Weltmeisterschaft in Russland
Ralf Bosse für Fußball-WM nominiert

Warendorf/Oberhausen -

Am Donnerstagabend geht es endlich los – nach vier Jahren Abstinenz wird bei der Fußball-WM endlich wieder ein Weltmeister ermittelt. Und Deutschland geht als Titelverteidiger an den Start. Ein Warendorfer hat es zwar nicht in den Kader von Jogi Löw geschafft, ist aber trotzdem für die WM nominiert worden.

Mittwoch, 13.06.2018, 15:24 Uhr

Am Donnerstag geht‘s mit dem Eröffnungsspiel los: Ralf Bosse freut sich ganz besonders auf die Weltmeisterschaft, weil er sieben Begegnungen für das Radio kommentiert.
Am Donnerstag geht‘s mit dem Eröffnungsspiel los: Ralf Bosse freut sich ganz besonders auf die Weltmeisterschaft, weil er sieben Begegnungen für das Radio kommentiert. Foto: Jonas Wiening

Gastgeber Russland gegen Saudi Arabien – so lautet das Eröffnungsspiel bei der Weltmeisterschaft. Fußballerisch vielleicht noch nicht das absolute Highlight, trotzdem wird dem Spiel große Beachtung geschenkt. Mit von der Partie wird auch Ralf Bosse sein. Der 53-Jährige kommentiert die Begegnung für den bundesweiten Zusammenschluss der Privatradios – und Millionen Leuten an den Empfangsgeräten hören zu.

Auftaktpartie und Deutschland-Spiel

Und für Bosse wird es nicht das einzige Spiel bleiben. Neben der Auftaktpartie berichtet der Ur-Warendorfer auch von sechs weiteren Partien, unter anderem auch von der ersten deutschen Begegnung gegen Mexiko am Sonntag. „Ich freue mich riesig, dass ich dabei bin. Jedes Spiel ist ein echtes Geschenk“, erzählt der freie Radio-Reporter, der auch oft für Radio WAF über den Lokalsport berichtet.

Ralf Bosse, die Karriere in Bildern

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  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Ohlmeier
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Lowinski
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  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Dieter Wiechmann
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Sport1
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Pascal-Gymnasium
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Christian Feischen
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Christian Feischen
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Nadine Rupp/Sport 1
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Marc Kreisel
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Marc Kreisel
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Sokolowski
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Nadine Rupp/Sport1
  • Ralf Bosse, die Karriere in Bildern Foto: Sokolowski

Noch öfter allerdings ist Ralf Bosse in München unterwegs. Vom dortigen Sendezentrum kommentiert er für Amazon (vorher 90elf und Sport1.fm) die Spiele der Bundesliga. In der abgelaufenen Saison war er ab und zu aber auch live im Stadion dabei, wenn in Köln, Dortmund oder Gladbach gespielt wurde. Gemeinsam mit Experten wie Mirko Slomka, Andre Schubert oder Robin Dutt brachte er das fußballerische Geschehen über den Internet-Streamingdienst auf den Punkt.

Das dritte Großereignis

Trotzdem ist ein internationales Turnier vom Format der Weltmeisterschaft noch einmal etwas ganz besonderes für Bosse. Schon über die Spiele in Brasilien (WM 2014) und Frankreich (EM 2016) hat er berichtet, das Turnier in Russland ist also sein drittes Großereignis.

Für Ralf Bosse gibt es keinen klaren Favoriten auf den Titel, trotzdem will er einen Tipp abgegeben: „Vom Herzen her wird es Deutschland, vom Kopf Frankreich.“ Die Franzosen hätten den besten Kader. „Selbst von Position 16 bis 23 sind die Weltklasse besetzt.“ Als mögliche Überraschungsteam nennt der Experte Belgien und die Schweiz. „Allgemein kann man festhalten, dass die Teams aus Europa die besten Chancen haben. Europa ist mittlerweile klar die Nummer eins!“

Bosse über den Kader

Auch zum deutschen Kader hat Bosse eine Meinung: „Ich kann verstehen, dass Leroy Sané gestrichen wurde. Er hat in der Nationalmannschaft immer viel falsch gemacht, falsche Entscheidungen getroffen.“ Unverständlich für den Warendorfer ist aber die Nominierung von Kevin Trapp. Bernd Leno habe konstantere Leistungen gebracht und sei in seinem Club die klare Nummer eins. Verständnis für Löw zeigt Bosse in der Causa Neuer.

„Er ist einfach ein überragender Mann. Ter Stegen hatte damals auch einen katastrophalen Einstieg in der Nationalelf. Außerdem glaube ich, dass sich die Mannschaft mit Neuer hinten drin wohler fühlt.“ Schade findet der Kommentator, dass Stürmer Nils Petersen nicht dabei ist. „Aber der Trainer wird wohl auf sein Bauchgefühl gehört haben.“

Bosse zum Austragungsort

Den Austragungsort der Fußball-WM, Russland, findet Bosse „überdenkenswert“ und sagt: „Da geht es nur ums Geld, es geht nicht um Logik oder Ethik.“ Also vielleicht gar nicht so schlecht, dass der Kommentator nicht nach Russland reist, sondern aus einem Studio in Oberhausen berichtet. Dafür jedenfalls ist er bestens gerüstet. Auf jede Mannschaft hat sich Ralf Bosse etwa vier Stunden vorbereitet, Informationen zu allen Spielern parat gelegt und in der Historie gegraben.

„Man muss das Spiel auch so kommentieren können, ohne dass es stattfindet“, spricht er von Eventualitäten wie langen Spielunterbrechungen und einem langweiligen 0:0. „Aber am Ende verwendet man meist eh nur fünf Prozent von dem, was man vorbereitet hat.“ Die Informationen sitzen trotzdem drin – die WM kann endlich losgehen. Nicht nur für Ralf Bosse!

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