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Fr., 15.07.2011
Kinderuni: Hubschrauber kreist im Hörsaal
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Münster - Wer in Deutschland den Weg sucht, fragt nach Straßen. In japanischen Städten wo die Straßen namenlos sind, fragen Menschen nach nummerierten Häuserblöcken. Und in Ruanda haben nur die vielen Hügel in dem zentralafrikanischen Land Namen, die zur Orientierung dienen. Gestern Nachmittag wurde im großen Hörsaal am Hindenburgplatz wieder einmal klar: Wer zur Kinderuni kommt, lernt ungewöhnliche Dinge.
Thomas Bartoschek vom Institut für Geoinformatik erklärte rund 400 Mädchen und Jungen, wie Landkarten und Stadtpläne auf die Bildschirme von Computer, Handy und Navigationsgerät kommen.
Die Bilder von Satelliten, die Handys und Navigationsgeräte orten, sind oft zu unscharf, um die Umgebung in Städten exakt abzubilden. Hier helfen niedriger fliegende Flugzeuge, die detaillierte Aufnahmen machen. Und wenn unzugängliches Gebiet ganz genau abgebildet werden muss, lassen Geoinformatiker wie Bartoschek Minihubschrauber wie den Quadrokopter steigen, der gestern über der Hörsaalbühne kreiste und Fotos von einer Spielzeugstadt aufnahm, die die Geoinformatiker dort aufgebaut hatten. Um die kleinen Fluggeräte, die das Team des Instituts anschließend zeigte, bildeten sich dichte Trauben neugieriger Kinder. „Cool“ staunte Jan (9), der das Arbeitsgerät der Wissenschaftler gern mal selbst ausprobiert hätte. Jan gehörte auch zu den Kindern, die am Ende des Kinderuni-Sommersemesters mit einem Diplom nach Hause gingen. Er hatte jede der Vorlesungen des Semesters besucht.
Diesmal macht die Kinderuni bis Oktober Pause weil der große Hörsaal renoviert wird. Das Wintersemester startet am 14. Oktober um 16.15 Uhr mit dem Thema Rechtsmedizin.
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