Langlauf
Norweger Kläbo holt sein erstes Gold - Deutsche alle raus

Der Aufwärtstrend der deutschen Langläufer ist in Pyeongchang unverkennbar, nur schlägt er sich noch nicht in Top-Ergebnissen nieder. Die Sprint-Resultate lassen zumindest auf den Teambewerb hoffen.

Dienstag, 13.02.2018, 14:02 Uhr

Holte sich im Sprint der Langläufer souverän Gold: Johannes Kläbo aus Norwegen.
Holte sich im Sprint der Langläufer souverän Gold: Johannes Kläbo aus Norwegen. Foto: Hendrik Schmidt

Pyeongchang (dpa) - Dem starken Prolog folgte die Ernüchterung im Viertelfinale: Mit der Entscheidung in den olympischen Sprints hatten die deutschen Langläufer nichts mehr zu tun.

Die Top-Athleten scheiterten allerdings unglücklich, Sandra Ringwald und Thomas Bing verpassten die Teilnahme am Halbfinale lediglich um 0,6 beziehungsweise 0,02 Sekunden. «Wenn man schon kein Glück hat...», bemühte der Sportliche Leiter Andreas Schlütter eine alte Weisheit, ohne sie zu Ende zu sprechen. Mit zwei 15. Plätzen war er nicht unzufrieden, obwohl mehr möglich gewesen wäre.

Die Schwedin Stina Nilsson und der norwegische Jungstar Johannes Kläbo feierten ihre jeweils ersten Olympiasiege. Kläbo kürte sich dabei mit 21 Jahren zum jüngsten Langlauf-Champion in der Geschichte der Spiele. Er bleibt im Klassik-Sprint in dieser Saison ungeschlagen.

Sechs deutsche Läufer waren an den Start gegangen, fünf von ihnen überstanden die Qualifikation. «Das zeigt, dass unser Aufbau Richtung Pyeongchang stimmte», sagte Schlütter und lobte besonders Sebastian Eisenlauer und Bing: «Sie haben das beste Herren-Ergebnis im Sprint in dieser Saison bei Olympia geschafft.»

Bing selbst nahm sein Ausscheiden im Viertelfinale mit Galgenhumor. «Ich hatte unterwegs so viel Glück, da musste ich am Ende das Pech mit einer halben Schuhgröße zu kleinen Füßen haben», sagte der Thüringer. Gegen den Franzosen Baptiste Gros musste das Zielfoto entscheiden, nachdem sich im Rennverlauf drei Konkurrenten durch einen Sturz selbst um jegliche Chancen gebracht hatten. Mit zwei Hundertstelsekunden Rückstand lag Bing hinter seinem Kontrahenten.

Eisenlauer suchte gar nicht erst nach Erklärungen für sein Scheitern im Viertelfinale. «Ich hatte mir vorgenommen, es genau so locker wie im Prolog zu machen. Aber das konnte ich mir nicht mal drei Minuten merken und habe dann alles falsch gemacht», sagte er.

Bei den Damen durfte Sandra Ringwald bis zuletzt hoffen, als Lucky Loser doch noch ins Halbfinale einziehen zu können. Das verhinderte dann die Schwedin Anna Dyvik, die 0,6 Sekunden schneller war. «Ein kleiner Wackler in der Abfahrt hat dazu geführt, dass ich etwas den Anschluss verloren hatte. Ich war trotzdem der Meinung, dass ich noch eine Runde laufen kann und deshalb bin jetzt arg enttäuscht. Aber ich kann die Form mitnehmen, denn die stimmt», sagte die Schwarzwälderin zu ihrem Sprint-Tag.

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