Renaturierung der Ems
Noch nicht im grünen Bereich

Greven -

Der Zeitplan ist sportlich, am Ende könnte es richtig knapp werden. Die Renaturierung der Ems ist ins Stocken geraten, die Veranstalter von „Greven an die Ems“ hingegen scharren schon mit den Hufen. Die Bezirksregierung will nun Vollgas geben und die restlichen Arbeiten zügig angehen.

Donnerstag, 05.04.2018, 12:04 Uhr

Die To-Do-Liste ist noch lang. Die Bezirksregierung ist jedoch „guter Hoffnung“, dass zum Start der Beach-Saison alles fertig ist.
Die To-Do-Liste ist noch lang. Die Bezirksregierung ist jedoch „guter Hoffnung“, dass zum Start der Beach-Saison alles fertig ist. Foto: Oliver Hengst

Viel Braun, wenig Grün. Die Ems-Renaturierung ist ins Stocken geraten. Die Fläche – noch eine Baustelle. Sommerliche Beach-Stimmung will sich noch nicht so recht einstellen. Wird alles rechtzeitig zur Eröffnung der Beachsaison fertig? Bei Greven Marketing geht man sehr davon aus, wie Sven Thiele deutlich macht. Man habe sich neulich bestätigen lassen, „dass alles pünktlich fertig wird und grün ist“. Es gebe bei Greven Marketing jedenfalls „keinen Plan B“ für die Beach-Saison, die offiziell mit „Greven Grass“ am Pfingstwochenende (ab 18. Mai) eröffnet werden soll. Man sei in jedem Jahr bestrebt, die Fläche schon zum 1. Mai nutzbar zu machen, so dass zum Beispiel Volleyball gespielt werden könne.

Bis dahin haben die Mitarbeiter der Bezirksregierung und die beauftrage Firma jedoch noch viel zu tun, wie Projektleiter Hermann Berling von der münsterischen Behörde bestätigt. Die Winter-Hochwässer hätten den Zeitplan durcheinandergeworfen. „Wir haben praktisch zwei, drei Monate warten müssen. Wir sind jetzt zügig dabei, die Arbeiten fortzuführen. Wir geben Gas.“ Man sei just dabei, den Zeitplan mit der Firma abzustimmen.

Auf der Beach-Seite (Ostseite) seien die groben Arbeiten zum größten Teil erledigt, auch der barrierefreie Zugang sei inzwischen fertig. Was noch fehlt: die unterirdische Ableitung der neuen Notentlastung und eine dauerhafte Überbrückung des alten Auslasses.

Auf der Westseite (Biederlack) müssten noch Restarbeiten erledigt werden. Die so genannte schlafende Sicherung (Steine, die unter einer Erdschicht die Böschung sichern) ist zum Beispiel auf dieser Seite noch nicht durchgehend fertig. Auch die „Lenk-Bunen“ in der Flussmitte müssen noch angepasst werden. Diese künstlichen Landzungen lenken die Ems, die in der Kurve mit einiger Kraft auf die Westseite drückt. Und zum Schluss müssen noch die Baustraßen zurückgebaut werden. „Und dann sind wir damit durch“, sagt Berling.

Totholz und Baumstämme, die bereits in die Auen geschafft wurden, sind zum Teil bereits platziert, zum Teil müssen sie noch an ihre endgültige Position gebracht werden. Auf der Beach-Seite ist auch schon Rasen eingesät worden, so dass in den kommenden Wochen wieder mehr Grün als Braun zu sehen sein dürfte. „Auf der Westseite werden wir das im wesentlichen sich selbst überlassen“, setzt Berling auf die Kraft der Natur.

Ob der Zeitplan angesichts der noch recht langen To-Do-Liste einzuhalten ist? Berling ist da „ganz guter Hoffnung“, zumal man nun mit „High-Speed“ weiterarbeiten wolle.

Natürlich sei der Fortgang der Baustelle wetterabhängig, man brauche für einige Arbeiten zum Beispiel noch niedrigere Pegelstände als aktuell (was erklärt, warum momentan noch nicht wieder gearbeitet wird). Doch Berling glaubt, dass die Arbeiten „innerhalb der nächsten ein, zwei Monate“ abgeschlossen sind – um dann zu präzisieren: „Im Laufe des Monats Mai“.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5720536?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F57398%2F70830%2F
Jeder Tag ein kleiner Abschied...
Ein ganz besonderer Arbeitsplatz für einen besonderen Menschenschlag: Thorsten Schmahl (links) und Carsten Rose tief unten im Ibbenbürener Bergwerk.
Nachrichten-Ticker