Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC ohne echte Chance bei den Roten Raben Vilsbiburg

Münster -

Eine gute Ausgangslage für die Playoffs muss der USC Münster wohl abhaken. Ersatzgeschwächter denn je verloren die Damen mit 0:3 (17:25, 18:25, 13:25) bei den Roten Raben Vilsbiburg und waren beim Tabellennachbarn buchstäblich chancenlos.

Samstag, 10.02.2018, 20:02 Uhr

Juliet Lohuis 
Juliet Lohuis  Foto: Jürgen Peperhowe

Auch bei den Roten Raben Vilsbiburg kassierte der USC Münster eine bittere Niederlage. 0:3 (17:25, 18:25, 13:25) hieß es nach 71 Minuten. Ein Duell auf Augenhöhe war das nicht. Wie auch? Der Gast musste – neben den ohnehin Langzeitverletzten Lena Vedder und Ivana Bulajic – ohne zwei absolute Leistungsträgerinnen antreten, die mit Bänderverletzungen ausfielen. Für Ivana Vanjak spielte Lina Alsmeier im Außenangriff, Luisa Keller rückte auf die Diagonalposition. Und für Libera Lisa Thomsen sprang Chiara Hoenhorst auf fachfremder Stelle in die Bresche. Routinier Linda Dörendahl machte die weite Reise ins tiefste Bayern nicht mit. „Wir haben so viele Probleme mit Verletzten, meine halbe Mannschaft hat gefehlt“, klagte Trainer Teun Buijs nachher. Aber: „Es geht weiter.“

Die drei Greenhorns mühten sich nach Kräften. Alsmeier war im ansonsten wenig durchschlagkräftigen Angriff mit 13 Punkten die beste Punktesammlerin ihres Teams. Doch gerade ohne Thomsen war die Annahme in vielen Phasen unkoordiniert, auch die Abwehr hatte natürlich nicht die Qualität wie mit ihr. Da auch der Block nur selten zur Stelle war, fehlte es in fast allen Elementen.

Beim 11:7 im ersten Satz sah es noch ganz gut aus für den USC, doch dann drehten die Roten Raben um Laura Künzler und Kapitänin Leonie Schwertmann (gegen ihren Ex-Club besonders motiviert) auf. Allerdings fehlten auch auf der anderen Seite einige Spitzenkräfte (etwa Lena Stigrot). Beim 17:12 waren die Süddeutschen mit einem 10:1-Lauf entscheidend weggezogen. Nach 24 Minuten stand es 1:0 für den Gastgeber.

Münster startete mit gleich drei unnötigen Angriffsfehlern in den zweiten Durchgang, berappelte sich nach einem 2:8-Rückstand aber noch mal merklich und kam erst auf 5:8 und dann auf 12:13 heran. Doch diese Aufholjagd hatte Körner gekostet. Vilsbiburg mit einer aus dem Hinterfeld immer bissigeren Vanessa Agbortabi machte kurzen Prozess zum 18:12 und profitierte bei den eigenen Aufschlägen von der nötigen Wucht, aber auch den Fehlern des Gegners. 25 Minuten dauerte dieser Abschnitt.

Durchgang drei lief zunächst gut an für den Gast, für den auch Juliet Lohuis im Mittelangriff nun etwas mehr Verantwortung trug. Doch nach dem 4:2 knickte die unerfahrene Truppe wieder ein, ließ sieben Punkte der Raben am Stück zu – und war damit endgültig auf der Verliererstraße. Am Ende wurde es sogar richtig deutlich, als Schwertmann und Co. auf 21:9 davongezogen waren.

Während dem USC eine lange und bittere Heimreise bevorstand, dürfen die Vilsbiburger am Sonntag noch mal gegen Schlusslicht VCO Berlin ran. Im sehr wahrscheinlichen Fall eines Sieges ziehen dann in der Tabelle vorbei an Münster auf Rang sechs.

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