Mi., 15.03.2017

Volleyball: 1. Damen-Bundesliga Im Angriff ist für den USC vor erstem Spiel in Stuttgart Luft nach oben

Hanna Orthmann muss im USC-Angriff viel Last schultern. Nach dem Ausfall von Erica Wilson bekleidet die erste 18-Jährige die wichtige Diagonal-Position.

Hanna Orthmann muss im USC-Angriff viel Last schultern. Nach dem Ausfall von Erica Wilson bekleidet die erste 18-Jährige die wichtige Diagonal-Position. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das DM-Viertelfinale steht vor der Tür, und der USC Münster ist klarer Außenseiter vor dem ersten Duell mit dem MTV Stuttgart. Auswärts erst recht. Vor allem im Angriff muss sich der Hauptrundensiebte steigern, um eine kleine Chance zu haben.

Von Wilfried Sprenger

Zwei Mal in der laufenden Saison haben sich die Volleyball-Bundesligisten MTV Stuttgart und USC Münster bislang gemessen. Die Schwaben gewannen beide Vergleiche 3:0, nur in einem der sechs Sätze erreichten die Unabhängigen 20 Punkte. Vor dem erneuten Aufeinandertreffen im Playoff-Viertelfinale stellt sich die Frage nach dem Favoriten nicht wirklich. In der „Best-of-three-Serie“ hat Stuttgart am Sonntag (15 Uhr) zunächst Heimrecht.

Münster steht vor einer Herkulesaufgabe, Trainer Andreas Vollmer schreckt dies nicht ab. Nach den Siegen gegen Suhl in den Pre-Playoffs hat er seiner Mannschaft zunächst ein wenig Ruhe eingeräumt und dann die Bälle im Training „versteckt“. Technische Dinge rückten in den Vordergrund, dazu gab es den monatlichen „Workshop“ mit Sportpsychologen der Uni Münster. „Danach sollten alle wieder heiß auf den Ball sein und voller Vorfreude auf das Viertelfinale“, sagte Vollmer am Mittwoch.

Annahme, Abwehr, Block – in diesen Elementen bot Münster den Stuttgarterinnen zuletzt durchaus Paroli. Der eigentliche Unterschied zeigte sich im Angriff. Die Schützlinge von Guillermo Hernandez beeindrucken hier mit einer brutalen Effizienz. Im Heimspiel vor knapp drei Wochen brachten sie 46 von 93 Angriffen durch, dies entsprach einer Quote von 49 Prozent. Der USC kam auf 31 Prozent, insbesondere im Außen- und Diagonalangriff schwächelte die Mannschaft nicht nur in dieser Partie. „Ganz klar, da ist Luft nach oben, da muss mehr kommen, wenn wir Stuttgart fordern wollen, erklärt Vollmer.

Es bedarf sicherlich besonderer Umstände, um die Schwaben in die Bredouille zu bringen. Dies geht wohl nur mit einer außergewöhnlichen Leistung. Und dazu dürfte der MTV nicht seinen besten Tag erwischen. „Kann alles vorkommen“, meint Vollmer, „wir arbeiten daran und werden unsere Chancen suchen.“ Vielleicht hilft die Erinnerung an die letzte Begegnung der Hauptrunde. Beim 3:1 in Dresden knackte der USC zum ersten Mal in dieser Saison ein Team aus dem Spitzentrio. Vollmer: „Da waren der Mut und die Lockerheit da, die ich mir in diesen Spielen wünsche.“ Vielleicht klappt das ja auch einmal gegen Stuttgart.

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