Fr., 18.03.2016

Folge 128: Abseits Der Mythos (k)lebt

Joel Campbell 

Joel Campbell  Foto: dpa

Bald geht die wilde Kleberei wieder los. Zweieinhalb Monate vor dem Beginn der Fußball-EM erscheinen die ersten Panini-Sticker und -Alben. Die Sammelleidenschaft bringt viele skurrile Anekdoten mit sich. Wie die des Costa Ricaners Joel Campbell.

Groß und Klein tun es, Alt und Jung sowieso: Der Mythos (k)lebt, damals wie heute. Wenn Ende März die ersten Panini-Sticker zur Fußball-Europameisterschaft 2016 den Markt überspülen, wird traditionell millionenfach zugegriffen. Generationsübergreifende Sammelfreude. Herrlich!

Seit Wochen laufen die Maschinen des Unternehmens mit Stammsitz im italienischen Modena heiß. Erstmals werden bei diesem europäischen Kräftemessen in Frankreich 24 Nationen am Ball sein. Entsprechend umfangreicher fällt das Format aus. Satte 680 Bilder finden in dem Album Platz. Ein schier grenzenloser Klebespaß.

Der seinen Preis hat. 70 Cent kostet in der Regel ein Tütchen mit fünf Stickern. Macht nach Adam Riese 95,20 Euro, bis das Ding voll ist. Zu schön, um wahr zu sein. Die Realität ist eine andere. Nicht selten findet sich schon im zweiten Tütchen ein „Doppelter“ – und schon biegt man auf eine monetäre Einbahnstraße. Ein Hoch auf die Tauschbörsen, die auf diese inflationäre „Geldwäsche“ eine durchaus bremsende Wirkung haben können.

André Fischer freut sich mit Nachwuchskleber Jonah (8) auf die EM in Frankreich.

André Fischer freut sich mit Nachwuchskleber Jonah (8) auf die EM in Frankreich. Foto: -lisa-

Die bittere Erfahrung, dass es trotzdem immer eine personelle Lücke zu geben scheint, musste vor der WM 2014 selbst Costa Ricas Stürmer Joel Campbell machen. Der investierte gleich in 100 Päckchen – und doch war sein Konterfei mit der Nummer 296 nicht im „Topf“. „Pech gehabt“ twitterte er damals frustriert und postete ein Bild des heillosen aufgerissenen Tüten-Durcheinanders in seiner Bude. Einziger Trost: Er hat es zumindest laut Hersteller in den Panini-Olymp geschafft. Wilde Bildsucherei hin oder her.

Eins noch: Geht es nach den italienischen Bundestrainern aus Modena, ist das der deutsche Kader für die EM: Manuel Neuer, Marc-Andre ter Stegen, Mats Hummels, Jerome Boateng, Jonas Hector, Matthias Ginter, Eric Durm, Sami Khedira, Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger, Ilkay Gündogan, Christoph Kramer, Julian Draxler, Andre Schürrle, Mesut Özil, Marco Reus, Mario Götze, Max Kruse, Lukas Podolski, Thomas Müller. Au revoir!

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