Do., 19.01.2017

Alex-Talk: Wie Selbstoptimierung auch krank machen kann Powern wie Superman

Im Leben unterwegs wie Superman: Über den hohen Druck der Selbstoptimierung und die Folgen möchten die Alexianer-Experten Dr. Matthias Schubring und Werner Terhaar beim Alex-Talk am 24. Januar informieren.

Im Leben unterwegs wie Superman: Über den hohen Druck der Selbstoptimierung und die Folgen möchten die Alexianer-Experten Dr. Matthias Schubring und Werner Terhaar beim Alex-Talk am 24. Januar informieren. Foto: © alphaspirit/Fotolia.com

Münster - 

Nahezu jeder Lebensbereich – von der Arbeit über die Freizeit bis hin zum Schlaf – lässt sich heute überwachen und optimieren. Mit etwa 150 000 Apps allein in den Bereichen Gesundheit und Fitness lassen sich rund um die Uhr problemlos Blutdruck, Herzfrequenz, Puls, Schlafphasen und Essgewohnheiten dokumentieren.

Immer mehr Menschen vermessen und perfektionieren sich mithilfe solcher Techniken oder auch auf andere Weise. Und immer mehr Menschen möchten tagtäglich in Arbeit, Freizeit und Beruf das Maximum aus sich herausholen. Doch längst nicht alle sind für diese hohen Ansprüche physisch wie psychisch gewappnet und zu permanenten Höchstleistungen in der Lage.

Dass der allgegenwärtige Druck der Selbstoptimierung bei einigen Menschen daher auch genau das Gegenteil bewirken, nämlich krank machen kann, möchten zwei Alexianer-Experten beim kommenden Alex-Talk am Dienstag (24. Januar) in ihrem Vortrag „ Powern bis zum Umfallen…“ aufzeigen.

„Wir sehen uns in einem permanenten Wettbewerb in nahezu allen Lebensbereichen. Und dieser hat durch die technischen Möglichkeiten, sich permanent zu vernetzen, zu bewerten und zu vergleichen noch an Dynamik zugenommen“, skizziert Dr. Matthias Schubring, Leitender Arzt der Alexianer-St. Antonius-Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie in Hörstel.

Als Suchtexperte erlebt er in seiner täglichen Praxis auch die Kehrseiten der „Optimierer“: nämlich spätestens dann, wenn diese mit Alkohol oder Drogen zu Suchtmitteln greifen, um dem Druck Stand zu halten.

Sein Kollege Werner Terhaar (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie der Alexianer-Don Bosco Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie) skizziert noch eine weitere Gefahr: „Selbstoptimierung beinhaltet immer auch eine Reflexionsebene: Nur wer also weiß, was für ihn persönlich gut ist, kann an der Optimierung des Selbst arbeiten. Und diese notwendige Selbsteinschätzung fällt gerade jungen Menschen oft noch schwer.“

Zum Thema

Der Vortrag am 24. Januar beginnt um 18 Uhr in der Alexianer-Waschküche (Bahnhofstraße 6). Eintrittskarten sind zum Preis von vier Euro ab sofort im WN-Ticket-Shop (Prinzipalmarkt 13-14) erhältlich, Kartenreservierungen sind unter E-Mail alextalk-muenster@alexianer.de möglich. Der gesamte Kartenerlös kommt der WN-Spendenaktion zugute.

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