Eisschnelllauf
Oranje-Serie geht weiter: Fünftes Gold durch Jorien ter Mors

Auch am fünften Tag der Eisschnelllauf-Rennen in Gangneung ist die Siegesserie der Niederländer nicht gerissen. Topfavoritin Nao Kodaira wurde von einer Läuferin geschlagen, die in Pyeongchang olympische Medaillen in gleich zwei Sportarten holen will.

Mittwoch, 14.02.2018, 13:02 Uhr

Die Niederländerin Jorien ter Mors bei ihrem Weg zu Gold über 1000 Meter.
Die Niederländerin Jorien ter Mors bei ihrem Weg zu Gold über 1000 Meter. Foto: Vadim Ghirda

Pyeongchang (dpa) - Wieder Holland! Jorien ter Mors schwenkte auf der Ehrenrunde nach ihrem Überraschungssieg über 1000 Meter die niederländische Fahne und konnte ihr Glück nicht fassen. «Das war das perfekte Rennen», rief die Superläuferin nach ihrem nächsten Eisschnelllauf-Coup in die Mikrofone.

Es war im fünften Olympia-Rennen der fünfte Sieg für die Niederländer. Für ter Mors war es nach den Triumphen über 1500 Meter und im Team 2014 in Sotschi das dritte Olympia-Gold.

Als Topfavoritin war die Japanerin Nao Kodaira nach ihrer Siegesserie in diesem Winter gestartet, doch sie hatte anders als ter Mors (1:13,56 Minuten) auf der letzten Runde nicht das Stehvermögen und musste mit Rang zwei (1:13,82) vor ihrer Teamgefährtin Miho Takagi (1:13,98) zufrieden sein. «Ich bin auch glücklich mit Silber. Jorien war besser und schneller», räumte die Asiatin ein.

Ter Mors meinte: «Als ich die Zeit sah, wusste ich, dass es noch spannend werden würde.» Sie wird sich nun nicht nur auf die Team-Verfolgung im Oval konzentrieren. Denn die Allrounderin geht in der Nachbar-Arena im Olympia-Park auch in den Shorttrack-Wettbewerben an den Start. Ihr Ziel ist es, als erste Sportlerin bei denselben Winterspielen in zwei Sportarten eine Medaille zu erkämpfen.

Gabriele Hirschbichler aus Inzell präsentierte sich mit persönlicher Flachlandbestzeit in 1:16,03 Minuten auf Platz 15 besser als über 1500 Meter, als sie sogar noch drei Plätze weiter vorn gelandet war. «Ich heute zufrieden, aber ich ärgere mich immer noch über die 1500 Meter», sagte die 34 Jahre alte Inzellerin.

«Das ist wirklich kurios. Heute bin ich mir ihr zufrieden, am Montag war ich es nicht. Nur auf den ersten 200 Meter hat sie vielleicht noch drei, vier Zehntel liegen gelassen», meinte Cheftrainer Jan van Veen, der zugleich anmerkte: «Was da vorn abging, ist der Wahnsinn. Drei unter 1:14, irre!»

Die beiden anderen Deutschen lagen weit zurück. Die Erfurterin Judith Dannhauer wurde in 1:17,41 Minuten 25., Michelle Uhrig landete bei ihrem Olympia-Debüt auf dem 31. Rang (1:20,81). «Ich bin froh, dass ich starten durfte. Aber meine Virus-Erkrankung steckte mir noch in den Knochen», sagte die Berlinerin.

Hollands erfolgreichste Olympionikin Ireen Wüst, die über 1500 Meter ihr fünftes olympisches Gold und ihre zehnte Medaille insgesamt geholt hatte, musste diesmal mit Platz neun (1:15,32) vorliebnehmen.

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