So., 22.10.2017

Mehrere Löschzüge im Einsatz Lagerhallenbrand in Ahaus

Die Lagerhalle einer Entsorgungsfirma in Ahaus brennt in voller Ausdehnung.

Die Lagerhalle einer Entsorgungsfirma in Ahaus brennt in voller Ausdehnung. Foto: Kip-Pic

Ahaus - 

(Aktualisiert 18.49 Uhr) Selbstentzündung von Abfällen ist nach Angaben der Polizei mit großer Wahrscheinlichkeit die Ursache für einen Großbrand in Ahaus. Müll in einer Halle des Recyclingunternehmens Stenau an der Von-Braun-Straße wurde dabei ein Raub der Flammen. Menschen wurden nicht verletzt, zur Schadenshöhe machte die Polizei bisher keine Angaben

Von CB

Gegen 4.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Zur Brandbekämpfung rückten die Feuer- und Rettungswache, die Löschzuge aus Ahaus, Wüllen und Wessum und der Messtrupp des Löschzuges Ottenstein an. „Wir haben die Löschwasserversorgung aufgebaut und den Brand massiv mit mehreren B-Rohren und Schaumrohren unter Atemschutz bekämpft“, erklärte Einsatzleiter Berthold Büter.

In der rund 50 mal 15 Meter großen Halle – einer Stahlbeton-Konstruktion – war Restmüll kegelförmig bis zu fünf Meter hoch gelagert. Der Müll brannte großflächig. Einsatzkräfte der Wehr fuhren unter Atemschutz und mit Hilfe von schwerem Räumgerät das Brandgut auseinander, um es ablöschen zu können. Der eingesetzte Messtrupp ermittelte keine vom brennenden Restmüll ausgehende Gesundheitsgefährdung.

„Das Landesumweltamt und die Bezirksregierung wurden informiert. Auch Mitglieder der Geschäfts- und Betriebsleitung der Entsorgungsfirma machten sich ein Bild der Lage. Mitarbeiter halfen den Einsatzkräften, den Restmüll aus der Halle zu fahren. Einsatzleiter Berthold Büter zeigte sich zufrieden mit der guten Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehreinheiten.

Die Versorgung der Feuerwehrleute vor Ort nahmen ehrenamtliche Kräfte des DRK-Ortsvereins Ahaus vor. Beamte der Kriminalpolizei nahmen am Samstagnachmittag die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache auf. „Wir gehen von Selbstentzündung aus“, so ein Sprecher der Polizei am späten Samstagnachmittag auf Anfrage der WN.

In der Halle sei Restmüll gelagert worden. Vermutlich sei es aufgrund einer Reaktion von chemischen Substanzen dabei zu der Selbstentzündung bekommen. Durch den Brand habe in der Folge die Brandmeldeanlage ausgelöst, die dann die Feuerwehr auf den Plan rief. Zur Schadenshöhe machte die Polizei noch keine Angaben.

Der in der Halle gelagerte Abfall habe sicherlich keinen Wert. Zu klären sei aber, ob die Statik der Halle durch die Hitzeentwicklung während des Brandes in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Entsprechende Untersuchungen sollen in dieser Woche durch Experten angestellt werden.

Fotostrecke: Halle einer Entsorgungsfirma steht in Flammen

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