Volleyball: Frauen-Bundesliga
Der USC Münster unterliegt zum Playoff-Start in Schwerin mit 0:3

Schwerin -

Die Hoffnung, zum Auftakt des Playoff-Viertelfinals eine Überraschung zu landen, hat sich für den USC Münster nicht erfüllt. Beim Titelverteidiger SSC Palmberg Schwerin verloren die Unabhängigen mit 0:3, leisteten dabei aber besonders im ersten Satz mächtig Gegenwehr.

Samstag, 17.03.2018, 21:03 Uhr

Eine Nummer zu groß war Schwerin für den USC und Luisa Keller, die beim 0:3 zur wertvollsten Spielerin ihrer Mannschaft gewählt wurde.
Eine Nummer zu groß war Schwerin für den USC und Luisa Keller, die beim 0:3 zur wertvollsten Spielerin ihrer Mannschaft gewählt wurde. Foto: Jürgen Peperhowe

Fast genau vor vier Wochen blieb der USC Münster in der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga in eigener Halle gegen den SSC Palmberg Schwerin ohne Satzgewinn. Beim Wiedersehen zum Auftakt des Playoff-Viertelfinals änderte sich das Ergebnis nicht, die Unabhängigen verloren auch diesmal mit 0:3 (22:25, 14:25, 19:25).

Zunächst aber hatte es nicht nach einer unter dem Strich eindeutigen Niederlage ausgesehen. Mit dem Mute eines Außenseiters trumpfte Münster auf und stellte den Titelverteidiger vor gehörige Probleme. Die erst 16 Jahre alte Luisa Keller war zweifach zur Stelle und besorgte dem USC damit die 10:7-Führung. Was war denn hier los, fragten sich viele der 1756 Zuschauer.

USC verliert Playoff-Spiel in Schwerin

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  • Das erste Playoff-Spiel der Saison hat der USC Münster verloren.

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  • In Schwerin setzte es eine 0:3-Niederlage.

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  • Entsprechend enttäuscht waren die Mienen nach der Partie.

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  • Mit 22:25, 14:25 und 19:25 gingen die Sätze verloren.

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  • Am nächsten Sonntag (25.3.) steht das Rückspiel in Münster an.

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  • Sehen Sie im Folgenden Impressionen vom Spiel:

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  • Ivana Vanjak

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  • Ivana Vanjak

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  • Louisa Lippmann

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  • Luisa Keller

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  • Ivana Vanjak

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  • Jubel nach einem Punktgewinn

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  • Die USC-Fans feuerten ihr Team in Schwerin leidenschaftlich an.

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  • Palmberg-Arena in Schwerin

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  • Teun Buijs

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  • Juliet Lohuis

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  • USC-Fans

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  • Am Ende konnte der SSC Schwerin mehr Punktgewinne bejubeln.

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  • Felix Koslowski

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  • Luisa Keller

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  • Juliet Lohuis

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  • Juliane Langgemach

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  • Ivana Vanjak

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  • Luisa Keller

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  • Jubel mit Keller, Hindriksen, Vanjak, Langgemach, Thomsen und Bathen

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  • Teun Buijs

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  • Thomsen und Bathen

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  • Hindriksen gegen Beta Dumancic

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  • Juliane Langgemach

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  • Ivana Vanjak

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  • Teun Buijs

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  • Felix Koslowski

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  • Mareike Hindriksen

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  • Lena Vedder

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  • Lena Vedder

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  • USC verliert Playoff-Spiel in Schwerin Foto: Jürgen Peperhowe
  • Felix Koslowski mit Mallach und Buijs

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Ja, Münster trat munter und mit spielerischer Leichtigkeit auf und lag nach einem Aufschlagfehler von SSC-Zuspielerin Denise Hanke mit 17:15 vorne. Aber Schwerin wäre nicht stolzer Halbfinalist im CEV-Pokal und amtierender Meister, wenn er nicht zur passenden Zeit zulegen könnte. Den Zwei-Punkte-Rückstand drehte der SSC, ohne dass Münster so ganz viel falsch machte. Exemplarisch für die Klasse der Gastgeber war der Punkt zur ersten SSC-Führung nach langer Zeit.

