Hallen-DM
Highlights in Dortmund: Hürdenduell und Stabhochsprung

Um die Tickets für die Hallen-WM in Birmingham können sich die deutschen Leichtathleten am Wochenende in Dortmund bewerben. Die nationalen Titelkämpfe unterm Hallendach gehören für die meisten aber nur zum Aufwärmprogramm für die Freiluft-EM im Sommer in Berlin.

Freitag, 16.02.2018, 09:02 Uhr

Die Hürdenspringerinnen Pamela Dutkiewicz (l, ) und Cindy Roleder treffen in Dortmund aufeinander.
Die Hürdenspringerinnen Pamela Dutkiewicz (l, ) und Cindy Roleder treffen in Dortmund aufeinander. Foto: Jan Woitas

Dortmund (dpa) - Wer zur Hallen-WM nach Birmingham will, der muss am Wochenende in Dortmund in Topform sein. Nicht nur die Sprinter stehen bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Fokus.

Sechs mögliche Highlights der Titelkämpfe:

FRAUEN:

60 METER HÜRDEN (Finale: Samstag 17.50 Uhr):Vielleicht das Duell des Wochenendes. Revanchiert sich Europameisterin Cindy Roleder (Halle/Saale) für ihre Niederlage vor einem Jahr? Verteidigt ihre Dauerrivalin Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) ihren Titel? Nach rund acht Sekunden ist diese Frage im Finale beantwortet. In diesem Winter steht das Duell 2:1 für Dutkiewicz - mit 7,83 Sekunden ist die WM-Dritte bisher die schnellste Europäerin in dieser Saison.

3000 METER (Sonntag 16.45 Uhr):Beschenkt sich Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen) am Tag ihres 21. Geburtstags mit dem deutschen Hallenrekord? Die Bestmarke der Berlinerin Kathrin Ullrich steht seit 30 Jahren bei 8:41,79 Minuten. Im Freien hält Klosterhalfen den Rekord bereits. Titelverteidigerin Alina Reh (Ulm) ist noch nicht in Topform.

WEITSPRUNG (Sonntag 15.30 Uhr).Mehrkämpferin Claudia Salman-Rath (Frankfurt) ist verletzt und kann ihren Titel nicht verteidigen. So haben die Spezialistinnen wieder das Wort: Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), Sosthene Moguenara (Wattenscheid) und Alexandra Wester (Köln) dürften sich um die Podiumsplätze streiten. Aber Achtung: Die Hamburgerin Nadja Käther hat sie vor drei Wochen beim ISTAF Indoor alle bezwungen.

MÄNNER:

60 METER (Finale: Samstag 18.00 Uhr): Das wird kein Selbstläufer für Top-Sprinter Julian Reus: Peter Emelieze will dem schnellsten Mann Deutschlands Paroli bieten und um seinen ersten Titel kämpfen. Flotter als der Erfurter Reus (6,60 Sekunden) war in diesem Winter noch keiner. Doch der in Nigeria geborene Kölner Emelieze hat nichts zu verlieren - einmal konnte er den deutschen Rekordmann Reus (6,52) in dieser Hallensaison schon schlagen.

STABHOCHSPRUNG (Sonntag 13.45 Uhr):Raphael Holzdeppe gegen ein Trio aus Leverkusen: Der Titelverteidiger aus Zweibrücken kommt mit breiter Brust, denn 5,88 Meter hat noch keiner seiner Rivalen überquert. Kann ihn der deutsche Freiluftmeister Bo Kanda Lita Baehre auch in der Halle ärgern? Dessen Leverkusener Clubkollegen Karsten Dilla und Tobias Scherbarth machen sich ebenfalls Hoffnungen. Und ein Newcomer könnte für eine Überraschung sorgen: Der 22 Jahre alte Hesse Gordon Porsch hat am vorigen Sonntag in Sindelfingen 5,61 Meter überquert.

KUGELSTOSSEN (Samstag 16.20 Uhr):Der zweimalige Weltmeister David Storl ist Favorit, Titelverteidiger und Saisonbester. Der Leipziger hat am Donnerstag im polnischen Toruń mit 21,03 Metern die WM-Norm für Birmingham erfüllt. Vor einem Jahr gewann der 27-Jährige mit einem Vorsprung von 1,73 Meter - diesmal wollen ihm Patrick Müller (Neubrandenburg) und Tobias Dahm (Sindelfingen), der Hallenmeister von 2016, näherkommen.

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