Mo., 29.02.2016

Fußball: Trotz Feldüberlegenheit und Chancenplus unterliegt Telgte in Ostbevern mit 0:1 Stadtmann entscheidet das Derby

Matthias Stadtmann – hier im Zweikampf mit Jo Maffenbeier (Nr. 18) – erzielte in der Nachspielzeit den BSV-Siegtreffer. Simon Lührmann (r.) gewinnt in Bodenlage den Ball für die Ostbeverner Gastgeber.

Matthias Stadtmann – hier im Zweikampf mit Jo Maffenbeier (Nr. 18) – erzielte in der Nachspielzeit den BSV-Siegtreffer. Simon Lührmann (r.) gewinnt in Bodenlage den Ball für die Ostbeverner Gastgeber. Foto: Biniossek

Ostbevern/Telgte - 

90 Minuten waren rum, als die Blau-Weißen einen letzten Konter fuhren.

Von Karl-Heinz Kock

90 Minuten waren rum, als die Blau-Weißen einen letzten Konter fuhren. Fünf Ostbeverner liefen gemeinsam mit drei Telgtern in Richtung SG-Gehäuse. Alexander Preckel, Kevin Kortenjann, Stefan Hollmann und Niclas Leinkenjost servierten Matthias Stadtmann den Ball in Höhe des Elfmeters dann so zentral, dass er ihn fast mühelos zum 1:0-Siegtreffer in den Maschen versenken konnte.

Ein Tor, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte und nur Kopfschütteln bei SG-Coach Jan Lauhoff hervorrief: „Wir spielen wilde Sau und haben keine normale Absicherung. Wir haben genug erfahrene Leute, das darf nicht passieren. Aus dem Hoetmar-Spiel haben wir nichts gelernt und erneut die Grundordnung verloren. Da hast du als Trainer keine Chance. Jetzt leiden wir ein zweites Mal.“

Den BSV-Fans war es egal. Sie feierten ihre Spieler beim Verlassen des Kunstrasenplatzes mit „Derby-Sieger“-Sprechchören, während die Emsstädter mit hängenden Köpfen vom Feld schlichen. Da Tabellenführer SG Sendenhorst beim 0:1 gegen Westkirchen überraschend strauchelte, hätte die SG bis auf zwei Zähler an den Primus heranrücken können. So aber bleibt es bei fünf Zählern Rückstand. „Wir hätten noch Stunden spielen können, ohne ein Tor zu schießen“, legte Lauhoff den Finger in eine weitere Wunde. Was seine Elf an Chancen versiebte, ging schon nicht mehr auf die viel zitierte Kuhhaut. Im ersten Durchgang wurde das Leder gleich drei Mal von der Ostbeverner Linie gekratzt – einmal von Fabian Wehn (4.), einmal von Patrick Rockoff (25.) und einmal sogar von SG-Akteur Benjamin Kock (17.), der dort angeschossen wurde. Zudem parierte BSV-Torhüter Fabian Dertenkötter zwei Mal glänzend gegen Jo Maffenbeier (27./77.). Ismail Budak zielte knapp am Winkel vorbei (52.), und Maffenbeier traf kurz drauf nur den Pfosten.

Ostbevern besaß vier Möglichkeiten zum Torerfolg zu kommen. Rockoff (25.) traf die Latte, Carsten Essers Kopfball (38.) landete in Johannes Zumdicks Armen und Stefan Hollmann (67.) sowie Daniel Holthusen brachten einen Konter nicht im SG-Tor unter. Bis Matthias Stadtmann allen zeigte, wie man es besser macht.

„Das Ergebnis ist ein bisschen glücklich über 90 Minuten gesehen, aber wir haben leidenschaftlich gekämpft“, freute sich BSV-Trainer Sven Frommer. „In der ersten Halbzeit hatte Telgte Feldvorteile und hätte zur Pause führen können. Wir hatten ein, zwei Mal das Quäntchen Glück. Nach 25 Minuten haben wir uns gefangen. Der Wille der Mannschaft ist bezeichnend.“

BSV Ostbevern: Dertenkötter – Lührmann, Stadtmann, Bäumer (83. Preckel), Brandes – Hülsmann, Esser, Rockoff, Wehn (68. Leinkenjost), Holthusen (70. Kortenjann) – Hollmann.

SG Telgte: Zumdick – Kock, Sauerland, Hartmann, Hampel – Röös, Demiröz, Budak, Neumann, Schoof (46. Tewes) – Maffenbeier.

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