Fußball: Bezirksliga 7
Eine ganz besondere Beziehung zwischen dem TuS Freckenhorst und Andreas Strump

Freckenhorst -

Das hat vor ihm noch niemand geschafft! In die sechste Saison als Coach des TuS Freckenhorst geht Andreas Strump. Er ist aber längst nicht der einzige Übungsleiter, der eine ganze Ära geprägt hat.

Freitag, 13.07.2018, 16:32 Uhr

Schon in der sechsten Spielzeit hören die Spieler des TuS Freckenhorst auf seine Kommandos: Andreas Strump ist damit zum Rekordtrainer des TuS Freckenhorst empor gestiegen.
Schon in der sechsten Spielzeit hören die Spieler des TuS Freckenhorst auf seine Kommandos: Andreas Strump ist damit zum Rekordtrainer des TuS Freckenhorst empor gestiegen. Foto: Penno

Wenn Andreas Strump am morgigen Sonntag (8. Juli) zum Trainingsauftakt den Feidiek betritt, schreibt er Geschichte — Feckenhorster Vereinsgeschichte. Es wird seine sechste Saison beim TuS an der Seitenlinie, damit wird er zum Rekordtrainer der Schwarz-Gelben.

„Eigentlich habe ich die Einstellung, maximal vier Jahre bei einem Verein zu bleiben, doch Freckenhorst ist eine ganz andere Hausnummer. Hier war ich lange als Spieler aktiv, die Beziehung ist eine ganz besondere“, erklärt Strump die lange Verweildauer.

Sechs Jahre am Ball unterwegs

Sechs Jahre war der Mittelfeldstratege für die Feidiek-Elf am Ball. 2005 entschied er sich dann, die Rollen zu wechseln und wurde zunächst Übungsleiter in Alverskirchen. Seine Trainerlaufbahn verlief ähnlich erfolgreich wie die als Spieler. Nach Alverskirchen führte er die Telgter Reserve eindrucksvoll in die A-Liga, ehe ihn dann der Ruf der TuS‘ler ereilte.

Nach einer durchwachsenen A-Liga-Saison 2012/13 waren die Freckenhorster auf der Suche nach einem Trainer schnell fündig geworden. In Strumps Premierenjahr blieb dem TuS der Sprung in die Bezirksliga noch verwehrt, hinter dem VfL Sassenberg sprang nur die Vizemeisterschaft heraus. Ein Jahr später wurde es wieder Platz zwei, diesmal in der eingleisigen A-Liga, was zu einem Aufstiegsduell gegen die SpVg Oelde führte. Nach zwei Siegen kehrte der TuS in die Bezirksliga zurück. „Diese Entscheidungsspiele gegen Oelde waren ein Highlight meiner Trainerkarriere. Ein tolles Gefühl, so aufzusteigen“, blickt er zurück. Auch die Aufgabe eine Klasse höher meisterte Strump mit Bravour, er etablierte die Freckenhorster wieder in der Klasse. Gar nicht so üblich. Schließlich pendelten die TuS‘ler eigentlich immer zwischen Kreis- und Bezirksliga.

Viele Trainer coachten den TuS Freckenhorst bislang.

Viele Trainer coachten den TuS Freckenhorst bislang.

Der erste Aufstieg nach dem 2. Weltkrieg glückte 1953 verbunden mit dem sofortigen Abstieg. Dann folgte von 1956 bis 1962 eine sechsjährige Bezirksliga-Phase. In den 70er- und 80er-Jahren war die Verweildauer des TuS in der Bezirksliga eher gering. Die Ende letzten Jahres verstorbene Ikone „Hermi“Goldstein führte den TuS 1976 zum Kreisliga-Titel. Noch heute schwärmen alte TuS‘ler vom „Goldköpfchen“, der aber nach dem Abstieg 1978 seinen Stuhl räumen musste. Danach blieb kein Trainer mehr als vier Jahre am Feidiek. Auf diese Dauer brachten es Friedo Köster, Dieter Rengers und Richard Walz, wobei der TuS unter dem Ex-Profi eine besondere Blütezeit erlebte.

Grandioser Coup

Der Coup von Fußball-Obmann Dieter Nienberg war seinerzeit grandios, wenn auch die Rahmenbedingungen plötzlich aus den Fugen gerieten. Der TuS kämpfte 2003 um den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Jochen Terhaar wurde im März entlassen, aber Feuerwehrmann Radi Schmitz kam zu spät, der TuS stieg ab. Walz kam trotzdem — und mit ihm der Erfolg.

Es folgte eine grandiose Meisterschaft in der A-Liga, von der der damalige Spieler Andreas Strump noch heute schwärmt: „Die Saison 2003/04 war genial. Wir haben eine fast perfekte Spielzeit absolviert.“ Walz stellte auch zwei neue Vereinsrekorde auf. 2006 und 2007 feierte der TuS die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga, das gab es vorher noch nie.

Turbulente Zeiten

Nach der Ära Walz wurde es auf dem Trainerstuhl wieder turbulent. In den beiden Folgejahren wurde der Coach früh ausgetauscht, der Abstieg folgte 2010. Für fünf Jahre nistete sich der TuS wieder in der A-Liga ein, ehe der neue Rekord-Coach die Gelb-Schwarzen in die Bezirksliga zurückführte.

Gibt es denn für den auch ein siebtes Jahr? Strump grübelt noch: „Ich weiß es heute nicht. Wir müssen zunächst einmal die kommende Saison über die Bühne bringen, dann werden wir sehen. Aber sollte das Engagement beim TuS nächsten Sommer enden, werde ich wohl erst einmal eine Pause einlegen.“

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