So., 02.07.2017

Leichtathletik: Ostafrikanische Dominanz beim ZfS-Münster-City-Run

Der Start über die zehn Kilometer bei den Männern: Mengistie Demeke Tadesse (2. von links) war auch am Ende ganz vorne.

Der Start über die zehn Kilometer bei den Männern: Mengistie Demeke Tadesse (2. von links) war auch am Ende ganz vorne. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Dieser eine Sonntagabend in Münsters Innenstadt ist reserviert für die Sportsfreunde. Auch beim elften ZfS-Münster-City-Run hatten Läuferinnen und Läufer das Wegerecht. Die Gäste aus Ostafrika dominierten dieses Mal am Prinzipalmarkt. Mengistie Demeke Tadesse und Amete Medhanti Gonfa bei den Frauen verpassten aber neue Streckenrekorde über die zehn Kilometer im 551-köpfigen Feld.

Von Thomas Austermann

Der Sieger von 2016, David Schönherr, sah in zivil im Zielbereich zu. Münsters bester Marathon-Mann (2:26:52 Stunden) spürte die Achillessehne. Dem außer Kraft gesetzten Laufsportfreund blieb beim Event seines Clubs der erstaunte Blick auf die Uhr, als Mengistie Demeke Tadesse nach 29:55 Minuten als Gewinner feststand und die 150-Euro-Anerkennungsprämie einstreichen durfte. Nur eine Sekunde langsamer als der Äthiopier war Ezekiel Kirprotich Meli aus Kenia. Beide eilten nach Runde zwei Seite an Seite allen davon. Mit der Lambertikirche im Rücken zogen sie auf den letzten Metern den Spurt an bis ins Ziel nahe dem Rathaus.

Fotostrecke: Der ZfS Münster-City-Run 2017

Der Drittplatzierte Lawrence Kirprono Rotich (Kenia/31:26) musste das Duo ziehen lassen. Auch der für die SG Wenden startende starke Läufer Eyob Solomun (Vierter in 31:32) hielt das extrem hohe Tempo der Führenden nicht. Die beiden besten Deutschen schulterten den schiefen Vergleich ebenfalls gemeinsam, lange jedenfalls. Der Hamburger Jan Simon Hamann wurde Fünfter (32:16) vor Christoph Uphues vom TV Wattenscheid (32:32) und merkte schnell, „dass meine Beine müde waren. Ich wollte schneller sein.“ Eine 29:54 ist er über zehn Kilometer bereits gelaufen. Uphues waren die münsterischen Bedingungen neu. „Über Kopfsteinpflaster muss man erst einmal laufen“, sinnierte er.

Yannick Rinne kennt sich natürlich aus in der City. Der LSF-Starter war zufrieden als Siebter (33:33). „Ich habe nur auf meinen Temposchnitt geachtet. Auch wenn ich viele überrunden musste, hat das geklappt“, sagte er und fand die Bedingungen „ganz perfekt.“ Ins Rutschen kam tatsächlich niemand.

Bei den Frauen sorgte Amete Medhanti Gonfa (Äthiopien/34:11) für den zweiten klaren Sieg. Nach Runde eins binnen 6:41 Minuten war die Lage bereits deutlich. Jana Baum aus Hamburg wurde Zweite (38:09), die Vorjahressiegerin Christl Dörschel (SG Wenden/38:12) Dritte vor Frederike Straeten (LG Brillux/38:28). Dörschel wird den Marathon auch mitmachen. Die 41-Jährige kommt nämlich „schon wegen der Stimmung immer wieder gerne nach Münster“.

Die unter 16 Jahre alten Schülerinnen und Schüler absolvierten ein gemeinsames Rennen über 1,2 Kilometer – bei 120 Voranmeldungen wurde auf einen getrennten Start verzichtet. 190 Kids machten mit.

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