Ein Vormittag in der Stallgasse bei Ingrid Klimke
„Das ist voll cool hier“

Einen klasse Vormittag haben die Viertklässler der Pleisterschule Münster mit Ingrid Klimke verlebt. Die Mädchen und Jungen besuchten die Vielseitigkeitsreiterin und ihre Pferde.

Dienstag, 17.04.2018, 17:04 Uhr

Impressionen von einem klasse Vormittag: Die Klasse 4 der Pleisterschule hat die Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke auf dem Hof Schulze Brüning besucht.
Impressionen von einem klasse Vormittag: Die Klasse 4 der Pleisterschule hat die Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke auf dem Hof Schulze Brüning besucht. Foto: Rayen

Matti und Jonathan sind begeistert. „Das ist voll cool hier.“ Dabei waren die Jungs am Morgen mit gemischten Gefühlen auf dem Hof Schulze Brüning angekommen. Die Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke wollten sie natürlich kennenlernen. Aber aufs Pferd steigen? „Die Pferde sind echt groß . . .“, zeigten sie ordentlich Respekt.

Doch nachdem die Jungs dem dunkelbraunen Abraxxas in der Box die Hufe ausgekratzt und ihn in der Stallgasse gebürstet und gesattelt hatten, war die Skepsis wie weggepustet. Natürlich saßen die Jungs auf – und fühlten sich auf dem berühmten Pferd der noch berühmteren Reiterin um einiges größer.

Zu Gast auf der Stallgasse bei Ingrid Klimke

1/21
  • Mit Ingrid Klimke über den Platz: Die Viertklässler aus Münster durften auf Abraxxas reiten.

    Foto: Rayen
  • Kerstin Roß begleitete die Mädchen, die auf dem „kleinen Bobby“ reiten durften.

    Foto: Rayen
  • Sonnige Pause: Was für ein tolles Wetter hatten die Kinder der Pleisterschule, die bei Ingrid Klimke einen Vormittag verbrachten.

    Foto: Rayen
  • Gruppenbild mit berühmten Pferden und erfolgreicher Reiterin: Ingrid Klimke und ihr Team haben für die Klasse!-Kids einen tollen Vormittag vorbereitet.

    Foto: Rayen
  • Und ab geht‘s: Die Kinder durften abwechselnd die Pferde führen und auf ihnen reiten.

    Foto: Rayen
  • Erst die Arbeit: Hier kratzen die Viertklässler unter Anleitung von Ingrid Klimke die Hufe von „Braxxi“ aus.

    Foto: Rayen
  • Gewusel auf der Stallgasse: Die Pleisterschüler streichelten die Pferde und halfen dabei, sie zu striegeln und zu satteln.

    Foto: Henning
  • Brav: Abraxxas lässt sich streicheln.

    Foto: Henning
  • So niedlich: Kuscheln mit der kleinen Dackeldame gab es auch noch.

    Foto: Rayen
  • Jedes Kind bekam ein persönliches Autogramm von Ingrid Klimke.

    Foto: Rayen
  • Ingrid Klimke zeigt eine große Turnierschleife.

    Foto: Rayen
  • Und hoch damit: Diesen großen Pokal hat Ingrid Klimke gewonnen.

    Foto: Rayen
  • Wow: Jedes Kind durfte die Goldmedaille sogar mal in die Hand nehmen.

    Foto: Rayen
  • Stolze Reiter: Diese Vier durften auf Nemo reiten. Sophia Schulze Eistrup passte auf.

    Foto: Rayen
  • Supi: Das Hufeisen bekommt einen Ehrenplatz.

    Foto: Rayen
  • Auch die Jungs freuten sich über den eisernen Glücksbringer.

    Foto: Rayen
  • Soma Bay ist der Liebling von diesem Quartett. Weil die Stute so kuschelig weich ist!

    Foto: Rayen
  • Striegeln - dann wird gesattelt.