Nachdem Louisa Lippmann mit zwei erfolgreichen Angriffen zunächst zum 17:17 ausgeglichen hatte, schien Münster wieder an der Reihe zu sein. Ivana Vanjak kam mit einem wuchtigen Schmetterball vorbei am Block, hatte die Rechnung aber ohne Greta Szakmary gemacht. Die Ungarin entschärfte den Angriff und schloss ihren direkt folgenden zum 18:17 ab. USC-Coach Teun Buijs nahm die Auszeit, die aber verpuffte. Münster konnte den Schweriner Flow nicht mehr bremsen und leistete sich unter Druck nun auch Fehler. Die Folge: Nationalspielerin Jennifer Geerties beendete mit dem zweiten Satzball den ersten Durchgang, in dem sich der USC lange teuer verkauft hatte. „Wir haben sehr mutig angefangen und lange gut gespielt. Aber dann fehlt uns die Erfahrung, auf die neue Situation zu reagieren, als Schwerin stärker wurde“, sagte Buijs.

Schwere Hypothek

Den Schwung aus der Endphase nahm Schwerin zum Leidwesen des USC und seiner knapp 30 mitgereisten Fans mit auf die andere Netzseite. Sechs der ersten sieben Ballwechsel gaben die Unabhängigen ab – eine schwere Hypothek, die da direkt auf den grün-weißen Schultern lastete. Münster versuchte diese abzuschütteln, berappelte sich und pirschte sich vorsichtig an den Favoriten heran. Juliet Lohuis und Juliane Langgemach stellten die Ergebnistafel auf 7:9, Münster war wieder in Reichweite. Aber nur kurz, Die doppelte Lippmann und Geerties läuteten den Schweriner Zwischenspurt von 11:9 auf 16:9 ein, der natürlich die Vorentscheidung im zweiten Abschnitt war. Der USC war nun chancenlos und hatte dem Power-Volleyball des SSC bei allem Kampfgeist und Einsatz nichts entgegenzusetzen. Erneut war es der zweite Satzball, der saß, diesmal von Lauren Barfield verwandelt.

Zahlen und Fakten

USC: Mareike Hindriksen, Juliet Lohuis, Juliane Langgemach, Luisa Keller, Ines Bathen, Ivana Vanjak, Lisa Thomsen (Libera) – eingewechselt: Lina Alsmeier, Chiara Hoenhorst

Zuschauer: 1756

Spieldauer: 71 Minuten

Satz 1: 2:1, 2:3, 4:4, 7:5, 10:7, 13:9, 14:13, 17:20, 20:21, 21:24, 22:25.

Satz 2: 1:0, 1:6, 3:6, 4:8, 7:9, 9:11, 9:16, 11:19, 12:22, 13:24, 14:25

Satz 3: 0:2, 3:2, 3:5, 4:8, 6:8, 6:11, 10:16, 16:16, 16:19, 18:23, 19:25.

Wertvollste Spielerinnen: Luisa Keller (USC) – Louisa Lippmann (SSC)

Das zweite Spiel des Playoff-Viertelfinals: USC Münster - SSC Palmberg Schwerin (Sonntag, 14.30 Uhr, Halle Berg Fidel)

...

Die Dinge nahmen ihren Lauf, die Aufgabe war für den USC nun nicht mehr zu lösen. Schritt für Schritt setzte sich der SSC (5:3, 8:4, 16:10) ab – und leistete sich im Gefühl des sicheren Sieges eine kurze Phase der Schwäche, die Münster dankend annahm. Mit Juliane Langgemach beim Aufschlag glichen die Unabhängigen tatsächlich noch einmal aus (16:16). Es war das letzte Aufbäumen, der Gastgeber ließ mehr nicht zu. „Schwerin hat gezeigt, dass es eine absolute Top-Mannschaft ist“, sagte USC-Libera Lisa Thomsen, die nun mit dem USC am Sonntag im zweiten Viertelfinalspiel Revanche nehmen will.

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