ATP-Turnier in Rom
Zverev lobt Nadal: «Großartiger Champion» - Serie gestoppt

Diesmal wollte es Alexander Zverev aber wissen - und er war so nah dran. Doch auch im fünften Duell triumphierte schließlich der Sandplatzkönig: Champion Rafael Nadal profitierte in Rom auch von der Regenpause.

Montag, 21.05.2018, 12:05 Uhr

Zum achten Mal hat Rafael Nadal (l) das Masters-Turnier in Rom gewonnen.
Zum achten Mal hat Rafael Nadal (l) das Masters-Turnier in Rom gewonnen. Foto: Gregorio Borgia

Rom (dpa) - Sandplatzkönig Rafael Nadal und Regenschauer über dem Foro Italico haben die imposante Serie von Tennisprofi Alexander Zverev nach 13 Siegen gestoppt.

Beim Masters-Turnier in Rom musste sich der 21 Jahre alte Hamburger dem zehn Jahre älteren Spanier auch im fünften Duell geschlagen geben: Trotz eines furiosen zweiten Satzes und einer 3:1-Führung im dritten Durchgang verlor Zverev das kuriose Match am Sonntagabend noch mit 1:6, 6:1 und 3:6. Beide Finalisten können nun optimistisch nach Paris fahren, wo in knapp einer Woche die French Open beginnen.

«Rafa ist ein großartiger Champion, und er hat es heute Abend erneut bewiesen», lobte Zverev den Mallorquiner, der das spannende Duell nach 2:09 Stunden mit seinem zweiten Matchball entschied. Kampfgeist und auch etwas Glück sprachen am Ende für den Favoriten. Für den Deutschen ging dagegen eine Superserie zu Ende: Zverev hatte zuvor seit Ende April nicht mehr verloren und die Turniere in München sowie Madrid gewonnen.

Noch auf dem Platz verbeugte sich Zverev vor Nadal, der seinen achten Triumph im Foro Italico feierte und den Schweizer Roger Federer von Platz eins der Weltrangliste verdrängte. «Jeder kann es sehen: Du bist der größte Sandplatzspieler aller Zeiten», sagte der faire Verlierer, der enttäuscht und zufrieden zugleich war. «Ich war so nah dran - aber okay: Ich habe gegen Rafa verloren», sagte Zverev, der den Zuschauer einige Tennis-Leckerbissen servierte, sich aber auch 28 vermeidbare Fehler leistete.

Als er im dritten Satz mit Break 3:1 vorn lag, kam der Regen über Rom, und nach der fast einstündigen Pause verlor Zverev seinen Rhythmus. Kämpfer Nadal gewann fünf Spiele in Serie. Für den Sandplatz-Spezialisten war es der 78. Einzeltitel auf der ATP-Tour. «Heute ist die Trophäe bei mir, aber es war ein schwieriges Match», meinte Nadal - eine kleine Verbeugung vor seinem starken Gegner. «Ich wünsche dir alles Gute für die kommenden Jahre.»

Zverev bleibt nach seiner beeindruckenden Vorstellung die Nummer 3 der Tennis-Welt. In der Jahreswertung («Race to London») liegt der Jungstar sogar vor Federer und Nadal. Nun wartet die nächste Herausforderung in Roland Garros; beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Paris könnte es das sechste Duell der beiden geben. Bei den vier wichtigsten Turnieren konnte Zverev seine Klasse bisher allerdings noch nie ausspielen: Bei 14 Teilnahmen kam er nie über das Achtelfinale hinaus.

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