneut jubeln. Jules Reimerink verwertete eine schöne Kombination von Heider und Marc Wachs zum 3:0. Gar nur drei Zeigerumdrehungen später war Tim Danneberg zur Stelle, um per Kopf auf 4:0 zu erhöhen. Aber auch das war noch nicht das Ende dieser absolut wilden elf Minuten: Mit einem von Grote ins eigene Netz abgefälschten Schuss markierte Sebastian Klaas das 5:0.

Damit war die Partie endgültig gelaufen. Der VfL beherrschte Ball und Gegner. Der 1:5-Anschlusstreffer von Tom Baumgart (79.) tat nicht weh. Im Gegenteil. Lila-Weiß legte noch einmal nach. Passend zur schönen Geschichte des Abends fügte der kurz zuvor eingewechselte Kamer Krasniqi ein weiteres Kapitel hinzu. Mit seinem ersten Profitor machte der Youngster in der 87. Minute per Kopf das halbe Dutzend voll.

Der VfL ließ sich nach einer vor allem im zweiten Durchgang durch und durch überzeugenden Leistung nach dem Abpfiff völlig zurecht feiern. Gemeinsam mit den Fans sangen die Spieler vor der Ostkurve „Oh, wie ist das schön...“

VfL Osnabrück: Gersbeck - Renneke, Sama, Susac, Wachs - Groß, Danneberg (77. Krasniqi) - Klaas - Reimerink, Alvarez (66. Sen), Heider (67. Iyoha).

Chemnitzer FC: Tittel - Dartsch (46. Leutenecker), Scheffel, M. Hoffmann (27. Piechowski), Sumusalo - Hansch, Reinhardt, Grote, Baumgart - Slalov und Kluft (79. Frahn).

Tore : 1:0 Alvarez (FE, 22.), 2:0 Heider (58.), 63. Reimerink (62.), 4:0 Danneberg (65.), 5:0 Klaas (69.), 5:1 Baumgart (79.), 6:1 Krasniqi (87.). - Schiedsrichter: Pascal Müller (27, Löchgau). - Gelbe Karten : Reimerink, Renneke - Leutenecker. Zuschauer: 7331.

Nächstes VfL-Spiel: Mittwoch, 14. August, 19 Uhr Bremer Brücke gegen Karlsruher SC

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