Fr., 17.03.2017

DTB-Pokal in Stuttgart Nguyen künftig wieder Mehrkämpfer - Turner auf Rang zwei

Marcel Nguyen führte die Riege in der Team Challenge beim DTB-Pokal in Stuttgart auf den zweiten Platz.

Marcel Nguyen führte die Riege in der Team Challenge beim DTB-Pokal in Stuttgart auf den zweiten Platz. Foto: Lukas Schulze

Stuttgart ist die erste Bewährungsprobe für die neuen Wertungsvorschriften der Turner bis zu den Tokio-Spielen 2020. Marcel Nguyen hat die Umstellung seiner Übungen gut verkraftet und führte die Deutschen auf den Platz hinter Japan.

Von dpa

Stuttgart (dpa) - Die deutschen Turner haben im Jahr eins nach Fabian Hambüchen die erste internationale Bewährungsprobe ansprechend gemeistert.

Routinier Marcel Nguyen führte die Riege in der Team Challenge beim DTB-Pokal in Stuttgart auf den zweiten Platz.

Bei der Suche nach einem neuen Leitwolf nach dem Rücktritt von Reck-Olympiasieger Hambüchen musste die Mannschaft ohne die beiden frisch operierten Olympia-Turner Andreas Bretschneider und Andreas Toba mit 245,800 Punkten nur Olympiasieger Japan (247,900) den Vortritt lassen. Damit erreichte das Quintett locker das Finale am Samstag.

«Meine neuen Übungen an Ringen und Barren sind gut gelaufen», meinte der zweimalige Olympia-Zweite Nguyen. An den Ringen lieferte der Unterhachinger mit 14,50 Punkten die zweitbeste Übung des Feldes ab, am Barren reihte er sich mit 14,85 Zählern als Vierter ein.

Der 29-Jährige wird sich bei der EM im rumänischen Cluj im April und der WM im Oktober in Montreal auf diese beiden Geräte konzentrieren, Richtung Olympia 2020 aber wieder den kompletten Mehrkampf trainieren. «Es gibt bei dem neuen Modus mit vier Turnern pro Riege bei Olympia keine Alternative», stellte er fest und räumte ein: «Das hatte ich mir ursprünglich anders vorgestellt.»

Pluspunkte für die EM-Nominierung sammelten bei Cheftrainer Andreas Hirsch auch der Cottbuser Christopher Jursch, der mit 14,45 Punkten die zweitbeste Note am Reck turnte, und Auswahlneuling Felix Pohl (Kirchheim), der sauber durchturnte und am Boden zu den Besten gehörte. Nicht überzeugen konnte Ivan Rittschik, der als Spezialist ausgerechnet am Pauschenpferd patzte. Mit Höhen und Tiefen turnte der Rio-Ersatzmann Philipp Herder, an dem aber für die EM kein Weg vorbeiführen dürfte.

Auch seine Mehrkampf-Punktzahl von 80,35 deutete darauf hin, dass man sich bei den neuen Vorschriften des Weltturnverbandes FIG an weit niedrigere Bewertungen gewöhnen muss. Bis zu 3,4 Zähler fehlen den Sechskämpfern gegenüber dem früheren Regelwerk.

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