Mi., 30.08.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga Hindriksen neue USC-Kapitänin, Bathen und Thomsen im Mannschaftsrat

Die Zuspielerin als Kapitänin: Mareike Hindriksen (r.), die hier „Mannschaftsclown“ Lena Vedder bedient, führt den USC als Spielführerin auf das Feld.

Die Zuspielerin als Kapitänin: Mareike Hindriksen (r.), die hier „Mannschaftsclown“ Lena Vedder bedient, führt den USC als Spielführerin auf das Feld. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Mareike Hindriksen ist die neue Kapitänin des USC Münster. Die Zuspielerin bildet gemeinsam mit Ines Bathen und Lisa Thomsen den Mannschaftsrat. Der Bundesligist, der mitten in der Vorbereitung steckt, testet an diesem Wochenende erneut fleißig.

Von Henner Henning

Am Ende war es das Bauchgefühl, das bei Mareike Hindriksen den letzten Impuls für einen Wechsel zum USC Münster gab. Nachdem Trainer Teun Buijs und der Sportliche Leiter Axel Büring der Zuspielerin daheim in Emlichheim einen Besuch auf der Terrasse abgestattet hatten, war es eben diese Intuition, die sie in Richtung Berg Fidel verschlug. Mit 29 Jahren ist Hindriksen nach Libera Lisa Thomsen die Zweitälteste im sehr jungen USC-Bund – und auf Anhieb ab sofort auch die Kapitänin des Volleyball-Bundesligisten.

„Das ist eine schöne Aufgabe, die für mich keinen zusätzlichen Stress bedeutet“, sagt Hindriksen, die mit Thomsen und der seit Sonntag 27 Jahre alten Ines Bathen auch den Mannschaftsrat bildet. Oder wie ihn Angreiferin Lena Vedder – der Neuzugang bezeichnet sich als „Mannschaftsclown“ – nennt: „Das Parlament.“

Eben dieses blickt nun in der fünften Trainingswoche nach dem Start der Vorbereitung auf eine gute Zeit zurück, das bis auf Bathen und Juliane Langgemach komplett neu formierte Team hat die Findungs- und Kennenlernphase scheinbar bestens genutzt. „Auch wenn es in der Vergangenheit immer mal wieder Umbrüche gab, war diese Situation auch für mich neu. Ich war erst skeptisch, aber dann hatte ich sofort das Gefühl, dass es richtig gut werden kann. Ich bin begeistert, wie das Teamgefüge schon jetzt ist“, sagt Ba­then – und sie kann durchaus Vergleiche ziehen, ist die Angreiferin doch schon seit 2007 bei den Unabhängigen.

Einen ersten Eindruck, wie weit der USC sich vorangearbeitet hat, lieferte die Buijs-Mannschaft am vergangenen Samstag. Die Tests gegen die niederländischen Erstligisten Set-Up ’65 (4:0) und Sliedrecht Sport (3:1) ließen sich gut an und stimmten den Coach zufrieden. „Die ersten vier Wochen waren sehr gut, die Mädels ziehen super mit. Manchmal gebe ich ihnen zu viele Infos, da rauchen die Köpfe“, so Buijs, der mit seinen Schützlingen am Samstag zum nächsten Test in sein Heimatland aufbricht. Nicht mit dabei gegen den VC Sneek sind wie bisher die Talente Lina Alsmeier und Luisa Keller, die nach der U-18-WM in Argentinien eine Pause erhalten, und die Finnin Roosa Laakkonen, die bei ihrem Nationalteam weilt. Zudem ist der Einsatz von Ivana Bulajic fraglich, die sich am vergangenen Samstag am Nacken leicht verletzt hat.

Stützpunkt bis Ende 2018 gesichert

Die Zukunft des Bundesstützpunktes Volleyball in Münster ist zumindest vorerst gesichert. Bis zum 31. Dezember 2018 bleiben alle deutschen Stützpunkte erhalten, erst dann sollen im Zuge der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundesministerium für Inneres (BMI) angestrebten Leistungssportreform mögliche Zentren nach einer Neuordnung dieser geschlossen werden – und da gehört Münster nach wie vor zu den Streichkandidaten. Nachdem es Schwierigkeiten bei der Reform-Planung und -Umsetzung gab, soll nun die endgültige Bundesstützpunkt-Struktur in einem mehrstufigen Verfahren erarbeitet werden. Auf der Grundlage einer vom DOSB erarbeiteten Grundsatzliste werden sich BMI und Länder über die anzuerkennenden Bundesstützpunkte verständigen. So soll für die Sommersportverbände noch in diesem Jahr feststehen, an welchen Standorten die Bundeskaderathleten ab dem 1. Januar 2019 trainieren werden. „Wir sind guter Dinge, dass unser Stützpunkt erhalten bleibt“, so Jürgen Aigner, Vizepräsident des USC-Kooperationspartners VC Olympia Münster, der für den Spielbetrieb der hiesigen Nachwuchs-Teams verantwortlich ist.

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