    Foto: Henning
  • Geduldig lässt sich der kleine Bobby die Trense anlegen.

    Foto: Henning
  • Wofür sind diese Sachen? Ina Veltmann fragt die Mädels und bekommt sofort die Anwort. „Das sind Gamaschen.“

    Foto: Rayen
  • Annäherung: Die Jungs waren erst skeptisch, doch am Ende des Vormittags befanden sie: Pferde sind echt cool.

    Foto: Rayen

Die Klasse 4 der Pleisterschule Münster hatte mit Klassenlehrerin Lena Ehrhardt das Glück auf ihrer Seite und den Vormittag auf der Stallgasse bei Ingrid Klimke als Klasse!-Klasse gewonnen. Das Team der Vielseitigkeitsreiterin hatte für die Mädchen und Jungen ein großartiges Programm vorbereitet. Parmenides, Soma Bay, Abraxxas, der „große“ und der „kleine“ Bobby und schließlich Nemo ließen sich von den Kindern striegeln und streicheln.

Carmen Thiemann, Lea Quantius, Sophia Schulze Eistrup, Ina Veltmann, Kerstin Roß und Ingrid Klimke leiteten die Pleisterschüler an. Hier beim Anreichen von Leckerlis (mit flacher Hand), dort beim Anlegen der Trense (Aufpassen auf die Ohren) und schließlich beim Aufsteigen (Und hepp). „Es ist viel besser als wir es uns vorgestellt hatten“, bilanzierten Madleine, Isabella und Kira. Die Mädchen reiten im Verein und freuten sich, der berühmten Reiterin und ihren Pferden so nah wie nie zuvor zu kommen. Anni war besonders aufgeregt. Dem Mädchen verschlug es förmlich die Sprache, als es seinem Star gegenüberstand. „Ich habe nur gedacht: Oh, Gott, da ist Ingrid Klimke.“

Aber die Berührungsängste zwischen den Kindern und ihrem großen Vorbild waren rasch verflogen. Die Jungs interessierten sich für Fakten (Wie schwer ist eigentlich ein Pferd?). Und die Mädchen, von denen einige im kompletten Reitoutfit gekommen waren, wollten vor allem etwas über die Pferde und deren Besonderheiten wissen. „Soma Bay ist die Allerbeste.“ Davon waren Susanna, Greta, Antonia und Anni am Ende überzeugt.

Nach der Reit-Einheit, bei der jeder mal aufsitzen und führen durfte, ging es zurück zum Stall. Erstens, um sich mit Schoko-Muffins zu stärken. Und zweitens, um In­grid Klimke viele, viele ­Fragen zu stellen. Die Mannschafts-Olympiasiegerin von 2008 und 2012 und Einzel-Europameisterin von 2017 erzählte, dass sie schon reiten konnte, ehe sie überhaupt das Laufen gelernt hatte. „Braxxi“ sei ihr „heimlicher“ Liebling. „Das dürfen die anderen Pferde aber nicht spüren“, verriet sie den Pleisterschülern. Sie berichtete von großen Turnieren, ließ die Kinder sogar ihre Medaillen anfassen und schrieb reichlich Autogramme. Dann gab es Glück zum Mitnehmen: Hufeisen von ihren Pferden.

Im September fliegt In­grid Klimke hoffentlich mit ihrem Team zu den Weltmeisterschaften nach Amerika. Dass dann 62 Daumen in Münster ganz doll gedrückt werden – das steht schon jetzt fest.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5668439?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F57398%2F57558%2F5490501%2F
Münster feiert sich als Friedensstadt
Das Gemälde des Kardinals Richelieu (l.), gemalt von Bernhard Bröker, sollte eigentlich 1948 in der „Reichsausstellung“ der Nationalsozialisten in Münster hängen. Diese wurde jedoch nie eröffnet, wie die Ausstellung „Ein Grund zum Feiern?“ im Stadtmuseum zeigt.
Nachrichten-Ticker