Volleyball: Westdeutsche Jugend-Meisterschaften
USC, TSC und BW Aasee im Endrunden-Modus

Münster -

Am Wochenende stehen die Endrunden bei den Westdeutschen Meisterschaften an. Der USC Münster, BW Aasee und der TSC Gievenbeck schicken Mannschaften mit ganz unterschiedlichen Ambitionen zu den Wettbewerben.

Donnerstag, 12.04.2018, 14:04 Uhr

Mit der U 20 des USC Münster will sich Picabo Reinhold bei der Endrunde der Westdeutschen Meisterschaften für die nationalen Titelkämpfe qualifizieren – schließlich haben die Unabhängigen dort einen Titel zu verteidigen.
Mit der U 20 des USC Münster will sich Picabo Reinhold bei der Endrunde der Westdeutschen Meisterschaften für die nationalen Titelkämpfe qualifizieren – schließlich haben die Unabhängigen dort einen Titel zu verteidigen. Foto: Niels Westphal

Die Planungen im Vorfeld der Westdeutschen Meisterschaften hielten Trainer Marvin Mallach auf Trab. Schuld ist eine Terminkollision zwischen dem Deutschen und dem Westdeutschen Volleyball-Verband, die das U-20-Team des USC Münster vor der Endrunde personell trifft. Zu lösen waren die Probleme nicht, mit Lina Alsmeier, Luisa Keller und Antonia Schmücker (alle beim Lehrgang der U-19-Nationalmannschaft) sowie mit Paula Schürholz (mit der deutschen U 17 bei der EM) sind drei Spielerinnen für internationale Aufgaben abgestellt. Dennoch ist der USC gut besetzt und scheint gerüstet für die abermalige DM-Qualifikation.

Im Vorjahr glückte Münster dies als Vizemeister, der große Coup folgte bei den nationalen Titelkämpfen mit dem Gewinn der Meisterschaft. Der Anreiz, wieder um die deutsche Krone zu spielen, ist groß, die vorgeschalteten Probleme sind Geschichte. „Wir müssen damit ja leben und sind gut aufgestellt“, sagt Mallach, der auf reichlich Zweitliga-Erfahrung in seinem 13er-Kader bauen kann. Picabo Reinhold vom Bundesstützpunkt spielte zuletzt für den TV Gladbeck, Svenja Enning für die Stralsunder Wildcats. USA-Rückkehrerin Liza Kastrup steht gar im Bundesliga-Aufgebot des USC, dazu kommen Chenoa Christ oder Lilian Engemann, die ihren Kreuzbandriss vollständig auskuriert hat. Eine starke Truppe, die sich in ihrer Gruppe mit dem ASV Senden und dem Vorjahreshalbfinalisten BW Dingden behaupten will und soll. „Die Auslosung ist für uns ganz gut, wir haben zunächst spielfrei“, sagt Mallach, der im Kampf um den Titel VoR Paderborn und den TV Hörde, den Sieger von 2017, hoch handelt. „Diese Teams haben viel Potenzial.“

Mit BW Aasee ist eine zweite Mannschaft aus Münster in Solingen dabei. In der Gruppe B geht es gegen BSV Ostbevern um einen Platz in der Zwischenrunde, scheint Hörde doch eine Nummer zu groß zu sein für die Blau-Weißen, die zudem auch in der U-16-Konkurrenz vertreten sind.

Für die Endrunde in Aachen bereitete sich die von Trainer Dieter Theis betreute Mannschaft in den Osterferien fleißig vor, satte 20 Trainingsstunden riss das Team von der Bonhoefferstraße in der ersten Woche ab. Kraft- und Athletiktraining, Übungen im Schnelligkeits- und Ausdauerbereich sowie volleyballerische Theorie und Praxis standen dort auf dem Stundenplan. „Wir wissen, dass wir auf starke Gegner treffen und wollen uns vernünftig präsentieren“, sagte Kapitänin Nikola Schmidt, die mit ihren Teamkolleginnen am Freitag nach Aachen reist und in der Bundesliga-Halle der Ladies in Black eine letzte Einheit absolvieren wird. Kurios: Ein BWA-Trio reist von einer Schulveranstaltung in Paris direkt mit dem TGV nach Aachen.

Spätestens am Samstag zum Turnierstart – BWA trifft in Gruppe C auf den TV Gladbeck und Union Lüdinghausen – gibt es ein Wiedersehen mit dem USC Münster. Die Unabhängigen müssen sich in der Gruppe D im Nachbarschaftsduell mit dem ASV Senden sowie mit dem 1. VC Minden behaupten, um einen Platz in der Zwischenrunde zu ergattern.

Zwei Mannschaften des TSC Gievenbeck sind am Wochenende bei den Westdeutschen Meisterschaften dabei – und haben beide das gleiche Motto ausgegeben: „Für die Zwischenrunde qualifizieren – und dann ist alles möglich“, heißt es für die U 16 in Sundern sowie für die U 20 in Meckenheim. Der ältere Gievenbecker Nachwuchs mit Trainer Markus Udelhofen bekommen es zunächst mit TuB Bocholt und dann mit dem Gastgeber zu tun, gegen den der TSC den Sprung in die Zwischenrunde und damit in die obere Hälfte des Zwölferfelds schaffen will. Die U 16 von Coach Leon Beckmann bekommt es in ihrer Gruppe mit einem der Favoriten, dem VV Humann Essen, sowie mit dem VC Menden-Much zu tun. „Gegen Menden haben wir in der Liga gewonnen und müssten dies wieder schaffen“, sagt Beckmann, der mit einem jungen Aufgebot zu den Titelkämpfen reist. Der Großteil des neunköpfigen Kaders gehört dem Jungjahrgang an, die Zielsetzung fällt daher zurückhaltend aus. Beckmann: „Ein Platz im guten Mittelfeld wäre schön.“

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