Do., 09.07.2015

Olympiastützpunkte in Westfalen Streit um Einfluss und Geld

Auch Spitzenreiterin Ingrid Klimke aus Münster profitiert vom Olympiastützpunkt Pferdesport in Warendorf.

Auch Spitzenreiterin Ingrid Klimke aus Münster profitiert vom Olympiastützpunkt Pferdesport in Warendorf. Foto: TayDucLam

Warendorf - 

Der Fortbestand des Olympiastützpunktes in Dortmund mit Außenstellen in Bochum, Warendorf und Winterberg ist gefährdet, sagt die Westfalen-Initiative mit Sitz in Münster.

Von Werner Szybalski

„Der Deutsche Olympische Sportbund will ohne den Olympiastützpunkt Westfalen in Dortmund auskommen. Er soll nach Schaffung einer gemeinsamen Trägerorganisation für die weiter bestehenden Olympiastützpunkte Rhein-Ruhr und Rheinland in dieser Struktur aufgehen“, teilte gestern die Westfalen-Initiative aus Münster mit. Hintergrund ist ein schon seit einiger Zeit schwelender Konflikt um den westfälischen Olympiastützpunkt Dortmund.

Der Stützpunkt, der nach eigener Aussage der drittgrößte der bundesweit 19 Olympiastützpunkte ist, hat seine Zentrale in Dortmund und drei Außenstellen in Bochum, Warendorf und Winterberg. Hervorgegangen ist der Dortmunder Olympiastützpunkt Westfalen 1994 aus der Fusion der bis dahin agierenden Olympiastützpunkte Ruhr-Ost und Warendorf Münsterland.

Über 500 Kaderathleten in 20 verschiedenen Sportarten koordiniere die gemeinnützige GmbH OSP Westfalen, die eine hundertprozentige Tochter der Stadt Dortmund ist. Die Sportler und ihre Trainer – weit über die Grenzen Dortmunds hinaus – werden von den fachkundigen Mitarbeitern und Kooperationspartnern des OSP in Dortmund in den Bereichen Leistungsdiagnostik, Laufbahn- und Ernährungsberatung, Sportpsychologie und -medizin, sowie Physiotherapie unterstützt.

Das Land NRW hatte im vergangenen Monat den OSP Westfalen als „wenig verlässlichen Partner, der sich Reformen verweigern würde“, so der WDR Dortmund, kritisiert und damit den Stützpunkt im westfälischen Landesteil in Frage gestellt.

Auch der Landessportbund in Duisburg hatte sich kritisch zum OSP geäußert, weil der DOSB keinen Zugriff auf das Personal in Dortmund und damit wohl auch in Bochum, Warendorf und Winterberg habe. „Es könne nicht sein, dass eine Stadt versuche, gegen die Interessen des Sports und der Hauptgeldgeber Bund und Land Personalentscheidungen zu treffen“, erklärte Dr. Christoph Niessen, für Grundsatzfragen zuständiger Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes.

Gestern kam nun die Debatte auf, dass die drei NRW-Stützpunkte zusammengelegt werden könnten, woraufhin sofort die Westfalen-Initiative ihren landmannsschaftlichen Einspruch erhob. „Werden diese offenbar mit der Landesregierung abgestimmten Pläne umgesetzt, bedeutet dies einen schmerzhaften Verlust mit unabsehbaren negativen Folgen für den Spitzensport in der Region“, so Dr. Peter Paziorek, Vorsitzender des Vereins Westfalen-Initiative.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Uta Helkenberg aus der FN-Pressestelle, dass in Warendorf die Diskussion mit Sorge verfolgt werde. „Allerdings ist der Standort Warendorf aktuell nicht gefährdet.“

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